Ja, die Situation ist dramatisch, wird sich wahrscheinlich noch weiter zuspitzen und dürfte nachhaltige Schäden nach sich ziehen, insbesondere für die Wälder.
Es scheint demnach sehr wahrscheinlich zu sein, dass viele der geschädigten Buchen absterben werden. Das ist wirklich eine Katastrophe.
https://www.unibas.ch/de/Aktuell/News/U ... ahmen.html
Auszug aus diesem Interview:
Wie geht es denn unserem Wald in der Schweiz in diesem trockenen Sommer?
Überhaupt nicht gut. In der Nordwestschweiz haben wir das trockenste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Es fehlt schlichtweg an Wasser, riesigen Mengen an Wasser, die in absehbarer Zeit auch nicht kommen werden.
Wie viel des aktuellen Schadens ist bereits sichtbar?
Wir sehen schon viel. Ein Baum kippt zwar nicht sofort um, wenn er tot ist. Er ist mit seinen Wurzeln verankert, und die halten ihn auch noch einige Jahre, nachdem er abgestorben ist. Im Moment sehen wir aber ein grossflächiges Absterben der äusseren Kronenbereiche im ganzen Juragebiet. Vor allem bei Buchen, welche die vorherrschende Baumart sind. Aber auch andere Arten sind betroffen. Unsere Erfahrungen mit unserem Forschungsprojekt in Hölstein seit 2018 lassen vermuten, dass diese Schäden irreversibel sind. Das Jahr 2026 ist tatsächlich eine Zäsur für unseren Wald.
Wie wird der Wald im kommenden Frühjahr aussehen?
Das Ausmass der Schäden ist so gravierend, dass wir davon ausgehen, dass viele der Bäume, die jetzt ihr Laub verloren haben, unmittelbar oder in den nächsten Jahren absterben werden. Die Bäume sind so ausgetrocknet, dass sie bereits jetzt ihr Laub abwerfen, das sie eigentlich bis Ende Oktober behalten sollten. Das ist erstmal nur ein Symptom, es deutet aber darauf hin, dass wichtige Gewebe in den Kronen der Bäume geschädigt sind.