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Hitzewelle zweite Junihälfte 2026
- Federwolke
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Re: Hitzewelle zweite Junihälfte 2026
Und das Ende wird Tag für Tag nach hinten geschoben. Einst sollte am morgigen Montag der Höhepunkt erreicht werden, dann am Dienstag, dann am Mittwoch... heute ist es nach MOSMIX (EZ+ICON) der Freitag: https://profiwetter.ch/index.php?nr=06631
Da kommen die immer noch recht frisch wirkenden Erinnerungen an 2015 auf. Damals allerdings war noch GFS das Mass aller Dinge mit einem über dem Ensemble schwebenden Hauptlauf, der dazu verleitete, dies als Modellspinnerei abzutun - zu Unrecht, wie sich herausstellte. Heute ist GFS nur noch ein Schatten seiner selbst mit seiner permanent zu kalten Prognose.
Da kommen die immer noch recht frisch wirkenden Erinnerungen an 2015 auf. Damals allerdings war noch GFS das Mass aller Dinge mit einem über dem Ensemble schwebenden Hauptlauf, der dazu verleitete, dies als Modellspinnerei abzutun - zu Unrecht, wie sich herausstellte. Heute ist GFS nur noch ein Schatten seiner selbst mit seiner permanent zu kalten Prognose.
Grüsslis
Fabienne (Muri bei Bern, 560 m)
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- Willi
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Re: Hitzewelle zweite Junihälfte 2026
Der Samstag will gleich auch noch mitmachen, mindestens an einigen Gitterpunkten.Federwolke hat geschrieben: ↑So 21. Jun 2026, 08:15 Und das Ende wird Tag für Tag nach hinten geschoben. Einst sollte am morgigen Montag der Höhepunkt erreicht werden, dann am Dienstag, dann am Mittwoch... heute ist es nach MOSMIX (EZ+ICON) der Freitag: https://profiwetter.ch/index.php?nr=06631
Interessant finde ich die Einigkeit verschiedener Modelle wenn ich mir z.B. die Maximaltemperaturen für nächsten Samstag (+ 6 Tage) anschaue. Nicht nur bei den Temperaturen sind die Differenzen gering sondern z.B. auch gewisse regionale Verteilungen wo die Unterschiede zwischen ICON, UKMO und ECMWF für diesen Zeitraum eher als marginal angesehen werden können.
Gruss Dani
Neu nicht mehr in der Nebelsuppe von Uster sondern in im sonnigen Glarnerland
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Mathias (ZH/TI)
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Re: Hitzewelle zweite Junihälfte 2026
Welche Brauntöne haben wir wohl am 29.6.?

Quelle: MeteoSchweiz Trockenheitsbulletin

Quelle: MeteoSchweiz Trockenheitsbulletin
Zuletzt geändert von Mathias (ZH/TI) am Mo 22. Jun 2026, 12:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Jan (Böckten, BL)
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Re: Hitzewelle zweite Junihälfte 2026
Basel-Binningen Tmax 36.6° (nur knapp unter dem Juni-Rekord 36,9° vom 27.06.47)
Basel-Euroairport Tmax 37.9°(neuer Juni-Rekord, bisher 37.0° vom 09.06.2014)
Die Wetterstation Basel Tinguely Museum (in den letzten Tagen waren die Werte ähnlich hoch wie der Basel-Euroairport) mass heute sogar ein Tmax von 38.7°
Basel-Euroairport Tmax 37.9°(neuer Juni-Rekord, bisher 37.0° vom 09.06.2014)
Die Wetterstation Basel Tinguely Museum (in den letzten Tagen waren die Werte ähnlich hoch wie der Basel-Euroairport) mass heute sogar ein Tmax von 38.7°
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oneworldflyer
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Re: Hitzewelle zweite Junihälfte 2026
Meteosuisse nun Upgrade Level 4 für einige weitere Regionen bis 29.6.:
https://www.meteoschweiz.admin.ch/servi ... er-tab=all
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- Federwolke
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Re: Hitzewelle zweite Junihälfte 2026
Auszug aus S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Dienstag, den 23.06.2026 um 10.30 UTC (Autor Jens Winninghoff)
ausgegeben am Dienstag, den 23.06.2026 um 10.30 UTC (Autor Jens Winninghoff)
Selbst 2003 hätte ich jemandem, der sowas schreibt, noch den Vogel gezeigt. Und jetzt haben wir zumindest statistisch gesehen noch nicht mal Hochsommer. Wer spätestens jetzt nicht aufwacht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Aber die Kommentarspalten sind voll von "ist halt Sommer", "hat es schon immer gegeben" usw...Die derzeit herrschende historische Hitzewelle erreicht zu Beginn des
Mittelfristzeitraumes, am Freitag und Samstag, ihren Höhepunkt. Verantwortlich
dafür ist ein äußerst robuster Höhenrücken, der sich am Freitag vom westlichen
Mittelmeerraum über Mitteleuropa bis nach Südskandinavien erstreckt und
beständig gefüttert bzw. gestützt wird von WLA vorderseitig eines Höhentiefs
westlich der Biskaya.
In Laufe der Nacht zum und am Samstag stößt vom mittleren Nordatlantik ein
kräftiger Höhentrog Richtung Ostatlantik vor, wodurch das Höhentief sich als
zunehmend flacher Randtrog nordostwärts in Bewegung setzt und auf die Britischen
Inseln übergreift. Durch den zusätzlichen WLA-Push kann sich der vorgelagerte
Rücken sogar noch etwas verstärken (auf nahe 594 gpdam über dem östlichen
Mitteleuropa!), wird aber langsam nach Osten abgedrängt, so dass sich vor allem
über dem Westen und Nordwesten des Vorhersagegebietes eine noch weitgehend
antizyklonal konturierte südwestliche Höhenströmung einstellt.
Bereits am Freitag greift im Bodenfeld von Benelux her eine flache
Tiefdruckrinne auf West- und Nordwestdeutschland über und kommt am Samstag nur
langsam ein wenig nach Osten voran, während sich ein durch den Rücken gestütztes
Hochdruckgebiet über dem östlichen Mitteleuropa bzw. Osteuropa noch etwas
verstärkt. Damit kann sich die Advektion heißer Tropikluft ins Vorhersagegebiet
noch verstärken. Bereits an den Vortagen erreichten die Maxima in Frankreich
Rekordwerte von 40 bis 45 Grad, und diese Luftmasse macht sich nun auf den Weg
nach Mitteleuropa. T850 hPa steigt am Freitag auf 20 bis 24 Grad, am Samstag
sogar noch ein wenig darüber, was zu dieser Jahreszeit wohl rekordverdächtig
sein dürfte. Die Prognosesoundings zeigen eine hochreichende Mischungsschicht
(bis 700 hPa; eigentlich handelt es sich schon um eine Art kontinentale
Tropikluftmasse).
Somit ist diese Luftmasse hochreichend labil geschichtet mit steilen Lapse Rates
und vor allem im Bereich der Tiefdruckrinne erreichen die Instabilitätsparameter
an beiden Tagen, vor allem aber am Samstag extreme Werte (2000 bis 3000,
kleinräumig sogar 4000 J/kg Cape, PPWs über 40 mm), wobei die Luftmasse vor
allem dort leicht gedeckelt ist. Was generell fehlt, ist ein Trigger für
Auslöse, kurzwellige Troganteile sind keine auszumachen.
Dennoch kann es mit Hilfe der Orographie an beiden Tagen, eher aber am Samstag,
vor allem im Bereich der Mittelgebirge für einzelne kräftige Gewitter reichen,
die dann rasch Unwetterpotenzial, vor allem aufgrund von Starkregen und Hagel
erreichen.
Im Fokus steht aber die Temperaturentwicklung. Bereits am gestrigen Montag
wurden in West- und Zentralfrankreich Maxima zwischen 40 und knapp 45 Grad
erreicht. Diese Luftmasse wird nun peu à peu Richtung Mitteleuropa advehiert.
Vor allem am Freitag scheint zudem landesweit die Sonne von einem nahezu
wolkenlosen Himmel, während sich am Samstag im Nordwesten ein paar Wolken
zeigen. Mit der Durchmischung klappt es am Freitag im Südwesten, am Samstag dann
auch in der Mitte und im Osten am besten, während die Luftmasse im Nordwesten
und Norden eher gedeckelt ist. Dort reicht es für Höchstwerte zwischen 32 und 38
Grad, wobei der Schwülegrad der Luftmasse aufgrund des Deckels und der dadurch
bedingten höheren Taupunkte extrem hoch sein dürfte. Lediglich an
Küstenabschnitten mit auflandigem Wind bleibt es angenehmer.
Ansonsten dürften aber am Freitag im Südwesten und Westen, am Samstag dann über
die Mitte bis in die Osthälfte zumindest gebietsweise die 40 Grad fallen,
zahlreiche Junirekorde werden erreicht, auch der absolute Deutschlandrekord für
den Juni von 39,6 Grad dürfte locker und deutlich überschritten werden.
Ob es sogar für den absoluten Deutschlandrekord (41,2 Grad) reicht, hängt vom
Saharastaubeintrag ab, der in einem Bogen über die Iberische Halbinsel und die
Britischen Inseln von Westen her nach Deutschland advehiert wird und die
Einstrahlung ein wenig hemmt. Nach Lesart der aktuellen Modelle soll er grade im
Südwesten her gering ausfallen, dann könnte sogar dieser Rekord fallen.
Angesichts der Maxima in Frankreich wären ohne Saharastaubeintrag Maxima bis
nahe 43 Grad denkbar!
Grüsslis
Fabienne (Muri bei Bern, 560 m)
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Matthias_BL
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Re: Hitzewelle zweite Junihälfte 2026
Jens bringt es auf den Punkt und erklärt es auch sehr anschaulich. Habe ihn vor Jahren mal in Hamburg getroffen.Federwolke hat geschrieben: ↑Di 23. Jun 2026, 17:00 Auszug aus S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Dienstag, den 23.06.2026 um 10.30 UTC (Autor Jens Winninghoff)
Selbst 2003 hätte ich jemandem, der sowas schreibt, noch den Vogel gezeigt. Und jetzt haben wir zumindest statistisch gesehen noch nicht mal Hochsommer. Wer spätestens jetzt nicht aufwacht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Aber die Kommentarspalten sind voll von "ist halt Sommer", "hat es schon immer gegeben" usw...
Danke für den Beitrag.
- Rontaler
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Re: Hitzewelle zweite Junihälfte 2026
Ich sehe hier den medialen Extremismus (aktuell Begriffe wie "Gluthitze" und "Hitzehammer") infolge der häufig zu wenig vorsichtig/ausgewogen formulierten Berichten vieler Wetterbüros als Ursache dieses Phänomens der passiven Resistenz, den (menschengemachten) Klimawandel eindeutig als Ursache dieser Wetterextreme zu akzeptieren. Ein Beispiel zur Veranschaulichung:Federwolke hat geschrieben: ↑Di 23. Jun 2026, 17:00 Wer spätestens jetzt nicht aufwacht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Aber die Kommentarspalten sind voll von "ist halt Sommer", "hat es schon immer gegeben" usw...
Hochstufen der Hitzewarnung & MeteoSchweiz-Blog von heute: https://www.meteoschweiz.admin.ch/ueber ... hweiz.html
Mit keinem Wort werden allfällige Unsicherheiten (Abschattung durch Gewitterschirme, Saharastaub und andere Aerosole) punkto der zu erwarteten Temperaturmaxima erwähnt. Folglich geht Otto Normalbürger davon aus, dass es täglich tatsächlich überall in den bewarnten Gebieten mind. 34-37 Grad heiss wird. Wie wir aber z. B. heute exemplarisch gesehen haben, reichen ein bis zwei über Stunden blubbernde Gewitterherde über dem Schwarzwald (oder analog den Alpen) aus, um die Tagesmaxima teilweise bereits um 14 Uhr effektiv zu kappen. In so einem Fall gäbe es statt 34-37 Grad eben "nur noch" 30-33 Grad. Zusätzlich zu den tieferen Maxima käme der Eindruck stark bewölkter Nachmittage dazu, sodass sich Otto Normalbürger sagt "mal wieder typisch, hysterisch geschrien und übertrieben, also wie immer nicht ernst zu nehmen". Dann wird heutzutage meist noch eine (absurde) politische Agenda hineininterpretiert und so weiter.
Auch SRF Meteo schreibt heute als Headline: "Noch keine Abkühlung in Sicht. Im Verlauf der Woche steigen die Temperaturen auf 34 bis 39 Grad."
Das Szenario, dass die kolportierten noch höheren Tagesmaxima gar nicht (verbreitet) erreicht werden könnten, ist aus meiner Sicht durchaus realistisch. Man muss mir nicht erzählen, es gäbe nun von Donnerstag bis Samstag (oder Sonntag) plötzlich keine verbreitete Gewitteraktivität mehr in den Alpen. Wenn nun in den kommenden Tagen das Köcheln in den typischen Gebieten wie z. B. von den Waadtländer Alpen über das Berner Oberland bis zum Hohgant bereits am Mittag und frühen Nachmittag einsetzt und diese Cirrenschirme weite Teile der Deutschschweiz stundenlang abschatten, ist die rekordverdächtige Hitze plötzlich vom Tisch, ganz egal wie warm die Luft in der Höhe sein mag.
Ich will die Hitze nicht relativieren. Es kann gut sein, dass ich einige gewichtige Parameter nicht auf dem Radar habe und die Hitze kann sich tatsächlich noch steigern. Die Diskussion bezüglich transparenter Berichterstattung, gerade auf offiziellen Kanälen, scheint mir aber noch deutlich zu wenig geführt. Da könnte man der breiten Bevölkerung und den (Boulevard)Medien viel Wind aus den Segeln nehmen, würde man Unsicherheiten besser erläutern und mehr betonen.
Zuletzt geändert von Rontaler am Di 23. Jun 2026, 21:05, insgesamt 2-mal geändert.
Wetterfanatisch mit Leib und Seele. 

