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(Alb-)Träume 2026
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DomE
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Re: (Alb-)Träume 2026
2 Wochen ununterbrochen klar über 30 in Zürich. Wie viel mal hat es das schon mal gegeben. Vielleicht will dieser Sommer 1540 Konkurrenz machen. Dort weiss man einfach nicht wie heiß es war.
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Markus Pfister
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Re: (Alb-)Träume 2026
Passt am besten in den Alptraum-Thread: Flachland vor allem gegen Westen zu: Vielleicht besser mal die Daumen drücken oder vorsorglich Regen-Ritual abhalten, denn Ecmwf probiert einen Luftmassenwechsel ohne flächigen Regen, und danach wieder Hochdruckwetter. Nicht mehr die Superhitze aber halt doch weitgehend trocken.
Beste Chancen für Nässe durch Gewitter, in den kommenden Tagen bevor das neue Hoch kommen soll: Jura, Alpen, Voralpen, Tessin...
...sowie der Kanton Zürich. Diese vage Einschätzung wegen den 40-60 mm "Vorteil" in den Böden vom 19. Juni, als über der Stadt Zürich die Superkonvergenz ausleerte. Warum kann diese Zusatz-Bodenfeuchte auch nach 10 Tagen im Extremfall noch wirken? Wenn es windschwach bleibt und der Luftdruck langsam sinkt, bilden sich über dieser Region Quellwolken, die ein Bisschen grösser und höher werden als westlich und östlich davon. Der Unterschied zum Aargau und Thurgau ist nicht sehr gross, aber kann trotzdem noch gross genug sein, dass bei allgemein noch leicht gedeckelter Lage die Initiation über Zürich passiert (auch unmittelbar vor einer Kaltfront). Dann wirkt ein grösserer entstehender Gewittercluster entlastend auf die Labilität auf der ganzen Nordseite, plus Abschattung durch Wolkenschirme. Das Gewitter saugt quasi die Nachbarkantone leer, und legt dann wiederum das Fundament für die nächste Lage. Kommt noch dazu, dass auch nochmals ein ähnliches Outflow-Szenario von Alpen und Schwarzwald her passieren kann. Denn auch dort ist die Geschichte vom 19. Juni noch schwach lesbar in der Bodenfeuchte und damit auch in der Evapotranspiration "eingestanzt". So kann sich eine Feuchteverteilung im Extremfall eine ganze Sommer-Saison als permanentes schwaches "Vorteil-Signal" auswirken, und die Leute kommen dann auf Schlussfolgerungen, die man manchmal hört: Das erste Gewitter des Sommers gibt die Richtung an und weitere Lostag-Regeln.
Etwas, dass diese Vorgeschichte resetten könnte ist eine allgemeine nasse Troglage von ein paar Tagen, nur sehe ich diese nicht in den Modellkarten. Im Moment zeichnet sich für Mittwoch eine Kaltfront ab, aber die hat ein gewisses Frustpotential, wenn ich das richtig sehe, weil der Nordwestwind früh stabilisiert. Dahinter rascher Druckanstieg. Dann bleibt vor allem das westliche Mittelland unter Umständen komplett trocken. Ja, ich höre die Buhrufe, ich hoffe selbst auch auf ein anderes Szenario.
Gruss
Markus
Beste Chancen für Nässe durch Gewitter, in den kommenden Tagen bevor das neue Hoch kommen soll: Jura, Alpen, Voralpen, Tessin...
...sowie der Kanton Zürich. Diese vage Einschätzung wegen den 40-60 mm "Vorteil" in den Böden vom 19. Juni, als über der Stadt Zürich die Superkonvergenz ausleerte. Warum kann diese Zusatz-Bodenfeuchte auch nach 10 Tagen im Extremfall noch wirken? Wenn es windschwach bleibt und der Luftdruck langsam sinkt, bilden sich über dieser Region Quellwolken, die ein Bisschen grösser und höher werden als westlich und östlich davon. Der Unterschied zum Aargau und Thurgau ist nicht sehr gross, aber kann trotzdem noch gross genug sein, dass bei allgemein noch leicht gedeckelter Lage die Initiation über Zürich passiert (auch unmittelbar vor einer Kaltfront). Dann wirkt ein grösserer entstehender Gewittercluster entlastend auf die Labilität auf der ganzen Nordseite, plus Abschattung durch Wolkenschirme. Das Gewitter saugt quasi die Nachbarkantone leer, und legt dann wiederum das Fundament für die nächste Lage. Kommt noch dazu, dass auch nochmals ein ähnliches Outflow-Szenario von Alpen und Schwarzwald her passieren kann. Denn auch dort ist die Geschichte vom 19. Juni noch schwach lesbar in der Bodenfeuchte und damit auch in der Evapotranspiration "eingestanzt". So kann sich eine Feuchteverteilung im Extremfall eine ganze Sommer-Saison als permanentes schwaches "Vorteil-Signal" auswirken, und die Leute kommen dann auf Schlussfolgerungen, die man manchmal hört: Das erste Gewitter des Sommers gibt die Richtung an und weitere Lostag-Regeln.
Etwas, dass diese Vorgeschichte resetten könnte ist eine allgemeine nasse Troglage von ein paar Tagen, nur sehe ich diese nicht in den Modellkarten. Im Moment zeichnet sich für Mittwoch eine Kaltfront ab, aber die hat ein gewisses Frustpotential, wenn ich das richtig sehe, weil der Nordwestwind früh stabilisiert. Dahinter rascher Druckanstieg. Dann bleibt vor allem das westliche Mittelland unter Umständen komplett trocken. Ja, ich höre die Buhrufe, ich hoffe selbst auch auf ein anderes Szenario.
Gruss
Markus
Zuletzt geändert von Markus Pfister am Sa 27. Jun 2026, 12:38, insgesamt 2-mal geändert.
- Willi
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Re: (Alb-)Träume 2026
Das würde mich freuen, viel Gewitter über meiner Terrasse und drumherum alles trocken. Ab heute gilt hier ein Feuerverbot in den Wäldern. Es gibt Leute, die finden das unnötig, da es am Montag flächig regnen soll. Falls nicht, würde wohl zumindest der Saugnapf wirkenDas Gewitter saugt quasi die Nachbarkantone leer, und legt dann wiederum das Fundament für die nächste Lage.
Aber eines ist sicher: heiss ist es hier genauso wie anderswo.
Gruss Willi
Immer da wenn's wettert
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Simon 8542
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Re: (Alb-)Träume 2026
Unnötig oder nicht, das kann ich nicht beurteilen. Aber die Art und Weise, wie der Kanton ZH Feuerverbote erlässt und kommuniziert, finde ich immer wieder erschreckend und ist immer wieder Anlass für Ärger.Willi hat geschrieben: Sa 27. Jun 2026, 14:17Ab heute gilt hier ein Feuerverbot in den Wäldern. Es gibt Leute, die finden das unnötig, da es am Montag flächig regnen soll.
Im aktuellen Fall:
- Die Wetterlage hat sich am Freitagmorgen ja nicht überraschend geändert, sondern die Hitzewelle war schon lange angekündigt. Wenn ein Feuerverbot ab Fr 12:00 gelten soll, warum kann man das nicht am Donnerstag kommunizieren? Stell dir vor, du bist am Fr unterwegs in der Natur mit einer Gruppe - da bekommst du das Feuerverbot gar nicht mit - oder wenn dus mitbekommst, bist du irgendwo unterwegs, wo es vielleicht gar keine Möglichkeit gibt, neues Mittagessen zu kaufen, das nicht gekocht/gebrätelt werden muss.
- Im Kanton ZH ist immer im ganzen Kanton die gleiche Gefahrenstufe. Aber am Hörnli war es in den letzten Wochen viel trockener als in der Region Zürich. Es macht in einem so grossen Kanton einfach keinen Sinn.
- Alle Nachbarkantone ausser AG haben kein Feuerverbot. Warum ausgerechnet Zürich, wo es noch am meisten geregnet hat?
- Diesmal wurde die Zwischenstufe Feuerverbot ausserhalb von befestigten Feuerstellen übersprungen. Am Fr-Morgen durfte man noch frei irgendwo im Wald Feuer machen, am Nachmittag nicht einmal mehr in befestigten Feuerstellen. Wenn es eine plötzliche massive Verschärfung der Gefahr gegeben hätte (zB Föhnsturm), dann würde das ja Sinn machen. Aber so? Hat man es zuvor verschlafen, ein Feuerverbot light zu machen in den Tagen davor? Oder übertreibt man es jetzt? Ich kann es nicht beurteilen.
Und dann die Kommunikation:
Ich habe ein Mail von einem Freund erhalten mit der Info, weil wir vom Feuerverbot direkt betroffen sind. Ich versuchte es dann zu verifizieren, aber sowohl das BAFU wie auch der Kanton ZH hatten auf ihren Homepages, die über aktuelle Waldbrandverbote informieren sollten, die Info drauf, im Kanton ZH gälten keine Einschränkungen (und das max. 2h vor dem Beginn des totalen Feuerverbots). Da haben offenbar die Medien andere Infos erhalten, als für die Bevölkerung öffentlich zugänglich waren.
Umgekehrt ist es auch schon geschehen, dass es von Freitagabend bis Sonntagmorgen durchgeregnet hat, alles war am Sonntag pflotschnass, aber das Feuerverbot wurde erst am Montag aufgehoben. Sah so aus, als würde sich am Wochenende gar niemand um ein Update kümmern im Kanton ZH... Das ist einfach ärgerlich, weil so viele Anlässe dann unnötig abgesagt/verschoben werden müssen oder mit nur kaltem Essen auskommen müssen.
- Federwolke
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Re: (Alb-)Träume 2026
Viele haben wahrscheinlich gestern die Siebenschläfer-Prognose vermisst. Wie ich in der letztjährigen Bilanz schrieb, hat die Erstellung einer solchen Prognose am 27. Juni in den letzten Jahren vermehrt Schiffbruch erlitten. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wäre dies auch jetzt der Fall:
Juli 2026 so?

Oder vielleicht doch so?

Zwischen den beiden Modellläufen liegen gerade mal 24 Stunden. Und genauso viel "dazwischen" wird vom Modell in weiteren Läufen aufgetischt. Das Modell ist mit der Situation eines völlig überhitzten Kontinents bei gleichzeitiger Kaltwasseranomalie im Nordatlantik völlig überfordert. Ich vermute, wir werden wie 2015 beide Szenarien sehen. Aber nicht als Gesamtmonatsbilanz, sondern in einzelnen Witterungsabschnitten. Achterbahnfahrt wie schon das ganze Jahr. Wobei es nahe liegt, dass die heissen Abschnitte die kühlen mehr als kompensieren werden. Die ordentliche Juli-Prognose gibt es ja bereits am Mittwoch, bis dahin dürfen sich die Modelle gerne noch etwas einfallen lassen...
Juli 2026 so?

Oder vielleicht doch so?

Zwischen den beiden Modellläufen liegen gerade mal 24 Stunden. Und genauso viel "dazwischen" wird vom Modell in weiteren Läufen aufgetischt. Das Modell ist mit der Situation eines völlig überhitzten Kontinents bei gleichzeitiger Kaltwasseranomalie im Nordatlantik völlig überfordert. Ich vermute, wir werden wie 2015 beide Szenarien sehen. Aber nicht als Gesamtmonatsbilanz, sondern in einzelnen Witterungsabschnitten. Achterbahnfahrt wie schon das ganze Jahr. Wobei es nahe liegt, dass die heissen Abschnitte die kühlen mehr als kompensieren werden. Die ordentliche Juli-Prognose gibt es ja bereits am Mittwoch, bis dahin dürfen sich die Modelle gerne noch etwas einfallen lassen...
Grüsslis
Fabienne (Muri bei Bern, 560 m)
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Peter aus Hünenberg
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Re: (Alb-)Träume 2026
:Hier in der Reussebene richtung AG sind schon viele Wiesen brau, der Jungmais welkt und ohne wässern(so lange es noch erlaubt ist),geht das richtung Totalschaden
Wohl denen, die in dieser Woche noch etwas Niederschlag bekommen....1947 lässt grüssen
Zuletzt geändert von Peter aus Hünenberg am So 28. Jun 2026, 13:52, insgesamt 3-mal geändert.
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flowi
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Re: (Alb-)Träume 2026
same herePeter aus Hünenberg hat geschrieben: So 28. Jun 2026, 13:47 Hier in der Reussebene richtung AG sind schon viele Wiesen brau, der Jungmais welkt und ohne wässern(so lange es noch erlaubt ist),geht das richtung Totalschaden...
Unsere Viehweiden verdorrt, die Wiesen auch (aktuelles Foto unten).
Es wird zugefüttert im Stall, wohin sich unsere Rinder von Sonnenauf-bis Untergang vor der Hitze und den Stechinsekten flüchten.
Die Auswirkungen der Hitze und Dürre für den Wald werden sich erst noch zeigen...
Eine sich anbahnende Katastrophe, schon wieder...

Zuletzt geändert von flowi am So 28. Jun 2026, 14:25, insgesamt 1-mal geändert.
- Willi
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Re: (Alb-)Träume 2026
Auch die Meerwassertemperaturen haben auf das Hitzehoch reagiert. Im Mittelmeer, in der Biscaya, der Nord- und Ostsee ist es z.T. über 5 Grad zu warm. Wenn man an das Prinzip der positiven Rückkopplung glaubt, dann ist das nächste Hitzehoch nicht mehr weit. Nr. 1 war Ende Mai, Nr. 2 jetzt, Nr. 3, 4 und 5 noch diesen Sommer. Ich tippe mal darauf, dass die Abstände zwischen den Hochs immer kürzer werden, bin aber auch froh, wenn es nicht so kommt.
Und das Ganze bei einem strammen El Nino. Keine Ahnung, ob es auch da eine Rückkopplung gibt.
Quelle: https://www.ospo.noaa.gov/products/ocean/sst/anomaly/

Und das Ganze bei einem strammen El Nino. Keine Ahnung, ob es auch da eine Rückkopplung gibt.
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Gruss Willi
Immer da wenn's wettert
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Re: (Alb-)Träume 2026
Der 40er in Basel muss unbedingt noch her!
Ist zwar "nur" ein GFS 6er, aber man weiss ja nie:


Grüsslis
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