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Grösse von Schneeflocken aus Blitzlichtaufnahmen

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Willi
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Grösse von Schneeflocken aus Blitzlichtaufnahmen

Beitrag von Willi » Fr 15. Dez 2017, 10:01

Gestern hatte ich behauptet, dass die Leintücher, die gestern abend ca. 1930 Uhr vom Himmel fielen, etwa die Grösse von Pingpongbällen hatten.

Nun behaupte ich, dass die Grösse der Schneeflocken aus Blitzlichtaufnahmen ganz einfach bestimmt werden kann, weil nämlich die Schneeflocke einen Schatten im Blitzlicht auf der resultierenden Bildaufnahme generiert. Der Schatten ist auf dem Bild gegenüber der Schneeflocke etwas seitlich verschoben, weil ja das Blitzlichtgerät ebenfalls gegenüber dem Objektiv seitlich verschoben ist. Die Verschiebung entspricht dem Abstand zwischen Blitzlichtgerät und Objektiv, bei meiner Kamera 6.4 cm. Also ist die Distanz zwischen Schneeflocke und deren Schatten der Massstab, an welchem der Durchmesser der Schneeflocke gemessen werden kann.

Angewendet auf untenstehendes Bild: es gab "Leintücher", welche locker 5 cm Durchmesser oder mehr erreichten.

Stimmt diese Überlegung, oder ist irgendwo ein Haken, den ich nicht sehe?

UPDATE: stimmt nicht, der Abstand zwischen Schneeflocke und Schatten vergrössert sich mit zunehmender Distanz des Hintergrundes zur Kamera. Aber irgendwie sollte es möglich sein, oder nicht?

Gruss Willi

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Matthias_BL
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Re: Grösse von Schneeflocken aus Blitzlichtaufnahmen

Beitrag von Matthias_BL » Fr 15. Dez 2017, 10:41

Hoi Will,

Ja ich glaube das geht. Nehmen wir an von der Kamera bis Schatten an der Mauer sind es 6m und der Schatten der dort geworfen wird hat einen Durchmesser von z.B. 25cm und die Flocke fällt 1.5m vor deiner Nase runter, dann ist es ein Dreisatz: 25cm Schatten / 6 * 1.5 = 6.25cm Flocke. Glaub ich :lol: .

Gruss
Matthias
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Willi (Fr 15. Dez 2017, 13:34)

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Re: Grösse von Schneeflocken aus Blitzlichtaufnahmen

Beitrag von Willi » Fr 15. Dez 2017, 14:00

Genau, der Dreisatz ist fundamental. Man muss die Distanz zwischen Kamera und der Schneeflocke kennen. Diese lässt sich aus der Distanz zum Schatten auf der Hausmauer und dem Abstand zwischen der Projektion der Flocke und des Schattens auf der Hausmauer mit Dreisatz berechnen.
Durchrechnen mit dieser Flocke.

Bild

Länge des roten Strichs auf der Hausmauer = 26 cm
Distanz der Hausmauer zur Kamera = 900 cm
Distanz der Flocke zur Kamera = 900*6.4/26 = 222 cm (6.4 = Abstand zwischen Blitz und Objektivmitte
Höhe des Bildes in der Distanz 222 cm = 222*1.58/1.6 mm = 219 cm (1.58 = Sensorhöhe in cm, 1.6 = Brennweite in cm)
Höhe eines Pixels = 222/4000 = 0.0555 cm
Höhe der Schneeflocke = 70 Pixel = 70*0.0555 cm = 3.9 cm
(gerechnet mit Sony Alpha 6000)

Das passt jetzt recht gut zur viel einfacheren Methode, bei welcher man die Länge des roten Strichs auf 6.4 cm setzt. Wenn der Abstand zwischen Flocke und Hausmauer gross ist, könnte dies ok sein. Je näher die Flocke bei der Hausmauer zu Boden fällt, umso grösser der Fehler, den man dabei macht.

Gruss Willi
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Re: Grösse von Schneeflocken aus Blitzlichtaufnahmen

Beitrag von Federwolke » Fr 15. Dez 2017, 14:12

Hätten die Prüfungsfragen für die Mathe-Matur aus solchen Aufgaben bestanden, hätte es bei mir vielleicht doch noch für ein "Genügend" gereicht :lol:

Beim vergrössert abgebildeten Leintuch handelt es sich übrigens nicht um eine Schneeflocke, sondern um deren ungefähr 10, die zusammengepappt sind. Und schon beginnt die Rechnerei von vorne ;)
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Re: Grösse von Schneeflocken aus Blitzlichtaufnahmen

Beitrag von Microwave » So 17. Dez 2017, 15:44

Darum bekommt man das nur bei Starkschneefall und leichter Tau-Tendenz fertig... :)

Grüsse - Microwave
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