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Mittelfrist / Langfrist Herbst 2017

Alles zu (Un)wetter und Klima relevant für die Schweiz
Furion
 
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Re: Mittelfrist / Langfrist Herbst 2017

Beitragvon Furion » Mo 20. Nov 2017, 21:23

Joa joa wenn das so kommt wär das gar nicht so schlecht. Jetzt erstmal ein wenig Badewetter und dann gibt's wieder die Kältekeule.
Alles in allem läuft Wettertechnisch schon was in letzter Zeit, bin da sehr zufrieden und bin nicht abgeneigt wenn der Dezember wieder mal ein wenig aufdreht.
Ich meine zwei Jahre in folge Omadezember ist ja genug.

Gruss Furion

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Tinu (Männedorf)
 
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Re: Mittelfrist / Langfrist Herbst 2017

Beitragvon Tinu (Männedorf) » Di 21. Nov 2017, 11:21

Das wird kein 2016-Revival diesmal. Die Südwestphase dauert nur 2-3 Tage. Ausserdem verläuft das alles sehr zonal und dynamisch, ein Biskaya-Tief-Schneebrenner sieht anders aus.

Samstag:
Bild

Danach packt es sofort wieder Neuschnee drauf, folgend mit kräftiger Austrogung über Mitteleuropa, die sich nach derzeitigem Stand verewigt.

Sonntag/Montag:
Bild

Ich sehe die Parallelen zum letzten November/Dezember derzeit beim besten Willen nicht. Das war eine andere Hausnummer 2016. Damals klassisches Biskaya-Tief mit Abtropfen über der iberischen Halbinsel und nachfolgend persitentem Keileinfluss über Mitteleuropa:
Bild
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Bremgarten
 
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Re: Mittelfrist / Langfrist Herbst 2017

Beitragvon Bremgarten » Di 21. Nov 2017, 21:42

Bild
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Federwolke
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Re: Mittelfrist / Langfrist Herbst 2017

Beitragvon Federwolke » Mo 4. Dez 2017, 11:26

Zum Abschluss noch die November-Analyse. Fazit: Winterwetter aus Nordwest wird im Flachland zunehmend schwierig:

http://www.fotometeo.ch/trueb-feucht-un ... mber-2017/

Es ist übrigens auf der Monatsgrafik von MeteoSchweiz sehr schön zu sehen, dass der November in den Niederungen eine leichte positive Abweichung bei der Temperatur aufweist, in den Bergen war er hingegen etwas unterkühlt. Dasselbe Muster zeigt sich in Österreich. Auffällig ist das generelle Defizit an Sonnenschein, das jedoch in den typischen Nebelgebieten ins Gegenteil kippt: Genfersee, Seeland, Bodenseeraum, Donauraum und Wienerbecken hatten etwas mehr Sonne als im langjährigen Schnitt. Erklärbar durch weniger Inversionslagen, bewölkte Nächte und somit weniger Auskühlung in Bodennähe trotz häufig vorhandener Höhenkaltluft.

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Tinu (Männedorf)
 
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Re: Mittelfrist / Langfrist Herbst 2017

Beitragvon Tinu (Männedorf) » Mo 4. Dez 2017, 12:07

Dazu passend:

https://www.zsz.ch/horgen/der-kalte-nov ... y/10502498

Hier der Artikel (Bezahlschranke):

WETTER
Der kalte November war eigentlich zu warm

Schnee, Wind und Kälte: So wird der diesjährige November in Erinnerung bleiben. Allerdings täuscht der Eindruck. Klimatologisch war der Monat zu warm.

Der Himmel ist tief mit Wolken verhangen, eine zügige Bise weht um die Häuser und Flocken tanzen vom Himmel: Als kalt und winterlich wird dieser November wohl den meisten Bewohnern der Zürichseeregion in Erinnerung bleiben. Allerdings täuscht der Eindruck: In den tieferen Lagen des Mittellandes (unterhalb 1000 Meter) war der November nämlich zu warm. An der Messstation Wädenswil lag die Tages-Durchschnittstemperatur bei 5,1 Grad – und damit 0,4 Grad über der Norm der Referenzperiode 1981 bis 2010. «Dieser November war also nicht kalt, sondern eher durchschnittlich», sagt Stephan Bader, Klimatologe von Meteoschweiz. Erstellt man eine «Hitliste» der kältesten November seit Messbeginn (1981) in Wädenswil, dann landet der November 2017 nur auf Rang 20 (in 37 Messjahren). Den kältesten November erlebte die Region demnach im Jahr 1985. Damals brachte es der Herbstmonat auf eine Tages-Durchschnittstemperatur von 1,8 Grad.

Die zehn kältesten Novembermonate seit Messbeginn in Wädenswil (Tages-Durchschnittstemperatur in Grad):

1985, 1.8
1993, 1.9
1999, 2.2
1998, 2.2
1988, 3.0
1989, 3.1
2007, 3.4
2001, 3.4
1983, 3.8
1995, 4.0

Dass dieser November zu warm war mag angesichts des oftmals garstigen Wetters in den letzten Wochen unverständlich sein. Meteorologisch ist es aber erklärbar. Die Kaltfronten, welche die Zürichsee-Region in diesem November mehrfach erreichten, kamen meistens aus Nordwesten. Die dazu gehörenden Luftmassen waren arktischen Ursprungs. Allerdings überquerte diese Polarluft auf ihrem Weg zum Alpenraum die rund 10 Grad warme Nordsee – und wurde so deutlich abgemildert. Was letztlich im Alpenraum und damit auch am Zürichse ankam war zwar kühl – aber es reichte eben nicht aus, um die Schneefallgrenze ganz bis ins Flachland sinken zu lassen.

«Hudelwetter» ist nicht gleich Flachlandwinter

Das bestätigt eine alte meteorologische Faustregel: Nordwestlagen bringen zwar windiges «Hudelwetter», aber in der Regel keine sehr tiefen Temperaturen. Dafür muss die Luft aus einer anderen Richtung kommen. Bei Kaltlufteinbrüchen aus Osteuropa oder Russland überquert die herangeführte Luft keine grösseren Wasserflächen und wird demnach auch nicht erwärmt. Was sich also im Osten Europas kalt auf den Weg macht, kommt am Zürichsee auch kalt an. So kam auch der November 1985 zustande, der in Wädenswil der kälteste seit Messbeginn war. Ab etwa der Monatsmitte wurden zunächst kalte Luftmassen aus Russland in die Zürichseeregion geführt – und liessen die Temperatur weit unter den Gefrierpunkt sinken. Vom 25. bis 28. November 1985 folgte dann zusätzlich noch Arktisluft aus Norden nach. (zsz.ch)
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