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Atomkraftwerke

Erdbeben, Kameras, Forumkritik usw.
flowi
 
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Re: Atomkraftwerke

Beitragvon flowi » Do 10. Jul 2014, 22:54

Alfred hat geschrieben: Wer hat die Löcher gebohrt? Die Mannschaft?
Oder waren das so irgendwelche Studenten aus A, welche keinen
handwerklichen Verstand haben und durch ein Subunternehmen
beaufsichtigt wurden? Entschuldigung, wenn mir so Komisches und
Absurdes in den Sinn kommt! Gruss, Alfred

Alfred, das mit den Studenten lässt sich nicht verifizieren, der Vorfall liegt ja auch schon knapp 6 Jahre zurück.
Ich bitte Dich, das lässt sich jetzt nicht mehr so einfach rekonstruieren.
"Satire off"

"Realsatire on":
Interview mit dem (noch) amtierenden Leiter des KKL:
http://www.badische-zeitung.de/kreis-wa ... tellen-x1x

:help:
Zuletzt geändert von flowi am Do 10. Jul 2014, 23:19, insgesamt 2-mal geändert.

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Alfred
 
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Re: Atomkraftwerke

Beitragvon Alfred » So 13. Jul 2014, 21:40

Hoi

Sollten/müssten wir wegen der Sensorschwäche auf dem Jungfraujoch,
die AKW s eigentlich nicht abschalten :help: ?
Bild
Quelle: http://eurdep.jrc.ec.europa.eu/Basic/Pa ... fault.aspx

Alfred

-Urbi-
 

Re: Atomkraftwerke

Beitragvon -Urbi- » So 20. Dez 2015, 12:40

Zitate:
"Keine Gefahr für die Bevölkerung" :warm:

BELGIEN
Immer wieder Zwischenfälle

Die Anlage rund 70 Kilometer westlich von Aachen steht seit längerem in der Kritik. Reaktorblock Tihange 2 war erst vor Kurzem - trotz vehementen Protests aus Deutschland - wieder ans Netz gegangen. Er wurde zuletzt im März 2014 abgeschaltet, nachdem Haarrisse am Reaktorbehälter entdeckt worden waren. Die belgische Nuklearaufsichtsbehörde kam aber zu dem Ergebnis, dass keine Gefahr bestehe. Im September gab es in Tihange 1 Probleme mit einer Wasserpumpe, im vergangenen Jahr brannte es in Block 3.


Am Freitagabend hatte sich der Reaktorblock 1 des Kernkraftwerks nach einem Brand im nicht-nuklearen Bereich automatisch abgeschaltet. Die Feuerwehr habe die Lage schnell unter Kontrolle gehabt, teilte der Betreiber Electrabel mit. Der Zwischenfall habe keine Auswirkungen auf die Arbeiter, die Bevölkerung oder die Umwelt. Es liefen Ermittlungen nach der Brandursache.

http://www.deutschlandfunk.de/atomkraft ... _id=340345

Woher weht der Wind?

Gruss
Urbi
Zuletzt geändert von -Urbi- am So 20. Dez 2015, 12:41, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Atomkraftwerke

Beitragvon Uwe/Eschlikon » Fr 25. Dez 2015, 00:45

Ich muss doch etwas dazu sagen:
In Relation zur Gefährdung von Menschen (Bevölkerung) sind solche hochsterilisierten "Störfälle" ein Nichts, unbedeutend, vernachlässigbar. Denn wenn es in einem Nebenraum des Reaktorblocks brennt oder einen Kurzschluss gibt, ist das gleich ein "Störfall", obschon es den Betrieb eines Reaktors in keiner Weise stört. Aber medial wird es zum Störfall gemacht. Warum?

In Relation zur Gefährdung von Menschen kam es zB. 2014 in der Schweiz exakt zu 17'803 strassenverkehrsbedingten Unfällen mit Personenschaden, also 17'803 Menschen wurden getötet (genau 229), schwer verletzt (3'818) oder leichter verletzt (13'756). Mit Glück liest man diese Zahl(en) irgendwo als 3-Zeiler in einer Tageszeitung. That's it. Gehört eben dazu. Fast alle fahren Auto. Ist eben das Risiko. Wird darüber diskutiert, den Verkehr stillzulegen? Wohl kaum. Strom braucht auch jeder und zu jeder Tages- und Nachtzeit. Wie viele Menschen sind denn 2014 aufgrund Schweizer AKW-Störfälle getötet oder verletzt (verstrahlt) worden? 0, Zero, Keiner!

Das was in Fukushima passierte, möchte ja niemand. Es möchte aber auch niemand auf dem Fussgängerstreifen zu Tode gefahren werden. Dennoch steigen wir (viele oder die meisten) täglich ins Auto und brausen los. Oder laufen mit dem Handy in der Hand über den Fussgängerstreifen...

Ist Risiko nicht gleich Risiko?

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Re: Atomkraftwerke

Beitragvon Andreas (Langnau) » Fr 25. Dez 2015, 08:32

Uwe/Eschlikon hat geschrieben:Ist Risiko nicht gleich Risiko?

Nein, Risiko ist nicht gleich Risiko. Es gibt objektives, subjektives, individuelles und kollektives Risiko.

Lesestoff hierzu:

Risikokompetenz Beurteilung von Risiken:
http://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downl ... cationFile

Ein Beitrag zur ganzheitlichen Sicherheitsbetrachtung des Bahnsystems:
http://www.qucosa.de/fileadmin/data/quc ... 8-3510.pdf

Risiken im Strassenverkehr und durch Störfälle in AKW haben wenig miteinander zu tun.
Ferner sind die langfristigen Risiken der Entsorgung der atomaren Abfälle kaum quantitativ zu beziffern.
Andreas Strahm, Langnau i.E., 670 m.ü.M.

galaxuss
 

Re: Atomkraftwerke

Beitragvon galaxuss » Fr 22. Jan 2016, 18:43

Also ich finde, dass sich die Politik in dieser Hinsicht sehr gerne selbst wiederspricht. Einerseits wollen die, dass alle Atomkraftwerke möglichst schnell abgeschaltet werden, andererseits befürworten die indirekt die Atomkraft und handeln doch nicht. Ich finde, dass diese möglichst schnell alle abgeschaltet werden müssen.

Schnittlauch
 

Re: Atomkraftwerke

Beitragvon Schnittlauch » Mi 27. Jan 2016, 20:00

Risiko hat immer einen grossen Bezug zur Zeit, bzw. zum Zeitpunkt der Abschätzung.
Angesichts der zu erwartenden Unruhen in Europa hätten die AKWs bereits 2010 abgeschaltet werden müssen. Eventuell kann die Dinger plötzlich niemand mehr betreuen.

Das ganz liest sich sehr lustig, @Andreas:

Auf Seite 36:

5. Ethische / Soziale Dimension
Es kann heute nicht mehr nur um technisch errechenbare Risiken gehen. Heute müssen Risiken auch unter einer ethischen und sozialen Dimension gesehen werden. Die Schutzkommission diskutiert deshalb die Verantwortung des „Kompetenten Bürgers“* bei der Verringerung der Risiken. Dies betrifft beispielsweise die Sicherheit der kritischen Infrastrukturen, die von außen, aber auch von innen, gestört werden können und abhängig vom Verhalten der Bürgerinnen und Bürger sind.

Es muss darum gehen, die Zusammenhänge zwischen Kultur, Risikowahrnehmung und Katastrophenmanagement besser zu verstehen, so, z. B., den Einfluss des Klimawandels** in Ländern der Dritten Welt auf die Sicherheitsstruktur in Europa abzuschätzen.



Die Deutschen werden da wohl ein echtes Lehrstück absetzen in der nächsten Zeit!

Und nein, die Dinge welche in DE passieren werden haben nichts mit dem Klimawandel zu tun, eher mit einem "Youth Bulge". Soviel eventuell zu den Risiken der Entwicklungshilfe...?

Ich habe mich beim Lesen des Dokuments köstlich amüsiert, danke an dich Andreas.

Kommt Zeit, kommt Risiko.

* Würde mich an dieser Stelle doch gleich interessieren was einen "kompetenten Bürger" ausmacht. Der ist aber leider nirgends genau definiert. Ob man ein kompetenter Bürger ist weiss man aber wohl erst später wenn man im Gefängnis sitzt. Da hat dann aber das persönliche Risikomanagement auch nicht gepasst oder die Gefahr war noch nicht erkennbar. Pech gehabt. Gibt da einige sehr üble Beispiele, ich denke da an Chile und Pinochet oder Kambodscha und Pol Pot. Dort wurde der "kompetente Bürger" halt eben mal so neu definiert, mit den entsprechenden Folgen.
** Welches Klima? Politisch?

Die Frage, wer sich in *Failed States* um die AKWs kümmert konnte mir bis heute keiner beantworten. Man geht wohl davon aus dass es *Failed States* nur dort gibt wo es immer schön warm ist. Auch eine nette Art von Kurzsichtigkeit.

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Alfred
 
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Re: Atomkraftwerke

Beitragvon Alfred » Fr 3. Feb 2017, 23:36


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Re: Atomkraftwerke

Beitragvon flowi » Sa 18. Feb 2017, 20:10

"Im Rahmen von standardisierten Funktionstests während des Wiederanfahrens kam es zu einer automatischen Abschaltung der Abgasanlage. Gemäss den Vorschriften wurde darauf die Anlage von Hand bei noch tiefer Reaktorleistung abgeschaltet.
... Dies ist nichts Ungewöhnliches ..."
https://www.ensi.ch/de/2017/02/18/kernk ... ranfahren/

:neinei:

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Re: Atomkraftwerke

Beitragvon Furion » Sa 18. Feb 2017, 22:45

Ja das ist wirklich nicht schlimmes, denn wenn die Maschinen mal eben ein halbes Jahr still stehen, kann es schon mal dazu kommen, dass sie dann beim erneuten Gebrauch mal streiken.
Die Abgasanlage ist ja auch im nicht nuklearen Teil, von dem her absolut kein Problem, ausserdem wurde alles nach Vorschrift abgewickelt, heisst die Anlage wurde runter gefahren. Also alles richtig gemacht, gibt keinen Grund das hochzuschaukeln.

Langsam geht mir das ständige Rumgehacke auf den AKWs ein bisschen auf den Geist, denn wir haben dort wirklich top Personal vom feinsten, war selber auch schon dort und habe es mit eigenen Augen gesehen.
Dort wird enorm genau gearbeitet und es ist alles genaustens geregelt, ich habe daher volles Vertrauen in diese Leute. Man sollte auch nicht vergessen, dass ohne die AKWS unsere Zivilisation mit ihrem Wohlstand nicht in der Form existieren würde. Aber ja, in Zukunft gibt es andere Lösungen, bis es aber soweit ist, braucht es noch einige AKWS. Vielleicht nicht in der Schweiz, aber in Europa braucht es noch ein paar, so viel ist klar.

Ich empfehle jedem mal ein AKW zu besichtigen, damit man mal sehen kann wie da gearbeitet wird. In unserem Land habe ich keine Bedenken, was andere Länder angeht gibt es schon mehr Bedenken. Wenn uns so ein Ding um die Ohren fliegen könnte, denke ich ganz sicher nicht als erstes an die Schweiz, da gibt es Kandidaten mit deutlich höherem Risiko...

Aber nochmals zu flowi:
Es ist wirklich NICHTS ungewöhnliches das eine Maschine nach einem halben Jahr Stillstand mal eben streikt.

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