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Wetterstations-Atlas: interaktive Karte mit offiziellen WS

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Federwolke
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Re: Wetterstations-Atlas: interaktive Karte mit offiziellen WS

Beitrag von Federwolke » Fr 29. Nov 2019, 22:27

Federwolke hat geschrieben:
Sa 28. Sep 2019, 19:39
Jetzt hoffe ich, dass das Wetter im Oktober noch einige Stationsbesuche zulässt. Vor dem PC kann ich dann wieder den ganzen Winter lang sitzen...
Pfffff... :-? Ende Oktober hat es sich nicht gelohnt, die Stationsbesuche aufzulisten, und im November ist dann auch nichts mehr hinzugekommen. Wie gesagt: Tonne auf, Herbst 2019 rein, Tonne zu. Neue Stationsbilder gibt es also nur von:

SwissMetNet: Lugano (Wiederholungsbesuch nach 5 Jahren... wie schnell doch die Zeit vergeht!)
Meteo Schweiz (Beobachtungsnetz für Flugwetter): Lugano-Agno
Arpa Lombardia: Lavena Ponte Tresa

Die etwas kuriose Jahresbilanz: 36 Stationsbesuche (27 von März bis Juni), davon 16 neu und 20 Wiederholungsbesuche, 2 im benachbarten Ausland

Das bedeutet im Gegenzug, dass der internationale Wetterstationsatlas an Umfang zugelegt hat. Afrika ist so weit vollständig, wobei ich im Kongo, im Sudan und in Somalia darauf verzichtet habe, stundenlang ohne grosse Aussicht auf Erfolg jene Stationen zu suchen, die bei der WMO mit oft dubiosen Koordinaten gelistet sind, jedoch seit vielen Jahren stumm geblieben und wahrscheinlich längst vom Dschungel überwuchert oder vom Wüstensand verschluckt worden sind.

In Deutschland sind noch ein paar Meteogroup-Stationen hinzugekommen, von denen Bilder vorliegen, insbesondere im Südwesten. Auch sonst nimmt die Pflege und Aktualisierung der Europa-Karte fast so viel Zeit in Anspruch wie die Erweiterung auf den anderen Kontinenten. So mussten kürzlich die Links der ZAMG auf die Klimaverläufe aktualisiert werden, und gerade gestern habe ich entdeckt, dass dasselbe in Norwegen notwendig wird. Ist also keine alleinige Spezialität unserer Bundesverwaltung, alle paar Jahre die Linkstrukturen zu verändern...

Das war's also für den Herbst. Man munkelt aber, dass auch dieses Jahr wieder etwas unter dem Weihnachtsbäumchen liegen wird ;)

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Re: Wetterstations-Atlas: interaktive Karte mit offiziellen WS

Beitrag von Federwolke » So 29. Dez 2019, 10:17

Federwolke hat geschrieben:
Fr 29. Nov 2019, 22:27
Das war's also für den Herbst. Man munkelt aber, dass auch dieses Jahr wieder etwas unter dem Weihnachtsbäumchen liegen wird ;)
Und siehe da, der Atlas ist um eine Karte reicher: Sie umfasst die WMO-Regionen 5 (Südwestpazifik) und 7 (Antarctica), also fast die halbe Erde, allerdings nur einen kleinen Teil der Landfläche, aber alle Klimazonen der Südhalbkugel. Bereits vollständig erfasst ist das WMO-Netz Australiens, das sehr vorbildlich dokumentiert ist. Wären doch die Stationen überall so leicht aufzufinden - liegt das GPS ausnahmsweise mal 30 m daneben, ist die exakte Position dank der Lageskizzen in den Datenblättern trotzdem in der Regel mühelos zu finden, sogar bei schlecht aufgelösten Luftbildern.
Hier zum Beispiel die älteste, bis heute in Betrieb stehende Klimastation Australiens: http://www.bom.gov.au/clim_data/cdio/me ... teInfo.pdf

Auch die Klimastatistiken sind für fast jede Station (Voraussetzung ist eine Mindestbetriebsdauer von 10 Jahren) sehr detailliert, hier ein Beispiel aus dem Süden, wo vor einigen Tagen 49.9 Grad gemessen wurden, nachdem bereits im November Rekorde purzelten: http://www.bom.gov.au/climate/averages/ ... _All.shtml
Seit Wochen ziehen immer wieder Rekord-Hitzewellen über fast das ganze Land, was die Coal-Köpfe in der Regierung aber nicht weiter beunruhigt. Da werden teilweise alte Rekorde um 2-4 Grad übertroffen. Nicht lokal, sondern fast flächendeckend. Das wäre ungefähr so, als würde in Europa innerhalb weniger Tage von Spanien bis zur Ukraine sämtliche Stationen mit teils über 50-jähriger Messreihe im Sommer neue Allzeit-Höchstwerte melden.

Dabei können die Leute an den Küsten (vor allem im Süden) noch froh sein, haben sie einen kalten Ozean vor der Tür. So halten die Hitzewellen oft nur ein bis zwei Tage an, danach fällt die Temperatur mit Winddrehung von Nord auf West bis Süd von weit über 40 Grad schlagartig auf teils unter 20 Grad ab, ein paar Tage später geht's dann wieder steil bergauf, wenn der Wind aus dem heissen Landesinneren weht. Also für mich wär das nichts, zumal diese Luftmassenwechsel häufig nicht mal Regen bringen: https://www.wetteronline.de/wetterdaten ... &year=2019
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Federwolke für den Beitrag (Insgesamt 3):
Willi (So 29. Dez 2019, 16:17) • Matthias_BL (So 29. Dez 2019, 18:32) • Microwave (Mo 13. Jan 2020, 17:36)

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