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FCST/NOW, 27.-28.05.11, Gewitter Kroatien, Adriaküste

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Cyrill
 
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FCST/NOW, 27.-28.05.11, Gewitter Kroatien, Adriaküste

Beitragvon Cyrill » Di 24. Mai 2011, 14:15

:unschuldig: "Händereib!"

Auf so eine Lage habe ich schon lange gewartet! Zwar ist dies noch einige Tage bis dahin und ich habe nun nur mal GFS angeschaut. Aber derzeit sieht die Sache super aus; und wenn sich bis Freitag der Jet noch etwas verstärkt, dann gibt's Wasserhosen an der Küste und allenfalls Tornados auf der Linie Slowenien > Polen.

Im Verlauf des Freitags (27.05.11, 12z) bildet sich über Genua / Norditalien ein für diese Lage manchmal auftretendes Vb-Tief. Auf der Vorderseite des am Nachmittag in Mitteleuropa durchschwenkenden Langwellentroges, zieht eine aktive Kaltfront von Westen nach Osten.
Das Vb-Tief weitet sich nach Nordosten rinnenartig aus, gesteuert von einem nördlich davon liegenden etwas nach Ostsüdost vorstossendem Keil.

Um 18z liegt Kroatien im Thalweg der Rinne, am südlichen Ende der massiven Frontalzone, mit dem Trog vorlaufenden KF, inkl. schöner WLA auf 700 hPa von der aufgeheizten Adria, mit entsprechend ausreichender Feuchte. Zwar sind die ML50-CAPE im Landesinneren bei Zagreb mit 2600 J/kg sehr vielversprechend; doch die CIN-Werte sind dort stellenweise auch mit -100 leider etwas hoch. Der Deckel an der Küste sollte ab ca. 16z verschwinden. Ich erwarte ab 18z dort massive Gewitter aus Südwest / Westsüdwest, die sich nach meiner Einschätzung zu einem Cluster auf Höhe der Küsteninseln, landeinwärts nach Slowenien im Sinne von quasistationären U-Shape Zellen entwickeln, welche in mehreren Wellen (à la 15.-16.08.2008 in Triest) bis weit nach 00z auf Land treffen.
Die sehr guten ThetaE-Werte, aus Nordwesten einströmende Höhenkaltluft, feuchtwarme Südwestströmung in der Mittelschicht UND 10m-Bodenwind aus SSO/SO bedeuten für diese Küstenregion ideale Wasserhosenbedingungen.
Der Jet ist zwar etwas schwach, aber bis Freitag kann dies noch ändern.

Paar Kärtchen:

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Gruss Cyrill

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Re: FCST/NOW, 27.-28.05.11, Gewitter Kroatien, Adriaküste

Beitragvon Cyrill » Mi 25. Mai 2011, 02:26

Update:

Die neusten Karten (18z) bei Lightning-Wizard sind verfügbar.

http://www.lightningwizard.com/maps/

ThetaE-Werte :up:
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Superzellen-Parameter, Stufe 3 (= orange) :up:
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Und wie gesagt wird die Feuchte aus SW im Raum Nordadria advehiert :up: :
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Gruss Cyrill

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Andreas -Winterthur-
 
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Re: FCST/NOW, 27.-28.05.11, Gewitter Kroatien, Adriaküste

Beitragvon Andreas -Winterthur- » Mi 25. Mai 2011, 17:22

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Re: FCST/NOW, 27.-28.05.11, Gewitter Kroatien, Adriaküste

Beitragvon Cyrill » Mi 25. Mai 2011, 19:18

@ Andreas (Winterthur)

Hoi. Vielen Dank für die Karten :unschuldig: Ja, sie sind sehr aufschlussreich.
Interessant, diese aus Frankreich stammende, trockende Kontinentalluft.... Wie Du gesagt hast, ist im Unterschied zu GFS die Austrogung bei Cosmo weiter südlich modelliert, was dem ganzen mehr Dynamik verleiht und meine Idee über eine optimale Position eigentlich nur bestätigt. Erstaunlich dennoch die rel. tiefen MU-CAPE's. :roll:
Jedenfalls gibt's eine lange Nacht und allenfalls in den frühen Morgenstunden als "Goody-Goody" eine "Tromba d'aria", unter sehr guten Scherungsbedingungen; das sieht auch GFS (um 03z) - zwar nicht deutlich, aber immerhin ist es angezeigt:
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Bis zum nächsten Update..
Gruss Cyrill

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Re: FCST/NOW, 27.-28.05.11, Gewitter Kroatien, Adriaküste

Beitragvon Cyrill » Do 26. Mai 2011, 07:53

*nochmehrhändereib!*
GFS hat nachgebessert und sieht den Trog nun ähnlich wie Cosmo 7 weiter südlich, spitzer und 18z mit gekrümmter Achse, dafür langwelliger. Das Lee- oder Genuatief nun aber mit 1008 hPa deutlich dynamisierender und die rinnenartige Verbindung nach Osten ist "verflogen". So dürfte es sich hier keinesfalls mehr um ein Vb-Tief handeln, sondern eher (durch den über den Alpen vorrückenden, massiven Keil) um ein Vc, bzw. nach Südosten abgedrängtes Vd-Tief, was in den Folgeläufen bis jetzt erkennbar ist.
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Das wird ein Megaspass..... aber eine lange Nacht :warm:

Gruss Cyrill

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Re: FCST/NOW, 27.-28.05.11, Gewitter Kroatien, Adriaküste

Beitragvon Cyrill » So 29. Mai 2011, 14:27

Hoi zäme

Es war mein bisher weitestes Chasing, über 1'000 km von Winterthur entfernt und quasi unter Realbedingungen von Xtreme Weather Tours. Fazit: es war hammermässig und teils wurden meine Erwartungen sogar noch übertroffen!
Obwohl in der Ausgangssituation eine eher klassische Troglage herrschte, spielten hingegen einige schwer einschätzbare Faktoren mit; mitunter korrigierte GFS alle 6 Stunden und passte sich Cosmo 7 an. Zudem ist noch nicht Hochsommer; d.h. im August wäre diese Lage vermutlich noch explosiver.
Schwer einschätzbar war z.B. der massiv vorstossende Höhenkeil nach Osten, das Bodentief über Norditalien, welches eher nach Vc / Vd zu bewerten war und das Timing beim Durchschwenken der Trogachse. Doch generell war meine Interpretation der Karten zutreffend und mein erstes Chasing in Kroatien ein voller Erfolg. Es wurde eine lange Nacht :warm: Der Reihe nach....

Chasingbericht (26.-28.05.2011); Fotos und Video's folgen später:
Am späteren Vormittag am 26. Mai fuhr ich über das Tösstal nach Pfäffikon ZH, um die erste Zelle im Oberland von Nordwesten her abzufangen. Oberhalb des Pfäffikersees stehend, rauschte die imposante Gewitterfront mit Core bei Wetzikon / Bauma vor mir durch, mit kräftigen CG's.
Eine zweite Zelle, leicht östlich versetzt kam von Luzern her in Richtung Einsiedeln; und ich stand in einem hoffnungslosen Verkehrsstau vor Rapperswil. Kurz vor Einsiedeln erwischte ich noch die Westflanke (4 Blitze in der Nähe). Wieder etwas nach Osten versetzt entstand bei Schwyz eine dritte Zelle und ich positionierte mich bei Unterägeri am Nordufer des Sees, wo ich dann auch voll im Core war. Die Zelle schwächte ab und die Blitzrate sank rapid und bei diesem extremen NS war kaum an's fotografieren oder filmen zu denken.
Ich fuhr über den Sattel nach Schwyz und sah bei einer Pause in Altdorf, dass von Varese (I) eine Zelle sich dem Tessin nähert. Bei Biasca nahm das Geflacker der Blitze im Süden zu, inzwischen Nacht geworden. Ich entschied noch nicht zu filmen, leider, dachte "....zu unspektakulär." Nur zwei Minuten später schlug ein Mega-Perlschnurblitz vor mir neben der Autobahn ein. Damit muss man leben.....
Die nächste Zelle näherte sich aus Südwesten, direkt auf die Südspitze des Tessins zu. Ich rief Ralph an, der dies auf dem Sat24-Bild auch so sah. Die mühsame Baustelle bei Lugano existiert immer noch (seit über zwei Jahren!); keine Chance irgendwo anzuhalten - und die Melide/Morcote-Variante wie vor drei Jahren mache ich NIE mehr. Man verliert zu viel Zeit. Bei einem Parkplatz vor Mendrisio hielt ich an und sah auf dem Radar, dass die Zelle ein Leftmover war, die ursprüngliche Zugbahn verliess und die gewaltigen CG's nur wenige hundert Meter hinter mir einschlugen, mit infernalischem Sound. Doch ich hatte vor den LKW's geparkt.....; filmen, keine Chance.
Die nächste Zelle näherte sich aus Italien; Zugbahn in Richtung Como. Doch diesmal durchschaute ich den Zellencharakter, berechnete die Leftmover-Zugbahn und positionierte mich bei einem meiner Lieblingsspotterplätze. Nur gerade zwei Minuten, nachdem ich dort angekommen war, schlug die Zelle mit brachialer Gewalt über mir herein. Starkniederschlag, Kleinhagel und eine Blitzrate von bis zu drei Blitzen pro Sekunde; kaum verebbender Donner! Als dieses kurze, infernalische Gewitter vorbei war, hatte ich zwar super Aufnahmen, doch ich sah aus, als wäre ich in den Lago Maggiore gefallen: klitschnass. Ca. eine Stunde später entstand südwestlich von Varese noch eine kleine Zelle, doch sie starb vor der Grenze und auf den Fotos sind die Linienblitze nur schwach auszumachen.

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Am 27.05.2011, nach wenigen Stunden Schlaf, mehreren Kaffees und einem Updatestudium der aktuellen Karten, sowie einer Lagebesprechung mit Andreas (Winterthur) sah ich auf dem Donnerradar nordwestlich von Mailand neue Zellen auf Nordostkurs. Kurz nach Como vor mir eine schwarze Wand, westlich der Autobahn schlugen CG’s ein und ich fuhr wenig später unter der Front durch. Naheinschläge von unter 300 Metern.
Ich hielt auf einer Raststelle nördlich von Mailand an, um mir einen Überblick zu verschaffen. Da kam eine Zelle auf mich zu, wie ich sie vor allem von Fotos aus den USA kenne. Plötzlich schraubte sich ein riesiger Funnel aus der Wolkenuntergrenze, wunderschön auskondensiert, mit glatter, rotierender Trichterstruktur. Dies war meine bisher grösste Trombe, die ich je erlebt habe; und dann noch so nah (Video folgt).

Ich fuhr weiter nach Venedig. Als ich etwa auf Höhe Verona war, meldete Ralph eine Zelle beim Gardasee. Die sah ich schon, doch ich musste weiter und mich beeilen, denn es war noch weit bis Rijeka. Kein Wunder, dass es hier an der nordadriatischen Küste nicht richtig ausgelöst hatte; Clowdcover fast 90%. Doch Ralph’s Hinweis (gem Sat.-Bild) auf einen wolkenlosen Himmel bei Triest, gab Hoffnung.
Endlich in Slowenien angekommen, gleich weiter nach Rijeka (Kroatien) gefahren. Bei einer Tankstelle Internetzugang gekauft. Mir blieb nur wenig Zeit, denn südwestlich von mir zeigte sich bereits der Eisschirm einer riesigen Zelle über der Adria. In Richtung Nordosten waren dreifach geschichtete Lenticularis zu beobachten. Der Hochdruckkeil musste also schon weit nach Osten vorgestossen sein, Südföhn in den Karawanken (sog. "Jauk") verursachend. Diese trockene Luft stiess bis Zagreb vor, weshalb die dortigen Quellungen immer wieder zusammenbrachen, trotz vorhergesagten 2'600 J/kg CAPE. „Wenn das nur gut geht!“ dachte ich.
Nachdem ich auf dem Sat-Bild die Zelle über der Adria in Richtung Rijeka kommen sah, positionierte ich mich etwas südlich von Bakar, auf einer Anhöhe bei einer Tankstelle und hatte einige Minuten Zeit für Getränke und Verpflegung zu mir zu nehmen. Dann der erste CG auf der anderen Seite der Bucht, rd. 4 km entfernt. Doch die Zelle brach schnell ein und nach nur kurzem Geflacker war Schluss. Es regnete nur noch und wurde schnell sehr kalt, während ein Nordwind blies. Was nun? War’s das schon?

Vor meiner Abfahrt in Winterthur, sagte ich Andreas (Winterthur), dass ich mich vermutlich am besten bei Pula in Istrien positionieren müsste. Nun stand ich, inzwischen war es bereits Nacht, bei Rijeka im Landregen und auf dem Sat.-Bild war nichts Konvektives mehr zu sehen, auch über der gesamten Adria nicht. Die Autobahn bis Pula (über 90 km) kostet 8 Euro......; ich zögerte kurz.
Dann folgte ich meiner Intuition, trotz eisiger Kälte. Schliesslich rechnete Cosmo 7 mit steigenden CAPE auf Istrien ab 00z und ich entschied um 23 50 Uhr MESZ nach Pula zu fahren. Keine Ahnung von der Topografie, den üblichen Wetterverhältissen; unbekanntes Chasingterrain; volles Risiko. Inkl. kurzer Pause in der Nähe von Pazin, kam ich um ca. 01 30 Uhr in Pula an, fuhr weiter nach Premantura, an der äussersten Südspitze von Istrien.
Plötzlich ging mein Internet nicht mehr... (zu diesem Zeitpunkt hätte ich nach Norden fahren sollen!) Ein Restaurant hatte noch geöffnet, welches soeben von einem Bus voll armenischer Nonnen „gestürmt“ wurde. Im Restaurant gab es Wireless-LAN, also ab ins Internet, kurz einen Kaffee und „oha!“ Aus dem Nichts hatte sich entlang der Küste Istriens eine massive Gewitterfront entwickelt, die ONO zog und immer wieder südlich anbaute. Hell erleuchtete Wolkentops und alle paar Sekunden Megadonner, die sich wie Artillerie anhörte. Die Front war nur rd. 25 km nördlich von meinem Standort entfernt und baute nicht mehr weiter südlich an. Noch vor einer Stunde war ich von Norden her über Pazin und Vodnjan nach Pula unterwegs. Ich wäre nur wenige Kilometer nördlich von Vodnjan (bei Pula) von der Front überrollt worden.
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Es war inzwischen ca. 03 00 Uhr morgens, als ich nach Pula fuhr und dort wieder Zugang zum Internet hatte. Über der Adria war ein ganz schwaches, gekrümmtes Wolkenband (im IR-Sat-Bild leicht gräulich) erkennbar. Plötzlich war mir (intuitiv) klar, dass dies mit dem bei GFS bei 03z aus den karten herauszulesenden Event zu tun haben müsste. Ich fuhr also wieder 80 km weiter nach Norden, nach Umaq (Nordwestküste von Istrien), wo ich um ca. 04 15 Uhr MESZ kurz vor der Stadt eine kleine Pause machte. Nichts deutete auf Gewitter hin; doch nur ca. 3 Min. später plötzlich ein greller Blitz, rd. 2,5 km von mir entfernt. Ich fuhr in den Küstenbereich, wo sich genau über mir eine Front aufbaute. Im fahlen Licht der Morgendämmerung und während den zunehmenden Blitzentladungen, sah ich fast über mir einen schön auskondensierten, grossen, rotierenden Funnel. Leider habe ich nur zwei Fotos.
Danach war alles völlig chaotisch. Das erste Gewitter bei Umaq kam aus WNW, bzw. entstand über mir, verschwand kurz im Südosten, drehte wieder und kam aus ONO zurück, verschwand wieder und kam aus SW / SSW zurück. Alles drehte sich! Jedenfalls ging am Ende die Sonne dort auf, wo ich niemals Osten vermutet hätte.....
Um ca. 07 00 Uhr fuhr ich die ca. 300 km bis zur Insel Rab nach Süden.

Gruss Cyrill
Zuletzt geändert von Cyrill am So 29. Mai 2011, 15:24, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: FCST/NOW, 27.-28.05.11, Gewitter Kroatien, Adriaküste

Beitragvon Andreas -Winterthur- » Mo 30. Mai 2011, 04:41

Hoi Cyrill

Danke für den spannenden Bericht. Ich auch einmal gehen wollen ins gelobte Land... ;)

Also hier noch die Blitzkarten (Termin Freitag, 27.5. 18Z bis Samstag, 28.5. 06Z):

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Und noch eine Gesamtschau (CH/IT/Adria)
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(Quelle: MeteoSchweiz)

Viel Spass noch dort unten!

Gruss Andreas
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Re: FCST/NOW, 27.-28.05.11, Gewitter Kroatien, Adriaküste

Beitragvon Cyrill » Mo 30. Mai 2011, 14:09

Hoi Andreas

Vielen Dank für die Blitzdaten :unschuldig: (hamma-karten!)

Nach denen wäre ich am besten auf der Linie Porec (Küste) / Pazin (Istrien-Mitte) / Bucht von Rijeka geblieben....
Vermutlich hörte ich die Donner von den Blitzen auf dem Meer südlich von Rovinj; das wären gem. meiner Landkarte 21 km Luftlinie (etwa Distanz ZH-Winterthur).

Wie man anhand einiger Parameter gut erkennen kann (im Nachhinein...), dass GFS ursprünglich am Dienstag gar nicht so schlecht drin war und am Mittwoch einiges wieder herausgerechnet hatte (z.B. Konvektionsbewölkung bei Istrien 18z).
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So sieht man auch beim 00z-Lauf vom Dienstag die konvektiven Zellen auf der Linie Porec-Pazin-Rijeka, wobei die Südspitze nicht eingrechnet war...
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Trotz zurückgeruderten Mittwochsprogs Gewitter drin (00z-Lauf)
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GFS mit den höchsten CAPE etwas südlicher gerechnet als WRF; so gesehen WRF eindeutig besser drin...
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....; doch die WLA mit der Feuchte eher im Süden gerechnet hat....
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Vermutlich entscheidend für die richtige Einschätzung und eine Punktlandung wäre doch eher die 700 hPa-Feuchte-Parameter gewesen. Meine Befürchtungen, es könnte von Norden her abtrocknen wären unbegründet geblieben:
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Passend zu meiner Funnelsichtung bei Mailand den Tornado-Parameter von Lightning-Wizard; zwar der 15z-Lauf, aber der 12z sah nicht weniger gut aus:
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@ Ralph
Grüngelblich (12z-15z) beim Gardasee die von Dir genowcastete Zelle nördlich von Verona. Doch ich war bereits in Padova.... tja... (vgl. Karte von Andreas).

Viele Grüsse von der sonnigen und warmen (rd. 34 ° Grad) Adriaküste
Cyrill

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Re: FCST/NOW, 27.-28.05.11, Gewitter Kroatien, Adriaküste

Beitragvon mr_bike » Di 31. Mai 2011, 08:19

Salü Cyrill
Merci für Deine spannende Berichterstattung. Da kommt man sich vor, als ob man auch Teil dieser Tour ist. Eigentlich braucht man da gar keine Bilder mehr zur Illustration :-D , nein, auf die visuelle Darlegung des Erlebten warte ich natürlich auch gespannt!

Gruss und noch schöne Tage an der Adria - wobei "schön" eine Definitionssache ist, denn es sieht eher nach sonnigem Wetter aus die nächsten Tage :cry:
Chrigu aus Langendorf/SO 500 M.ü.M

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Re: FCST/NOW, 27.-28.05.11, Gewitter Kroatien, Adriaküste

Beitragvon Cyrill » Di 31. Mai 2011, 10:45

@ Mr_Bike

Hoi. Danke für Dein Feedback. Eigene Bilder folgen noch; - und ich werde in diesen Tagen mir mal ein paar ideale Spotterplätze auskundschaften, welche die kroatischen Sturmjäger natürlich kennen. Unten ein paar eindrückliche Bilder dieser Nacht aus dem kroatischen Sturmforum:

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"Fronta se najmanje osjetila u središnjoj i južnoj Dalmaciji gdje je dan protekao u pretežno sunčanom vremenu, a jedino je u splitskom zaleđu poslijepodne bilo pljuskova s grmljavinom. Temperature u unutrašnjosti su bile osjetno niže od jučerašnjih, ponegdje je zahladilo i za više od 15°C. "


Zusammengefasst: "Der Frontdurchgang war von viel Regen (pljuskova) und heftigen Donnern (grmljavinom) begleitet. Innerhalb kurzer Zeit sank die Temperatur um 15° Grad."

Am Freitag siehts gem GFS wieder ganz knusprig aus....; mal sehen...

Gruss cyrill
Zuletzt geändert von Federwolke am Fr 15. Jun 2012, 00:53, insgesamt 1-mal geändert.
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