Was macht der Sommer 2026 mit dem Schweizer Wald?
Verfasst: So 13. Sep 2026, 21:14
Hier noch mein Interview zum Zustand und zur Zukunft des Waldes in der Schweiz unter dem Eindruck des Klimawandels. Dieser Text wird leider bei uns unter ferner liefen gespielt, weil es nicht um Massenmord, Kopulation oder die neusten Fashiontrends geht. Daher finde ich es wichtig, ihn hier freihaus zu posten. Hier gehts zum Original: https://www.tagesanzeiger.ch/hitzesomme ... 7735984309
«Wir brauchen den Wald, der Wald uns aber eigentlich nicht»
Waldökologe Frank Krumm erklärt, warum der Rekordsommer die bisherigen Regeln ausser Kraft setzte. Selbst Bäume an Flussufern verdorrten, weil sie vom Wasser abgeschnitten waren.
Der Sommer 2026 war in der Schweiz der heisseste seit Messbeginn. Aber es war nicht nur heiss, sondern auch trocken. Vor allem in den Wäldern hat der über mehrere Wochen anhaltende Teufelskreis aus Hitze und Trockenheit Spuren hinterlassen. In manchen Regionen begannen Bäume bereits ungewöhnlich früh damit, ihr Laub abzuwerfen. Dieser Schutzmechanismus kann den Baum vor der völligen Austrocknung und vor dem Absterben schützen – sofern es nicht bereits zu spät ist.
Gemäss Frank Krumm, Waldökologe der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), wird sich das volle Ausmass der Schäden in den Wäldern erst in den kommenden Monaten zeigen. Von einem Waldsterben könne in der Schweiz wegen des Hitzesommers aber nicht gesprochen werden.
Herr Krumm, die Folgen von Hitze und Trockenheit in den Wäldern sind nach diesem Hitzesommer unübersehbar. Welche Regionen sind besonders stark betroffen?
Am schlimmsten sind die Auswirkungen in der Nordwestschweiz. Dort gibt es Wälder, in denen nicht nur die für Trockenheit eher anfälligen Baumarten wie die Buche, sondern gleich alle Baumarten deutliche Anzeichen von Trockenstress zeigen. Das bedeutet: Verfärbung und Abwurf des Laubs. Beispiele dafür sind der Hardwald bei Muttenz im Kanton Baselland oder auch der Wald oberhalb von Biel.
In der Nordwestschweiz fiel in diesem Hochsommer während Wochen kein Tropfen Regen – und das bei Temperaturen bis zu 39 Grad. Wie schaffen es die Bäume, so lange durchzuhalten?
Es ist tatsächlich erstaunlich, dass Bäume solche Trockenperioden überstehen können. Zumal es ja nicht erst im Sommer begann. Schon der Winter und der Frühling waren zu trocken, und auch die Jahre zuvor. Der Wassermangel reicht tief in den Untergrund hinein und betrifft nicht nur die oberen Erdschichten. Das führte in diesem Sommer dazu, dass auch Bäume in der Nähe von Gewässern besonders stark gelitten haben. Auch alte Bäume leiden vermehrt, wie schon im Trockenjahr 2018.
Müssten nicht genau diese alten Bäume besonders resistent sein?
Eben nicht. Alte Bäume wurzeln sehr tief. Normalerweise ist das ein Vorteil, weil sie noch an Wasser herankommen, wenn die oberen Bodenschichten zu wenig Wasser haben. In diesem Sommer reichte die Trockenheit aber sehr tief. Die wenigen Schauer oder Gewitter, die über die Wälder zogen, benetzten wenn überhaupt nur die obersten Erdschichten. Die alten Bäume mit ihrem tief reichenden Wurzelwerk konnten davon nicht profitieren.
Und wieso litten auch die Bäume in der Nähe von Gewässern?
Auch hier galten die üblichen Regeln in diesem Sommer nicht. Bäume, die entlang von Gewässern wachsen, sind daran gewöhnt, dass ständig genug Wasser vorhanden ist. In diesem Sommer sanken die Pegel aber derart, dass die Bäume am Ufer von der Feuchtigkeit abgeschnitten wurden. So zeigten diese Bäume schneller Anzeichen von Trockenstress, als solche, die auch sonst mit weniger Wasser auskommen müssen.
Bäume passen sich also an die Bedingungen an, die ihnen der Untergrund bietet?
Bis zu einem gewissen Grad stimmt das. Das sehen wir sogar bei ein und derselben Baumart: Selbst bei der grundsätzlich stark von der Trockenheit betroffenen Buche gibt es regionale Unterschiede.
Die Buche, die als Verliererin des Klimawandels gilt, wird also nicht einfach aus dem Mittelland verschwinden?
Nein, sicher nicht. Die Schwäche der Buche liegt darin, dass sie die Spaltöffnungen, also winzige Poren auf den Blättern, nicht komplett schliessen kann. Dadurch trocknet sie schneller aus als andere Baumarten, die dazu in der Lage sind. Die Buche hat aber auch Stärken: Sie weist eine hohe Schattentoleranz auf und kann sehr schnell Lücken im Wald besetzen und schliessen. Sie hat also gegenüber vielen anderen Bäumen einen Konkurrenzvorteil. Diesen wird sie auch in Zukunft ausspielen können, wenn auch vielleicht nicht mehr im bisherigen Ausmass.
Das führt uns zur Frage, ob sich die Wälder überhaupt von den Schäden erholen können, die diese Trockenheit angerichtet hat.
Es werden vermutlich mehr Bäume absterben als nach der extremen Trockenheit 2018, die in manchen Regionen bis heute nicht überwunden ist. Auch dürften wir Probleme mit Schädlingen wie dem Borkenkäfer bekommen. Aber ein eigentliches Waldsterben findet in der Schweiz wegen solcher Hitzeperioden oder wegen des Klimawandels nicht statt. Die Wälder können sich erholen. Wir müssen uns aber darauf einstellen, dass es Veränderungen geben wird.
Wie sieht diese Veränderung aus?
Zunächst einmal werden die Bäume nicht mehr so hoch wachsen. Das ist eine Form der natürlichen Anpassung. Wenn die Bäume niedrigere Kronen bilden, benötigen sie weniger Wasser.
Es ist immer wieder davon zu lesen, dass gewisse Baumarten Verlierer, andere Gewinner des Klimawandels sein werden. Ist das korrekt?
Grundsätzlich stimmt das schon. Man muss aber vorsichtig sein, weil verschiedene Faktoren das Wachstum der Bäume beeinflussen. Die Birke wurde bisher beispielsweise als verhältnismässig «klimafit» eingeschätzt, weil sie über einen Mechanismus verfügt, der es ihr erlaubt, bei Trockenheit relativ schnell die Blätter abzuwerfen und diese dann auch rasch wieder nachwachsen zu lassen. Die Birke ist in diesem Sommer aber auch an ihr Limit gekommen. Auch die Nadelhölzer wie Fichte und Weisstanne können sich nur begrenzt anpassen.
Welche Bäume sind die Gewinner des Klimawandels?
Bei uns vor allem die Eichenarten. Sie sind unter anderem wegen ihrer dicken Rinde besser an Hitze und Trockenheit angepasst. Aber auch Spitzahorn, Mehlbeere oder Kirschbäume kommen besser mit trocken-heissem Klima zurecht. Sie dürften daher künftig an Raum gewinnen.
Was ist mit Bäumen, die in wärmeren Regionen wie dem Mittelmeerraum wachsen? Breiten sich bald Palmen und Olivenbäume bei uns aus?
Das wird im Mittelland nicht so schnell geschehen. Man muss bedenken, dass auf der Alpennordseite nach wie vor ein erhebliches Risiko für Spätfröste im Frühling besteht. Gemäss den aktuellen Klimaszenarien wird sich das auch in Zukunft nicht wesentlich verändern. Das limitiert die Chancen für mediterrane oder sogar subtropische Pflanzen erheblich.
Wie sieht aus Ihrer Sicht der Wald der Zukunft in der Schweiz aus, der am besten mit der Klimaerwärmung fertig wird?
Das Stichwort lautet: Diversität. Je mehr unterschiedliche Baum- und Pflanzenarten in einem Wald vorhanden sind, desto widerstandsfähiger ist er. Menschliche Eingriffe müssen gut abgewogen werden, beispielsweise sollte Totholz liegen gelassen werden. So kann der Wald seine Funktion als Feuchtespeicher optimal erfüllen. Die Diversität sollte punktuell erhöht und gefördert werden. Dafür braucht es aktive Massnahmen.
Was wären das für Massnahmen?
Zum Beispiel Pflanzungen von Baumarten, die es vor Ort noch nicht gibt. Dann sollte auch dafür gesorgt werden, dass solche Bäume vor Wildverbiss oder auch vor Konkurrenzvegetation geschützt werden.
Ist das in der Schweiz realistisch?
Die Schweiz steht bezüglich der Biodiversität im Wald im Vergleich zu anderen europäischen Ländern nicht so schlecht da. Vor allem in den Alpen gibt es aber weniger Diversität. Dort findet sich vor allem die Fichte, und diese bekommt zunehmend ein Problem mit dem Borkenkäfer. Das lässt sich aber nicht von heute auf morgen ändern. Ein Wald braucht 150 Jahre, um zu wachsen. In den alpinen Regionen muss zudem darauf geachtet werden, dass die Funktion der Wälder als Schutz vor Lawinen und Murgängen nicht beeinträchtigt wird. Vor allem hier ist es wichtig, mehr Baumarten zur Verfügung zu haben.
Die Frage lautet also nicht, ob der Wald wieder nachwächst, sondern in welcher Weise der Mensch das zulässt?
Das ist korrekt. Wir stellen Ansprüche an den Wald: Er ist Holzlieferant, Freizeitraum und schützt vor Naturkatastrophen. Wir brauchen also den Wald, der Wald braucht uns aber nicht. Er würde sich aber ohne unsere Eingriffe anders entwickeln. Dieses Spannungsfeld wird uns in kommender Zeit stark beschäftigen.
«Wir brauchen den Wald, der Wald uns aber eigentlich nicht»
Waldökologe Frank Krumm erklärt, warum der Rekordsommer die bisherigen Regeln ausser Kraft setzte. Selbst Bäume an Flussufern verdorrten, weil sie vom Wasser abgeschnitten waren.
Der Sommer 2026 war in der Schweiz der heisseste seit Messbeginn. Aber es war nicht nur heiss, sondern auch trocken. Vor allem in den Wäldern hat der über mehrere Wochen anhaltende Teufelskreis aus Hitze und Trockenheit Spuren hinterlassen. In manchen Regionen begannen Bäume bereits ungewöhnlich früh damit, ihr Laub abzuwerfen. Dieser Schutzmechanismus kann den Baum vor der völligen Austrocknung und vor dem Absterben schützen – sofern es nicht bereits zu spät ist.
Gemäss Frank Krumm, Waldökologe der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), wird sich das volle Ausmass der Schäden in den Wäldern erst in den kommenden Monaten zeigen. Von einem Waldsterben könne in der Schweiz wegen des Hitzesommers aber nicht gesprochen werden.
Herr Krumm, die Folgen von Hitze und Trockenheit in den Wäldern sind nach diesem Hitzesommer unübersehbar. Welche Regionen sind besonders stark betroffen?
Am schlimmsten sind die Auswirkungen in der Nordwestschweiz. Dort gibt es Wälder, in denen nicht nur die für Trockenheit eher anfälligen Baumarten wie die Buche, sondern gleich alle Baumarten deutliche Anzeichen von Trockenstress zeigen. Das bedeutet: Verfärbung und Abwurf des Laubs. Beispiele dafür sind der Hardwald bei Muttenz im Kanton Baselland oder auch der Wald oberhalb von Biel.
In der Nordwestschweiz fiel in diesem Hochsommer während Wochen kein Tropfen Regen – und das bei Temperaturen bis zu 39 Grad. Wie schaffen es die Bäume, so lange durchzuhalten?
Es ist tatsächlich erstaunlich, dass Bäume solche Trockenperioden überstehen können. Zumal es ja nicht erst im Sommer begann. Schon der Winter und der Frühling waren zu trocken, und auch die Jahre zuvor. Der Wassermangel reicht tief in den Untergrund hinein und betrifft nicht nur die oberen Erdschichten. Das führte in diesem Sommer dazu, dass auch Bäume in der Nähe von Gewässern besonders stark gelitten haben. Auch alte Bäume leiden vermehrt, wie schon im Trockenjahr 2018.
Müssten nicht genau diese alten Bäume besonders resistent sein?
Eben nicht. Alte Bäume wurzeln sehr tief. Normalerweise ist das ein Vorteil, weil sie noch an Wasser herankommen, wenn die oberen Bodenschichten zu wenig Wasser haben. In diesem Sommer reichte die Trockenheit aber sehr tief. Die wenigen Schauer oder Gewitter, die über die Wälder zogen, benetzten wenn überhaupt nur die obersten Erdschichten. Die alten Bäume mit ihrem tief reichenden Wurzelwerk konnten davon nicht profitieren.
Und wieso litten auch die Bäume in der Nähe von Gewässern?
Auch hier galten die üblichen Regeln in diesem Sommer nicht. Bäume, die entlang von Gewässern wachsen, sind daran gewöhnt, dass ständig genug Wasser vorhanden ist. In diesem Sommer sanken die Pegel aber derart, dass die Bäume am Ufer von der Feuchtigkeit abgeschnitten wurden. So zeigten diese Bäume schneller Anzeichen von Trockenstress, als solche, die auch sonst mit weniger Wasser auskommen müssen.
Bäume passen sich also an die Bedingungen an, die ihnen der Untergrund bietet?
Bis zu einem gewissen Grad stimmt das. Das sehen wir sogar bei ein und derselben Baumart: Selbst bei der grundsätzlich stark von der Trockenheit betroffenen Buche gibt es regionale Unterschiede.
Die Buche, die als Verliererin des Klimawandels gilt, wird also nicht einfach aus dem Mittelland verschwinden?
Nein, sicher nicht. Die Schwäche der Buche liegt darin, dass sie die Spaltöffnungen, also winzige Poren auf den Blättern, nicht komplett schliessen kann. Dadurch trocknet sie schneller aus als andere Baumarten, die dazu in der Lage sind. Die Buche hat aber auch Stärken: Sie weist eine hohe Schattentoleranz auf und kann sehr schnell Lücken im Wald besetzen und schliessen. Sie hat also gegenüber vielen anderen Bäumen einen Konkurrenzvorteil. Diesen wird sie auch in Zukunft ausspielen können, wenn auch vielleicht nicht mehr im bisherigen Ausmass.
Das führt uns zur Frage, ob sich die Wälder überhaupt von den Schäden erholen können, die diese Trockenheit angerichtet hat.
Es werden vermutlich mehr Bäume absterben als nach der extremen Trockenheit 2018, die in manchen Regionen bis heute nicht überwunden ist. Auch dürften wir Probleme mit Schädlingen wie dem Borkenkäfer bekommen. Aber ein eigentliches Waldsterben findet in der Schweiz wegen solcher Hitzeperioden oder wegen des Klimawandels nicht statt. Die Wälder können sich erholen. Wir müssen uns aber darauf einstellen, dass es Veränderungen geben wird.
Wie sieht diese Veränderung aus?
Zunächst einmal werden die Bäume nicht mehr so hoch wachsen. Das ist eine Form der natürlichen Anpassung. Wenn die Bäume niedrigere Kronen bilden, benötigen sie weniger Wasser.
Es ist immer wieder davon zu lesen, dass gewisse Baumarten Verlierer, andere Gewinner des Klimawandels sein werden. Ist das korrekt?
Grundsätzlich stimmt das schon. Man muss aber vorsichtig sein, weil verschiedene Faktoren das Wachstum der Bäume beeinflussen. Die Birke wurde bisher beispielsweise als verhältnismässig «klimafit» eingeschätzt, weil sie über einen Mechanismus verfügt, der es ihr erlaubt, bei Trockenheit relativ schnell die Blätter abzuwerfen und diese dann auch rasch wieder nachwachsen zu lassen. Die Birke ist in diesem Sommer aber auch an ihr Limit gekommen. Auch die Nadelhölzer wie Fichte und Weisstanne können sich nur begrenzt anpassen.
Welche Bäume sind die Gewinner des Klimawandels?
Bei uns vor allem die Eichenarten. Sie sind unter anderem wegen ihrer dicken Rinde besser an Hitze und Trockenheit angepasst. Aber auch Spitzahorn, Mehlbeere oder Kirschbäume kommen besser mit trocken-heissem Klima zurecht. Sie dürften daher künftig an Raum gewinnen.
Was ist mit Bäumen, die in wärmeren Regionen wie dem Mittelmeerraum wachsen? Breiten sich bald Palmen und Olivenbäume bei uns aus?
Das wird im Mittelland nicht so schnell geschehen. Man muss bedenken, dass auf der Alpennordseite nach wie vor ein erhebliches Risiko für Spätfröste im Frühling besteht. Gemäss den aktuellen Klimaszenarien wird sich das auch in Zukunft nicht wesentlich verändern. Das limitiert die Chancen für mediterrane oder sogar subtropische Pflanzen erheblich.
Wie sieht aus Ihrer Sicht der Wald der Zukunft in der Schweiz aus, der am besten mit der Klimaerwärmung fertig wird?
Das Stichwort lautet: Diversität. Je mehr unterschiedliche Baum- und Pflanzenarten in einem Wald vorhanden sind, desto widerstandsfähiger ist er. Menschliche Eingriffe müssen gut abgewogen werden, beispielsweise sollte Totholz liegen gelassen werden. So kann der Wald seine Funktion als Feuchtespeicher optimal erfüllen. Die Diversität sollte punktuell erhöht und gefördert werden. Dafür braucht es aktive Massnahmen.
Was wären das für Massnahmen?
Zum Beispiel Pflanzungen von Baumarten, die es vor Ort noch nicht gibt. Dann sollte auch dafür gesorgt werden, dass solche Bäume vor Wildverbiss oder auch vor Konkurrenzvegetation geschützt werden.
Ist das in der Schweiz realistisch?
Die Schweiz steht bezüglich der Biodiversität im Wald im Vergleich zu anderen europäischen Ländern nicht so schlecht da. Vor allem in den Alpen gibt es aber weniger Diversität. Dort findet sich vor allem die Fichte, und diese bekommt zunehmend ein Problem mit dem Borkenkäfer. Das lässt sich aber nicht von heute auf morgen ändern. Ein Wald braucht 150 Jahre, um zu wachsen. In den alpinen Regionen muss zudem darauf geachtet werden, dass die Funktion der Wälder als Schutz vor Lawinen und Murgängen nicht beeinträchtigt wird. Vor allem hier ist es wichtig, mehr Baumarten zur Verfügung zu haben.
Die Frage lautet also nicht, ob der Wald wieder nachwächst, sondern in welcher Weise der Mensch das zulässt?
Das ist korrekt. Wir stellen Ansprüche an den Wald: Er ist Holzlieferant, Freizeitraum und schützt vor Naturkatastrophen. Wir brauchen also den Wald, der Wald braucht uns aber nicht. Er würde sich aber ohne unsere Eingriffe anders entwickeln. Dieses Spannungsfeld wird uns in kommender Zeit stark beschäftigen.