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Re: Wintereinbruch zum Neujahr 2026?
Verfasst: Sa 3. Jan 2026, 13:31
von Haene
In der Nähe der Voralpen wurden wir etwas grosszügiger mit Schnee bedient.

Es war bei uns in Küssnacht 16 cm luftig weicher Schnee,

der, wenn die Temperatur nur wenige zehntel Grad in den Plusbereich kommt, um einige Zentimeter zusammenfallen wird. Sieht aber trotzdem gut aus.
Gruss von Hans-Jörg
Re: Wintereinbruch zum Neujahr 2026?
Verfasst: Sa 3. Jan 2026, 13:55
von Slep
So sahen die 6cm Schnee bei mir heute Morgen früh aus:

Re: Wintereinbruch zum Neujahr 2026?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 08:17
von Federwolke
Mal kurz ein Blick über den Tellerrand: Was wäre, wenn wir in den nächsten Tagen statt einer Nord- eine Südlage hätten?
Seit Tagen purzeln die Winter-Temperaturrekorde in weiten Teilen Nordafrikas, in vielen Ländern wurden 40 Grad überschritten, 35 Grad im Süden Algeriens und Libyens. Die Kaltluft, die unser Trog nach Nordwestafrika schaufelt, bringt nur kurze Linderung, danach erhitzt sich die Sahara wieder auf die heutigen Werte. Im Auge behalten für unseren bevorstehenden Frühling...
Re: Wintereinbruch zum Neujahr 2026?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 11:23
von widovnir
Die heutigen Temperaturminima waren schon mal schön knackig, werden aber ziemlich sicher im Verlauf der Woche noch da und dort unterboten. Da bin ich gespannt darauf.
Im Folgenden die heutigen Tiefstwerte einiger ausgewählter Stationen. In Klammern sind die bisherigen Minima und fettgedruckt die Rekordwerte der aktuellen Saison 2025/26:
Meteoschweiz:
-27.0°C, La Brévine (-26.3°C am 23.11.)
-23.0°C, Samedan (-22.9°C am 31.12.)
-23.8°C, Buffalora (-23.1°C am 31.12.)
Sonstige Wetterstationen:
-30.6°C, Glattalp, MeteoGroup (-29.2°C am 23.11.)
-31.0°C, Sägistalsee, kaltluftseen.ch (-36.8°C am 23.11.)
-31.6°C, Hintergräppelen, kaltluftseen.ch (-33.7°C am 23.11.)
Re: Wintereinbruch zum Neujahr 2026?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 19:48
von Rontaler
Federwolke hat geschrieben: ↑Sa 3. Jan 2026, 09:33
In Bern sind es auch etwa 4 cm statt der erwarteten 1-2. Ursache für den etwas überraschenden Schneesegen: Die Luft ist milder als modelliert und hatte daher auch mehr Feuchtigkeit im Gepäck. Dasselbe kann man in weiten Teilen Deutschlands beobachten. Dadurch besteht allerdings heute auch die Möglichkeit, dass es in den tiefsten Lagen wieder taut. Ein weiteres Indiz für die falsch modellierte Feuchtigkeit ist der Wolkendeckel über dem Mittelland, der selbst nach den gestrigen Abendmodellen bereits am Morgen hätte weg sein sollen.
Die Luftmasse nahm einen sehr weiten Weg übers Meer (zwischen Island und Schottland aktuell immer noch 8-12 Grad warm) von Grönland bis zu uns. Offensichtlich unterschätzen die Modelle den Effekt der dadurch folgenden Erwärmung und Anfeuchtung massiv.
Offensichtlich haben ebendiese Modelle auch einmal mehr Mühe die Ausdehnung des Hochnebels zu modellieren und die Meteorologen fallen darauf herein und schreiben von einer klaren und kalten Nacht und "den Voralpen entlang vereinzelt Hochnebel" (Meteoschweiz). Auch tagsüber hatte es auch hier immer wieder Hochnebelfelder und Luzern selber hatte nur 14 Min. Sonnenscheindauer.
Ich bin soeben vom Aargau auf der A2 nach Luzern gefahren und war mir bisher nicht bewusst, dass die Voralpen offensichtlich bis nach Dagmersellen reichen.

Südlich davon konstant Hochnebel und die Temperatur stieg innert einer Stunde von -7 auf -4 Grad. Ich wüsste nicht wie die angegebenen Minimaltemperaturen von -8 bis -12 Grad erreicht werden sollen. Es ist von der Statistik her gesehen schon sehr ärgerlich, dass einmal mehr Hochnebel in die Suppe spuckt. Es hätte mit links die kälteste Nacht seit Jahren werden können.

Re: Wintereinbruch zum Neujahr 2026?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 21:55
von stefano (Ennetmoos)
Hoi Rontaler
Der Hochnebel reichte bis ca. Alpnach OW, südlich davon war`s vom Morgen weg immer sonnig (also in Ennetmoos, wo ich wohne - 3-4km weiter südlich des Hochnebels)
Sehr spannend das Ganze.
Re: Wintereinbruch zum Neujahr 2026?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 22:32
von flowi
same here (zwischen Waldshut und Schaffhausen).
Gegen Abend hat es bereits angefangen, mit zunächst nur wenig hochnebelartiger Bewölkung.
Jetzt scheint der Deckel dicht zu sein.
Die Abkühlung jäh gestoppt.
Schön war es, das sonnige und kalte Intermezzo.



Re: Wintereinbruch zum Neujahr 2026?
Verfasst: Mo 5. Jan 2026, 15:08
von Rontaler
Das war wohl ein gewaltiger Schuss in den Ofen. "Den Voralpen entlang
vereinzelt Hochnebel"

:
Nebel-Check by Kachelmannwetter um 6:00 Uhr:
Quelle: Kachelmannwetter / https://kachelmannwetter.com/ch/sat/sch ... 0500z.html
Wolkenphase by Kachelmannwetter um 10:00 Uhr:
Quelle: Kachelmannwetter / https://kachelmannwetter.com/ch/sat/sch ... 0900z.html
Wolkenphase by Kachelmannwetter um 14:00 Uhr:
Quelle: Kachelmannwetter / https://kachelmannwetter.com/ch/sat/sch ... 1300z.html
Ich frage mich schon, ob Wetterprognosen heutzutage überhaupt noch einer minutiösen Kontrolle unterzogen werden oder ob diese direkt aus den Modelldaten mit KI generiert und aufgeschaltet werden.

Die Sache mit dem deutlich zäheren Nebel und Hochnebel ist mir bereits in der letzten Wintersaison aufgefallen. Praktisch jedes Mal wurde von "einzelnen Hochnebelfeldern" gesprochen und letztendlich war die halbe Alpennordseite 24/7 unter dem Hochnebeldeckel, ohne jegliche Anstalten von Auflockerung/Auflösung.
Nun soll ja die nächste Nacht klar ablaufen. Ich habe da meine Zweifel. Der Hochnebel hat erst jetzt angefangen sich an die Voralpen zurückzuziehen und in Zürich und ostwärts liegt er immer noch. Ich denke ab Einbruch der Dunkelheit geht es nicht lange, bis ein Grossteil der Alpennordseite erneut unter Hochnebel liegt. Eventuell löst er sich morgen dann schneller auf, weil in der Höhe zunehmend Wolken aufziehen.
Re: Wintereinbruch zum Neujahr 2026?
Verfasst: Di 6. Jan 2026, 01:27
von Rontaler
Temperaturen aktuell (1:00 Uhr):
Um 1:28 Uhr selbst hier in einem Hochdorfer Quartier auf knapp 500 m -13.0 Grad (Davis Vantage Vue).
Tmin/Tmax und Durchschnitt Tt/Td am 5. Januar:

Re: Wintereinbruch zum Neujahr 2026?
Verfasst: Di 6. Jan 2026, 02:07
von Federwolke
Rontaler hat geschrieben: ↑So 4. Jan 2026, 19:48
Es ist von der Statistik her gesehen schon sehr ärgerlich, dass einmal mehr Hochnebel in die Suppe spuckt. Es hätte mit links die kälteste Nacht seit Jahren werden können.

Dann klappt es eben eine Nacht später
Eigentlich ein Armutszeugnis, dass die heutigen Modelle und MOSse die Hochnebelproblematik immer noch nicht in den Griff bekommen. Bei jedem neuen, noch höher aufgelösten Modell wird einem quasi das Blaue vom Himmel herunter versprochen, wie viel besser doch die Prognosen nun werden müssen - Pustekuchen! Die dadurch stetig verstärkte Modellgläubigkeit schränkt nur immer mehr das eigene Denken ein, das Wissen über Gesetze, Statistiken und Erfahrungen verkümmert. Eine Feststellung, die ich bereits vor knapp 20 Jahren machen musste (damals stürzten wir uns auf das erste Modell mit einem 4km-Gitter), und in der ich bis heute bestätigt werde. Jetzt sollen die KI-Modelle die neuen Heilsbringer sein - nun ja, wir werden sehen... So lange man der (bequemen) Meinung ist, die ganzen "intelligenten" Maschinen sollen uns das Denken abnehmen, statt uns darin zu unterstützen, sehe ich schwarz. Die Hoffnung stirbt zuletzt, dass die Menschheit gerade noch rechtzeitig aufwacht und das Steuer herumreisst, aber die Nachrichten lassen mich mit jedem Tag ein bisschen mehr daran zweifeln...