Haene hat geschrieben: Fr 28. Aug 2026, 23:18
Ja und dann noch dies:
Wenn ich in der Regensummenkarte die heftigen Unwetter am Jura und angrenzenden Mittelland darstelle, haben die Niederschlagsmengen so seltsame Wellen, die hatte ich bisher noch nie gesehen. Was ist das für ein Effekt? Gehört das ebenfalls zum auf der Seite 6 erwähnten BWER?
Gruss von Hans-Jörg
Nein, das passiert bei sehr schnell ziehenden Zellen. Da alle 5 Min. ein Radarbild erzeugt wird, ergibt es keine zusammenhängende Spur mehr.
Re: Gewitter 27.08.2026/28.08.2026
Verfasst: Sa 29. Aug 2026, 07:48
von Thomas Jordi (ZH)
Um Federwolkes Kommentar zu präzisieren: Es werden nicht alle Elevations gleichzeitig erfasst. Das hängt mit der Scanstrategie zusammen. Alle 2.5 Minuten wird nur das halbe Volumen erfasst. Also einmal Elevations [0,2,4...], das andere mal [1,3,5..] Es gibt also alle 2.5 Minuten Daten, die werden dann für die 5' Bilder zusammengefügt. Deshalb das Muster im Bild... diesmal aber wirklich extrem ausgeprägt.
Hier eine kurze Videosequenz von Gestern von Zürich aus. Gut zu sehen wie schnell die Zelle unterwegs war (ja, Video läuft in normaler Geschwindigkeit).
Heute Morgen war ich in und um Wiesendangen unterwegs um Schäden zu dokumentieren. Tatsächlich gab es weniger als ich befürchtet hatte. Ausserhalb des Orts hauptsächlich heruntergeschlagene Blätter und Äste.
Im Ort hauptsächlich Dellen an Autos, gesprungene Scheiben und Rückspiegel (solche habe ich nur die in den Bildern gesehen). Zudem ein paar verbogene Storen von Fenstern Richtung Westen.
Es scheint als wäre hier zwar grosser aber dafür weniger Hagel gefallen als an anderen Orten in Winterthur.
Re: Gewitter 27.08.2026/28.08.2026
Verfasst: Sa 29. Aug 2026, 16:33
von Slep
Ich machte eine Rundfahrt mit dem Velo via Wülflingen, Neftenbach, Seuzach und Wiesendangen. Wie schon angedeutet, Wülfi war besonders hart betroffen, aber die schlimmsten SChäden waren in Seuzach. Meine Güte!
Ich verzichtete darauf, Auto- und Storenschäden zu fotografieren.
PS: Die ersten zwei Bilder sind in Winti.
Re: Gewitter 27.08.2026/28.08.2026
Verfasst: Sa 29. Aug 2026, 20:57
von flowi
Den Siblinger Randenturm mit frischem Sturmschaden.
Entwurzelter Baum in der Nähe des Turms.
Re: Gewitter 27.08.2026/28.08.2026
Verfasst: So 30. Aug 2026, 00:27
von Cyrill
Hier noch ein Bild von mir bei Sonnenuntergang vom Sendeturm bei Beromünster aus in Richtung Osten. Blick auf die Rückseite der Gewitterzelle über dem östlichen Kt. Luzern, die dann kläglich zugrunde ging. Aber die Mammatus-Schar war wirklich beeindruckend!
In unserer Region Schaffhausen Richtung Untersee war der Hagel wohl eher zweitrangig.
Der Wind hat hier für grosse Schäden geführt.
Der Verwüstungszug über Beringen, Schaffhausen Breitequartier, über Buch SH Hofenacker, Rielasingen der Aach entlang Bohlingen nach Moos aber auch in Überlingen.
Alleine in Bohlingen wurden 190 Häuser beschädigt. Bäume sind serienweise umgeknickt und auch auf fahrende Autos gefallen.
Dass es hier zu keinem Personenschäden kam grenzt an Zufall, zumal die Warnung in Ramsen erst Mitten im Sturm ankamen.
Die Schneise der Verwüstung ist interessanterweise sehr schmal. Teils weniger als 1 km.
Ich frage mich, warum kommt bei so einem Unwetter die Meldung zu spät? War das ein Tornado oder Downburst?
Re: Gewitter 27.08.2026/28.08.2026
Verfasst: So 30. Aug 2026, 15:04
von Willi
War das ein Tornado oder Downburst?
Schwer zu sagen. Wenn der Schadenzug über 40 km lang (Beringen - Überlingen) und nur 1 km breit ist, wäre ein Tornadoverdacht nicht von der Hand zu weisen. Es dürfte sich lohnen, die Schadenzonen zu kartieren, z.B. um herauszufinden, ob es in der Schadenspur Unterbrüche gab oder nicht. Die Fallrichtung der Bäume könnte Hinweise geben, ob die Windrichtung eher geradlinig war, oder ob es zu Verwirbelungen kam.
Interessanterweise zeigt das Radarbild zwei parallel laufende Zentren (siehe Aufriss rechts), wobei die Sturmschäden eher dem nördlichen Zentrum zuzuordnen sind.