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Re: Schnee 14.03.2026
Verfasst: So 15. Mär 2026, 07:17
von pasischuan
In Thun sinds bei 0 Grad nun 5cm Plotsch geworden..
immerhin sind die Böden zu warm so dass nicht mehr Schnee gräumt werden muss..
Schade gab so ein Ereignis nicht in den „Wintermonaten“ wenn alles noch kalt ist. Das hätte bei der Intensität und Menge sicherlich das schönere Winterfeeling gebracht.
Gruess und schöne Sunnti
Re: Schnee 14.03.2026
Verfasst: So 15. Mär 2026, 08:15
von Zumi (AI)
Bosco Gurin 116cm Neuschnee

Re: Schnee 14.03.2026
Verfasst: So 15. Mär 2026, 09:20
von Willi
Sellenbüren 2 cm Neuschnee

Re: Schnee 14.03.2026
Verfasst: So 15. Mär 2026, 16:14
von Christian Schlieren
Hoi zäme
Am Freitag bin ich zum entschluss gekommen das die Schneelage das Potenzial hatt für 1m Neuschnee in 24h eine Marke die ich noch nie erreicht hatte.
Anhand der Karten habe ich mich für Bosco Gurin Entschieden und einen Voltreffer gelandet mit 116cm in 24h und Stationsrekord.
Ich bin am Samstag gegen 10.00 angekommen und es hatte bereits ca.10cm Nasschnee. Es schneeite durchgehend in mindestens Mässiger Intensität, gestern gegen Abend hatten wir dan teils Starkschneefall und der Schnee wurde immer Pulvriger.
Heute morgen hab ich dan auf meinem Autodach 110cm gemessen, also Mission erfüllt
Nachfolgend ein paar eindrückliche Momente dieses Eindrücklichen Erreignisses.
Freundliche Grüsse
Re: Schnee 14.03.2026
Verfasst: Di 17. Mär 2026, 06:05
von Fabian82
Re: Schnee 14.03.2026
Verfasst: Di 17. Mär 2026, 09:40
von Tinu (Männedorf)
Jawoll, beeindruckend vor allem dank Christians tollem Bildbericht aus Bosco Gurin. Mein Text ist eigentlich nur das - meteorologisch stark vereinfachte - Gefäss, um diese Bilder zu transportieren.
https://www.tagesanzeiger.ch/bosco-guri ... 7881535483
Dennoch hier freihaus fürs Sturmforum:
Eine sogenannte Gegenstrom-Wetterlage hat am Wochenende für starke Schneefälle im Alpenraum gesorgt. Ganz so wie von den Meteorologen im Vorfeld erwartet, schneite es vor allem in den westlichen Tessiner Alpen, im Simplongebiet sowie im Obergoms besonders intensiv. Wie die Messdaten von Meteo Schweiz und des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) zeigen, fiel in den genannten Regionen zwischen Samstagmittag und Sonntagmorgen 90 bis mehr als 100 Zentimeter Neuschnee.
In Bosco/Gurin (1500 Meter) im nordwestlichen Tessin wurde sogar ein neuer Messrekord aufgestellt: Dort schneite es innerhalb von 24 Stunden insgesamt 116 Zentimeter – so viel wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Weitere Rekorde wurden so weit bekannt nicht aufgestellt, zumindest nicht auf dem Messnetz von Meteo Schweiz. Das sagt Klimatologe Thomas Schlegel auf Anfrage.
Die 116 Zentimeter Neuschnee in Bosco/Gurin liegen nicht besonders weit entfernt vom schweizweiten Neuschneerekord. Die höchste bisher hierzulande gemessene 24-Stunden-Schneemenge beträgt 130 Zentimeter. Dieser Rekord wurde gemäss Meteo Schweiz einmal am 15. April 1999 auf dem Berninapass und dann nochmals am 30. März 2018 in Grimsel-Hospiz erreicht, also ebenfalls im Frühling.
Wetterfan liess sich in Bosco/Gurin einschneien
Was es bedeutet, wenn derart viel Schnee in so kurzer Zeit fällt, hat der Sturmjäger und Wetterfan Christian Hunkeler aus Schlieren dokumentiert. Er entschloss sich nach vorherigem Studium der Wetterkarten zu einem Ausflug in die Tessiner Alpen – und zwar genau nach Bosco/Gurin. Er landete damit einen meteorologischen Volltreffer.
Das Neuschneeereignis bezeichnet Hunkeler als äusserst eindrücklich. «Es schneite durchgehend in mindestens mässiger Intensität, am Samstagabend hatten wir dann teils Starkschneefall, und der Schnee wurde immer pulvriger», so sein Bericht. Am Sonntagmorgen war Hunkelers Auto unter den Schneemassen verschwunden.
Gegenstrom-Wetterlagen sind bekannt dafür, dass innerhalb von kurzer Zeit sehr viel Niederschlag fällt. Der Name der Wetterlage rührt daher, dass dabei in einem bestimmten Bereich Luftmassen aus gegensätzlichen Richtungen zusammentreffen.
Am vergangenen Wochenende strömte auf der Alpennordseite in den unteren atmosphärischen Schichten kalte Polarluft heran, von Süden her lenkte ein Tief hingegen feuchte Luft aus Südosten zu den Alpen. Diese strömte über den Kaltluftteppich im Norden, was einerseits kräftige Schneefälle, andererseits auch ein Absinken der Schneefallgrenze bewirkte. In den Alpentälern schneite es wegen dieses Effekts, der als Niederschlagsabkühlung bezeichnet wird, bis auf den Talgrund.