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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2025-26
Verfasst: Do 15. Jan 2026, 22:16
von Federwolke
Federwolke hat geschrieben: ↑So 11. Jan 2026, 10:13
... entscheidend wird die letzte Januar-Woche sein, und die ist momentan noch ein blinder Fleck
Jetzt nicht mehr:
https://charts.ecmwf.int/products/extended-anomaly-2t
Bin gespannt. Wär ja nicht das erste Mal, dass EZ eine Ostlage träumt - und dann gleich einen ganzen Monat???
Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2025-26
Verfasst: So 1. Feb 2026, 12:07
von Federwolke
Wer getraut sich, einen zu kalten Monat zu prognostizieren? Ich nach wie vor nicht, zumindest nicht für die Schweiz
Der Februar, mit ein bisschen Exkurs ins aufgezwungene Modethema "Polarwirbelsplit":
https://www.orniwetter.info/monatsprogn ... ruar-2026/
Und hier wie gewohnt die Karten, welche all jene verpassen, die das Sturmforum zugunsten der VerAPPelungsplattformen verlassen haben:
Zumindest etwas Schnee-Nachschub für die Alpen ist in Sicht, der ganz grosse Wurf wird es aber wahrscheinlich nicht werden. Gespannt darf man auf die Nordlage ab dem 10. sein, denn ob diese eine zyklonale wird mit Schnee bis in die Niederungen oder wie so oft wieder nur ein Streifschuss, bleibt abzuwarten.
Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2025-26
Verfasst: Mo 2. Feb 2026, 09:29
von Federwolke
Die eindrückliche Luftmassengrenze zum mitverfolgen (oben gespeicherte Version Stand 02.02. frühmorgens, unten sich laufend aktualisierende Version):

Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2025-26
Verfasst: Mo 2. Feb 2026, 12:15
von Federwolke
Federwolke hat geschrieben: ↑So 1. Feb 2026, 12:07
Gespannt darf man auf die Nordlage ab dem 10. sein...
24 Stunden später ist die zuvor tagelang gerechnete Nordlage aus den Mittelfristmodellen verschwunden. Mal schauen, ob sie später noch mal aus dem Hut gezaubert wird. Hätte vielleicht doch auf die mildesten CFS-Läufe (nördliches Alpenvorland mit teils +3 und mehr zu 1991-2020) setzen sollen? Februar launischer als der April mittlerweile

Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2025-26
Verfasst: Mo 2. Feb 2026, 13:52
von Tinu (Männedorf)
Federwolke hat geschrieben: ↑Mo 2. Feb 2026, 12:15
Federwolke hat geschrieben: ↑So 1. Feb 2026, 12:07
Gespannt darf man auf die Nordlage ab dem 10. sein...
24 Stunden später ist die zuvor tagelang gerechnete Nordlage aus den Mittelfristmodellen verschwunden. Mal schauen, ob sie später noch mal aus dem Hut gezaubert wird. Hätte vielleicht doch auf die mildesten CFS-Läufe (nördliches Alpenvorland mit teils +3 und mehr zu 1991-2020) setzen sollen? Februar launischer als der April mittlerweile
Wobei das auch zu einem gewissen Teil wieder dieses in letzter Zeit vertraute Spielchen der ENS zu sein scheint. Der aktuelle Hauptlauf liegt am obersten Rand des Bereichs ab dem 9. Februar, schön zu sehen in den Plumes von ECMWF (Zürich):
Es würde mich jetzt nicht völlig überraschen, wenn das Morgen wieder ganz anders aussähe. Allerdings scheint sich die grundsätzliche Zweiteilung Europas (Kalter Nordosten, milder Südwesten) auch in den Februar hinein fortzusetzen (wie du es ja auch schreibst). Die Frage dabei ist, wo die Grenzlinien verlaufen werden. Wäre der Winter bisher anders, resp. so wie in den letzten paar Jahren abgelaufen (ohne die Kaltluftperiode im Januar), würde ich ohne mit der Wimper zu zucken sofort auf die mildeste Variante wetten. Aber eben.
Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2025-26
Verfasst: Mo 2. Feb 2026, 18:32
von Rontaler
Tinu (Männedorf) hat geschrieben: ↑Mo 2. Feb 2026, 13:52
Federwolke hat geschrieben: ↑Mo 2. Feb 2026, 12:15
Federwolke hat geschrieben: ↑So 1. Feb 2026, 12:07
Gespannt darf man auf die Nordlage ab dem 10. sein...
24 Stunden später ist die zuvor tagelang gerechnete Nordlage aus den Mittelfristmodellen verschwunden. Mal schauen, ob sie später noch mal aus dem Hut gezaubert wird. Hätte vielleicht doch auf die mildesten CFS-Läufe (nördliches Alpenvorland mit teils +3 und mehr zu 1991-2020) setzen sollen? Februar launischer als der April mittlerweile
Es würde mich jetzt nicht völlig überraschen, wenn das Morgen wieder ganz anders aussähe. Allerdings scheint sich die grundsätzliche Zweiteilung Europas (Kalter Nordosten, milder Südwesten) auch in den Februar hinein fortzusetzen (wie du es ja auch schreibst). Die Frage dabei ist, wo die Grenzlinien verlaufen werden. Wäre der Winter bisher anders, resp. so wie in den letzten paar Jahren abgelaufen (ohne die Kaltluftperiode im Januar), würde ich ohne mit der Wimper zu zucken sofort auf die mildeste Variante wetten. Aber eben.
Nur weil dem Januar 2026 tatsächlich eine Woche Nordlage gelungen ist, heisst das noch lange nicht, dass dem Februar 2026 Selbiges nun auch gelingen muss.

So oder so, ich glaube wir können durchaus froh sein, dass wir auf der warmen Seite der Luftmassengrenze sind und bleiben (ich bin es!):
In den meisten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburg maximal -8 bis -10 Grad. Das ist in Kombination mit Hochnebel einfach nur garstig. Das braucht es definitiv nicht. Und wer jetzt mit der Nordlage liebäugeln sollte: Ausser trockenen Hochnebel-Kahlfrost, was erwartet man von dieser Nordlage? Eben. Nicht viel bis nichts. Skandinavien ist bis über Wochenfrist furztrocken. Deshalb können wir nur hoffen, dass der Februar 2026 hierzulande ohne diese Luft auskommt. Sonst gibts so wie es jetzt daherkommt einfach wie üblich tagelangen Hochnebel mit Bisentendenz - das darf fernbleiben.

Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2025-26
Verfasst: Di 3. Feb 2026, 04:20
von flowi
Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2025-26
Verfasst: Mi 4. Feb 2026, 20:08
von Federwolke
Die Auswertung für den Januar war komplex wie selten, so krass verschieden war die Witterung in den verschiedenen Naturräumen - nicht nur auf ganz Mitteleuropa bezogen, sondern auch innerhalb der kleinen Länder Schweiz und Österreich. Daher diesmal viel Text und viele Links, und trotzdem konnte nicht alles abgehandelt werden:
https://www.fotometeo.ch/der-strengwint ... nuar-2026/
Deshalb hier noch ein Detail, das mir wichtig erscheint (und wieder mal muss ich Andermatt erwähnen, weil es so anschaulich ist, aber auch Elm sieht ähnlich interessant aus):

Quelle:
https://www.meteoschweiz.admin.ch/servi ... -yeardaily
Hier zeigt sich exemplarisch, was Kaltphasen im neuen Klima bedeuten: Die gefühlt bitterkalten Tage während der Nordlage im ersten Monatsdrittel waren meilenweit von Rekordwerten an dieser Station mit immerhin 162jähriger Messreihe entfernt, während die Tage mit Föhn wie heutzutage üblich gleich reihenweise neue Rekorde aufstellten. Ich habe absichtlich eine Station mit homogenisierter Messreihe gewählt, die jeglichen Verdachts einer "Erwärmung durch Verstädterung" enthoben ist.

Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2025-26
Verfasst: Di 3. Mär 2026, 09:02
von Federwolke
Federwolke hat geschrieben: ↑Mo 2. Feb 2026, 12:15
Hätte vielleicht doch auf die mildesten CFS-Läufe (nördliches Alpenvorland mit teils +3 und mehr zu 1991-2020) setzen sollen? Februar launischer als der April mittlerweile

Endresultat:
Vollständige Europa-Auswertung folgt irgendwann in den nächsten zwei Tagen.
Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2025-26
Verfasst: Mi 4. Mär 2026, 10:51
von Federwolke
Federwolke hat geschrieben: ↑Di 3. Mär 2026, 09:02
Vollständige Europa-Auswertung folgt irgendwann in den nächsten zwei Tagen.
Ging schneller als erwartet - der Eingriff gestern, dem ich mich seit einem Jahr in 6-wöchigem Turnus unterziehen muss, hat mich weniger belastet als befürchtet.
https://www.fotometeo.ch/im-suedwesten- ... ruar-2026/
Abgezeichnet hat es sich bereits vor einem Jahr, jetzt ist es definitiv: Die Analyse-Seite der NOAA wird ab dem 9. März nicht mehr aktualisiert:
https://psl.noaa.gov/news/2026/r1datanotice.html
In ein bis zwei Wochen folgt noch die Winter-Auswertung im gewohnten Rahmen, danach muss ich schauen wie es weitergeht. Die Daten aus Europa kommen deutlich später, was mich befürchten lässt, dass die ohnehin tiefen Leserzahlen bei den Analysen noch weiter zurückgehen werden. Auch wird ein Direktvergleich Prognose/Analyse mit verschiedenen Parametern wohl so nicht mehr möglich sein. Ich überleg mir was...