Jeannette hat geschrieben: ↑Fr 10. Jul 2026, 12:52
Aber: Wenn man es genau betrachtet, hast du recht. Man stirbt nicht an der Hitze, man stirbt an dem Folgen davon. Der körper versagt, die Organe versagen. Ist wie bei krebs. Der ist per se nicht tödlich, es sind die Schäden die er anrichtet, an denen man stirbt.
Oder krasser; es ist nicht die Waffe, die tötet, sondern nur die Kugel, die einen Körper zerfetzt. Grund um die Schützen freizusprechen??
Man stirbt also nicht AN der Hitze, sondern WEGEN der Hitze.
ABER ist das ein Grund, der Ursache ihre Wirkung abzusprechen?
Also, nochmals, um es freundlicher auszusprechen.
Ich selber liebe Sommer. Aber mir selber geht diese ständige Wetterlage auch auf die Nerven. Ich bin nicht mehr 20 Jahre alt wie damals im Hitzesommer 2003, als ich einfach ständig an den See ging direkt nach der Arbeit.
Ich schaue heute fast jeden Tag in den Himmel und "bitte" fast um ein paar Wolken. Noch mehr allerdings um Regen. Es will einfach nicht mehr richtig Regnen, vor allem über Stunden flächendeckend. Damit das Wasser endlich mal wieder in den Boden eindringen kann. Hier in der Linthebene kamen nun 2-3 Gewitter durch, die doch wahnsinnige 20-30 Liter pro Quadratmeter gaben. Gut für die Bauern, für für die Vegetation, aber immer noch viel zu wenig. Und jetzt wird wieder bis Anfang August nichts kommen.
Mit geht es um das Grundwasser. Nur um das, die Temperaturen sind mir völlig egal. Wir leben hier im einen der durchschnittlich kältesten Länder der Erde. Top 20. Wer in Indien war, in Rajasthan, oder im Westen der USA inklusive Death Valley. Ich war. und alles Null Problem. Thailand, Domrep usw.... 98% der Menschen weltweit leben ständig mit höheren durchschnitt Tempis, meine Damen und Herren. Das ist doch alles ein Witz. Hitzetoten, sorry, nein. Sonst dürfe kein Schweizer mehr in den "Süden fliegen". Nach Spanien, Zypern, Griechenland, Türkei, Marokko (Marrakesch!). Da macht ihr euch alle etwas vor. Ich kann diese Doppelmoral nicht mehr ertragen. Macht euch selber mal 1-2 Minuten Gedanken über diese Worte und ihr werden erkenne. All die Rentner hier, die nach Spanien gehen. Hitze bringt keine Toten, nur das Alter zusammen mit Hitze. Das ist kein Widerspruch, sondern eine Tatsache, die einfach mal hier klar genannt werden musste.
Manchmal braucht es ein unangenehmer Typ wie mich, der mal auf die Widersprüche aufmerksam macht. Ganz Europa will im Sommer an den Süden, wo genau jetzt unser Klima herrscht, und plötzlich sollen alle sterben wegen Hitze. Es gibt diesen Sommer EINE EINZIGE Ausnahmen, die ich akzeptiere: der Westen von Frankreich. Alles andere ist medialer Quatsch.
Aber zurück zum Thema:
Und da rennen wir in eine kleine Katastrophe hin. Die Emme musste schon wieder befischt werden, um diese zu retten. Obwohl es natürlich am unteren ist, kurz vor der Mündung in die Aare, wo viel Wasser für Wasserkraft abgezwackt wird. Immer so in relativ trockenen Jahren, da sieht es natürlich dramatisch aus, aber fast 1m3 werden da über einen Kanal dem Fluss abgezweigt und die Fische werden dann unten, wo das Wasser wieder zurück geführt wird, wieder eingesetzt. Gute Aktion, aber total dumm. Wieso stoppt man da nicht einfach die knapp 1m3 für die Wasserkraft? Geld?
Hierzu, zu der Emme, habe ich sowieso noch eine Frage an die Locals hier: Immer wieder beobachte ich, dass der Oberlauf der Emme vor der Einmündung der Ilfis fast trocken fällt, die Ilfis selber aber immer fast konstant 1.2m3 hat. Ich kann mir das nicht erklären, denn aus dem Napf Gebiet sollte es keine Karstquelle geben, die der Ilfis stetig, sogar in trockensten Jahren, immer stetig so viel Wasser zuführt. Ist Es ein Druckstollen von oberen Quellgebiet der Emme und oder sogar der Kleiner Emme (Waldemme), deren Wasser eigentlich in die Reuss fliessen. die der Ilfis oberhalb Langnau stetig diese 1.2m3 Wasser zuführt?
Kann mir das jemand erklären? Ich kann mir 100% nicht erklären, wie das doch relativ kleine Einzugsgebiet der Ilfis stetig so viel Wasser führen kann, während die anderen grösseren Flüsse praktisch austrocknen? Ist das auch menschengemacht? Wegen Wasserkraft? Gibt es da Wasserentnahme in deren Oberläufen, deren Wasser dann durch Druckstollen nordöstlich von Langnau wieder in die Ilfis eingeführt werden? Muss eigentlich so sein.
Danke für die Aufklärung. Ich bin echt gespannt, denn rein theoretisch kann das gar nicht sein, dass die Ilfis immer ihre 1.2m3 aus dem Napfgebiet, während alle anderen Bäche nördlich (die Langeten usw.) praktisch austrocknen.
Im Weisstannental gibt es übrigens das gleiche mit der Seez, wo das meiste Wasser im Rhein landet (ausser 0.6m3 gesetzlich vorgeschriebenes Restwasser) Oder über die Sihl im Sihlsee, wo das meiste Wasser der Sihl direkt über Druckstollen im Zürichsee landet (ausser 2.5m3 wo bei Zürich über Alp und Biber ankommen müssen). Und sich die Züzis dann fragen, wieso die Sihl trotz eigentlich 10m3 normal immer so wenig Wasser hat ausser bei Starkregenfällen, wo der Sihlsee wegen von Dörfern umgeben schnell entleert werden muss ganz im gegen Satz zu echten Gebirgsstauseen wie den Grand Dixence.
Mir geht es einzig und allein ums Wasser.
Ich selber hasse diese Hitze auch.