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Frage der Schneefallgrenze am 28.11.2017

Alles zu (Un)wetter und Klima relevant für die Schweiz
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Necronom
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Frage der Schneefallgrenze am 28.11.2017

Beitrag von Necronom » Di 28. Nov 2017, 10:07

Hallo zäme

Sitze gerade im Zug zwischen Zürich und Bern in der Region Aarau-Olten. Es regnet/schneit oder schneeregnet draussen. Schneegrenze war vorhin am Jurasüdfuss weit unten ersichtlich. Momentan also die SFG weit unten. Betrachtet man die pseudopot. Temp, die GFS in den aktuellen Karten anzeigt und die Warmluftzunge, die auf der 850hPa-Karte ersichtlich ist im nördlichen Alpenraum, ist das doch eher überraschend.

Gemäss dem alten Winterradar wird die SFG auch zwischen 270m-440m angegeben (Screenshot von ca. 10 Uhr):
Bild
Quelle: https://www.metradar.ch/de/ppi_winter.php [Zugriff um 10:02]

Also spannendes Wetter auch aus dem Zug heraus gesehen vor Aarau. Richtung Süden wunderbarer Blick auf die Alpen, Richtung Norden der Schnee-verhangene Jurasüdfuss.
Cooles Wetter mit Action.

Sorry, eine etwas dürftige Thread-Eröffnung. Aber wo sonst soll ich das posten? Das Forum lebt leider nicht wirklich, obwohl wir uns in einer doch sehr spannenden Woche befinden.

Gruess ussem Intercity

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Slep
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Re: Frage der Schneefallgrenze am 28.11.2017

Beitrag von Slep » Di 28. Nov 2017, 12:05

Hier auf 490m schneeregnets momentan.
You don`t have to be a total nutter of a weather freak to be on this forum - but it helps.

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Re: Frage der Schneefallgrenze am 28.11.2017

Beitrag von Marco (Oberfrick) » Di 28. Nov 2017, 12:32

Hallo

In Frick war es von Anfang an Regen der setzte von 0-100 ziemlich überaschend und stark ein nach dem es um 7:30 Uhr noch ein Morgenrot gab.
Aus dem Schönen WINTERthur-Seen 480m.ü.M.
Seit 2017 im Frickital Zuhause ;-)

Necronom
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Re: Frage der Schneefallgrenze am 28.11.2017

Beitrag von Necronom » Di 28. Nov 2017, 13:19

Interessant. Kann mir vorstellen, dass die SFG zum Startpunkt der Nds lokal sehr variabel war. Wäre sicherlich spannend, die vertikale Temperaturschichtung analysieren zu können an verschiedenen Standorten. Taupunkte waren zum Teil auch sehr tief am Morgen, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Mittlerweile aber vermutlich SFG angestiegen auch dort, wo es noch bis unten Flocken gab.

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Joachim
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Re: Frage der Schneefallgrenze am 28.11.2017

Beitrag von Joachim » Di 28. Nov 2017, 18:38

Hoi zäme

Für die SFG wichtig der Taupunkt vor Niederschlagsbeginn und - wie immer - die Niederschlagsrate.

Trotz starkem SW-Wind (Jura-, Voralpengipfel Sturmböen, 76 km/h max. in Bressaucourt) gegen 10 Uhr im Solthurner Jura Schnee bis in Tallagen (Mümliswil bis Langenburck) mit 2-3 mm/h.

Grüsslis

Joachim

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Re: Frage der Schneefallgrenze am 28.11.2017

Beitrag von Kaiko (Döttingen) » Di 28. Nov 2017, 18:56

Hoi zäme
Stationäres Niederschlagsgebiet über dem Jurabogen. Ab 900m bleibt der Schnee liegen.

La Sagne 1040müM schon viel Neuschnee >10cm
http://webcamplanair.dyndns.info:8080/c ... gprof=MEGA
Bild

Weitere Jurakameras: http://www.kaikowetter.ch/jura.html

Gruss Kaiko
Mitbetreiber des Sturmarchivs Schweiz und Wetterforscher aus Leidenschaft: http://www.sturmarchiv.ch/

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Re: Frage der Schneefallgrenze am 28.11.2017

Beitrag von Rontaler » Di 28. Nov 2017, 20:00

Hallo

Wie sieht es eigentlich noch punkto Niederschlag mit der Front aus? Diese scheint mir je länger je schwachbrüstiger und dürfte meiner subjektiven Meinung nach trotz anderweitiger Modellprognosen (einige mm) für viele praktisch gar nichts bringen. Schnee unterhalb 800 m sowieso nicht und Regen auch nicht viel. Richtung Winterthur sollte es regnen oder in der Höhe schneien, ich sehe aber die Lichtverschmutzung der Stadt sehr klar, ergo kommt unten nicht viel oder nichts an, trotz deutlicher Radarsignale...

Edit @ Fabienne, gut bin ich nicht der Einzige, der dieser Front nicht viel gibt. :neinei:

Der druckfrische COSMO 18Z macht bei uns nach wie vor 5 bis 7 cm Neuschnee bis morgen Früh:

Bild

Die Verteilung des Neuschnees ist ziemlich kurlig. :lol:
Zuletzt geändert von Rontaler am Di 28. Nov 2017, 20:18, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Frage der Schneefallgrenze am 28.11.2017

Beitrag von Federwolke » Di 28. Nov 2017, 20:00

Die Front benimmt sich sowieso wie ein störrischer Esel. Am Morgen kam sie zu weit nach Südosten voran --> Übergreifen des Niederschlags über den Jura ins Mittelland, wo ohne Durchmischung in der Nacht ein Kaltluftsee gebildet wurde, also Durchsacken des Schneefalls bis nach unten. Nördlich des Juras mit besserer Durchmischung Schneefallgrenze höher, aber durch früheres Einsetzen des Niederschlags am Morgen (statt am späteren Vormittag) auch tiefer als geplant. Und jetzt will der Esel überhaupt nicht mehr vorwärts machen. Hat jemand ein Rüebli?
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Bruno Amriswil (Di 28. Nov 2017, 20:58) • Matthias_BL (Mi 29. Nov 2017, 06:08)

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