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Bergstürze und Muren 2007

Erdbeben, Kameras, Forumkritik usw.
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Severestorms
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Bergstürze und Muren 2007

Beitragvon Severestorms » So 7. Jan 2007, 01:27

Da anzunehmen ist, dass aufgrund der Klimaerwärmung und dem damit verbundenen Auftauen der hochalpinen Permafrostböden und Blockgletscher die Fälle von (plötzlichen) Bergstürzen, Murgängen und Erdrutschen zunehmen werden, habe ich diesen Thread gestartet. Hier sollen alle solchen Ereignisse von 2007 (innerhalb der Schweiz) gesammelt werden und zwar vor allem jene, welche nicht einem spezifischen Wetterereignis zugeordnet werden können (wie das z.B. bei einer Schlammlawine nach heftigen Gewitterregen der Fall wäre).

Anfangen möchte ich mit dem Felssturz, welcher sich am Freitagabend den 05.01.2007 bei Valendas (GR) ereignet hat.

Bild
Quelle: 20min.ch

Medienbericht:

Felssturz sorgt für Millionenschaden

50 Zugreisende kamen gestern am späten Abend mit dem Schrecken davon, als der Zug abrupt zum Stillstand kam. Die Lokomotive war bei Valendas in einen Schuttkegel geprallt und entgleiste.

Wegen eines Felssturzes ist am Freitagabend auf der Strecke Chur - Disentis bei Valendas GR ein Zug der Rhätischen Bahn (RhB) entgleist. Verletzt wurde niemand. Die Strecke bleibt bis mindestens Dienstag gesperrt.

Die Lokomotive prallte um 22.40 Uhr unmittelbar vor der Galerie bei Valendas in einen Schuttkegel, der auf das Gleis gestürzt war. Daraufhin entgleiste die Lokomotive und zerstörte vier Pfeiler der Galerie, wie die RhB am Samstag mitteilte.

Ein Teil der Galeriedecke stürzte ein und verschüttete die Lokomotive und einen Gepäckwagen teilweise. Die rund 30 Passagiere kamen mit dem Schrecken davon; sie blieben unverletzt. Sie wurden evakuiert und gingen zu den Stationen Valendas-Sagon und Versam- Safien. Von dort brachten sie Fahrzeuge zu ihren Zielorten.

Am Samstagmorgen beurteilte ein Geologe die Situation bei der Unfallstelle als «nicht latent gefährlich», wie RhB-Sprecher Peider Härtli sagte. Das sei für die Bahn gut, denn man könne nun tagsüber die Räumungs- und Bergungsarbeiten durchführen.

Die Schäden am Rollmaterial und an der Infrastruktur sind gross. Allerdings lassen sich die Kosten laut RhB noch nicht beziffern. Sie dürften aber in Millionenhöhe liegen.

Bis mindestens Dienstag bleibt die Strecke Chur - Ilanz gesperrt. Zwischen diesen beiden Ortschaften transportiert die RhB ihre Passagiere mit Ersatzbussen. Sie kann die Anschlüsse an die SBB-Züge in Chur nicht garantieren. Fahrplanmässig fahren die Züge zwischen Ilanz und Disentis/Mustér.

Quelle: 20min.ch

PS: Ein Anliegen hätte ich noch: Bitte keine Links zu entsprechenden Medienlinks posten, da diese häufig sehr schnell verfallen. Am besten den Text (mit Quellenangabe) rauskopieren. Thanks folks! ;-)

Gruss Chrigi

- Editiert von Christian Matthys am 07.01.2007, 08:44 -
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Bergstürze und Muren 2007

Beitragvon Peter,Walchwil ZG » So 7. Jan 2007, 09:59

Simplon wegen Erdrutsch gesperrt

Meldung vom Freitag, 5. Januar 2007 / 10:17 h

Simplon - Die Simplonpasstrasse ist derzeit wegen eines Erdrutsches gesperrt. Gegen 2.00 Uhr in der Nacht verschütteten zwei bis drei Kubikmeter Geröll die Strasse zwischen Simplon und Gondo. Verletzt wurde niemand. (ht/sda)

Der zuständige Kantonsgeologe sei vor Ort, um die Lage zu beurteilten, teilte die Kantonspolizei Wallis weiter mit. Die Strasse bleibe aus Sicherheitsgründen mindestens bis Mittag gesperrt.

Quelle:

http://www.news.ch/Simplon+wegen+Erdrutsch+gesperrt/262972/detail.htm
Grüsse Peter

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Bergstürze und Muren 2007

Beitragvon Adrian (Dübendorf) » So 7. Jan 2007, 23:35

Von ersterem gibt es noch ein paar Bilder mehr.

http://www.sf.tv/var/galerie.php?catid= ... d=valendes
Gruss Adrian Senn
http://www.senn.ch/meteo/

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Beitragvon Severestorms » Mi 17. Jan 2007, 15:14

Grosser Erdrutsch heute Morgen bei Valzeina (GR):

Valzeina/GR. Die einzige Strassenverbindung nach Valzeina wurde bei einem Erdrutsch auf einer Länge von rund 80 Meter verschüttet. Vermisstmeldungen sind bisher keine eingegangen.

Am Mittwochmorgen, dem 17. Januar 2007 um 5.00 Uhr ist die einzige Strassenverbindung nach Valzeina im Bereich Gätziloch, kurz nach der Brücke über die Landquart, durch einen grösseren Erdrutsch verschüttet worden. Rund 10'000 Kubikmeter Erdmaterial, versetzt mit viel Holz und Fels, haben die Strasse auf einer Länge von 80 Metern verschüttet.

Bis zehn Meter hohe Erdmassen
Die Erdmassen türmen sich an einzelnen Stellen teilweise bis zu 10 Meter hoch über dem Strassentrassee, das zu einem beträchtlichen Teil zerstört worden sein dürfte. Dank der frühen Morgenstunde darf davon ausgegangen werden, dass niemand in den Rutsch geraten ist. Bis zur Stunde sind auch keine Vermisstmeldungen eingegangen.

Kein bekanntes Risikogebiet
Das Anrissgebiet befindet sich rund 100 Meter über der Strasse. Bislang war das Gebiet nicht als steinschlag- oder rutschgefährdet bekannt. Vermutlich dürften die unüblich warmen Temperaturen zu einer hohen Wassersättigung des Bodens und damit zum Abgleiten der Erdmassen auf der Felsoberfläche geführt haben.

Frühestens am Wochenende wieder offen
Mit den Räumungsarbeiten wird in diesen Stunden begonnen. Wegen der grossen Erdmassen ist kaum damit zu rechnen, dass die Strasse auf das Wochenende hin wieder geöffnet werden kann. Je nach den Schäden am Strassentrassee ist unter Umständen auch eine länger dauernde Sperre nicht auszuschliessen. Über die Kosten können noch keine Aussagen gemacht werden. Der Personentransport ist von der Gemeinde Valzeina notfallmässig organisiert mit einem Taxidienst und einer Umgehung des Erdrutsches mit einem Fussmarsch von rund fünf Minuten. Die Gemeindekanzlei Valzeina gibt unter Telefon 081 325 13 66 dazu nähere Auskunft.

Quelle: http://polizeinews.ch/page/6395

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Bilder: Kapo GR

Gruss Chrigi
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Bergstürze und Muren 2007

Beitragvon Severestorms » Fr 19. Jan 2007, 16:28

Eisten/VS. Bei einem Steinschlag auf der Hauptstrasse zwischen Eisten und Saas wurde ein Lieferwagen von einem Stein getroffen und kippte auf die Seite. Das Fahrzeug wurde total beschädigt. Der Lenker, ein 60-jähriger Berner wurde nicht verletzt.

Am Freitag, dem 19. Januar 2007 gegen 11 Uhr wurde der Richtung Saas fahrende Lieferwagen getroffen. Aus Sicherheitsgründen und weil die Strasse stark beschädigt wurde, musste diese anschliessend für den Verkehr gesperrt werden. Der Kantonsgeologe begab sich vor Ort und gegen Mittag fand ein Rekoflug statt.
Gemäss Strassenunterhaltsdienst ist die Strasse seit 15.00 Uhr wieder geöffnet.

Bild

In Grossformat (9.2 MB!): http://www.vs.ch/Press/DS_4/INFO-2007-0 ... Bild_1.jpg

Quelle Text: http://www.polizeinews.ch
Quelle Bilder: Kapo Wallis
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Bergstürze und Muren 2007

Beitragvon Peter,Walchwil ZG » Mo 29. Jan 2007, 20:45

Meldung vom Montag, 29. Januar 2007 / 17:33 h

Felssturz zwischen Schwarzenburg und Heitenried

Schwarzenburg - Durch einen Felssturz zwischen Schwarzenburg BE und Heitenried FR ist am Sonntagabend die Kantonsstrasse verschüttet worden. Verletzt wurde niemand. Die Strasse ist während der Nacht einspurig befahrbar. (fest/sda)


Gegen 21.20 Uhr sind rund 50 Tonnen Sandstein auf die Strasse gedonnert, wie Franz Karrer, Strasseninspektor Amt Schwarzenburg eine Meldung der Nachrichtenagentur AP bestätigte.
Der Felsbrocken sei mitten auf die Durchgangsstrasse gerollt; worauf sie vollständig gesperrt werden musste. Am Montagvormittag wurden die rund 30 Kubikmeter Gestein zerkleinert, weiteres absturzgefährdetes Material wurde entfernt. Zur Entlastung der Abbruchstelle sind auch einige grösser Bäume gefällt worden.

Zur Risiko-Abklärung wurde ein Geologe beigezogen. Im Laufe des Dienstags soll die Strasse geräumt werden, damit die Strasse ab dem frühen Abend wieder zweispurig befahrbar ist.


Quelle:
http://www.news.ch/Felssturz+zwischen+Schwarzenburg+und+Heitenried/265506/detail.htm
Grüsse Peter

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Beitragvon Severestorms » Do 31. Mai 2007, 02:03

Dies hier nur aus Verlinkungsgründen..

Grosser Felssturz im Calancatal: http://www.meteoradar.ch/forum/showthread.php?id=4954

Hinweis: Man darf ruhig im anderen Thread weitere News zum Calanca-Felssturz posten. Ist ja auch ein Ereignis grösseren Ausmasses.

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Bergstürze und Muren 2007

Beitragvon Bernhard Oker » Mi 20. Jun 2007, 16:31

"Tsunami" im Vierwaldstättersee:

http://www.20min.ch/news/luzern/story/27470380

Weggis: Felssturz sorgt für Riesenwelle

An der Nordflanke des Bürgenstocks ist es am Mittwochmorgen zu mehreren Felsabbrüchen in den Vierwaldstättersee gekommen. Der Wellenschlag verursachte Schäden am gegenüberliegenden Ufer in Weggis.

Laut einer Mitteilung der Nidwaldner Staatskanzlei sind mehrere tausend Kubikmeter Fels abgebrochen. Ein erster Abbruch beim alten Steinbruch Obermatt in der Gemeinde Ennetbürgen erfolgte um 5.54 Uhr. Um 8.38 und 9.30 Uhr kam es zu weiteren Felsstürzen.

Die Abbrüche führten zu höheren Wellen, die am gegenüberliegenden Ufer in Weggis Schäden verursachten. Sie überschwemmten verschiedene Strassen und Plätze. Die Mole einer Bootsvermietung wurde verschoben. Auch beim Bootshafen Lützelau kam es zu Schäden an den Stegen.

Inzwischen habe sich die Lage beruhigt, heisst es in der Medienmitteilung. Es bestehe keine Gefahr mehr für grössere Felsabbrüche. Kleinere Abbrüche seien jedoch nicht auszuschliessen.

Der See bei der Abbruchstelle wird von der Nidwaldner Kantonspolizei überwacht. Die Schifffahrt wird gebeten, das Gebiet um den alten Steinbruch Obermatt zu meiden. Zurzeit werden weitere geologische Abklärungen durchgeführt. Dazu gehören Erkundungsflüge mit dem Helikopter. Über das weitere Vorgehen wird voraussichtlich am Donnerstag entschieden.


Quelle: SDA/ATS


Gruss
Bernhard
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Bergstürze und Muren 2007

Beitragvon Uwe/Eschlikon » Mi 5. Dez 2007, 12:11

Hallo

Meldung News.ch:
"Am Dienstagabend (04.12.2007) sind von den Hängen des Elsighorns oberhalb von Kandergrund BE zwei hausgrosse Felsbrocken zu Tal gestürzt. Verletzt wurde niemand und es gab auch keine Schäden. 14 Personen mussten aber evakuiert werden.
Die Felsbrocken donnerten an einer Scheune vorbei zu Tal und blieben auf freiem Feld liegen, wie die Kantonspolizei Bern und der Regierungsstatthalter des Amts Frutigen am Morgen mitteilten. Nun wird der Hang von einem Geologen beurteilt. Dann entscheiden die Behörden über das weitere Vorgehen."

Das derzeit wechselhafte Wetter, viel NS und häufige Tau- und Gefrierphasen sind ein guter Nährboden für Steinschläge und Murgänge aller Art.

Grüsse, Uwe


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