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Mittelfrist / Langfrist Winter 2017/18

Alles zu (Un)wetter und Klima relevant für die Schweiz
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Federwolke
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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2017/18

Beitragvon Federwolke » So 31. Dez 2017, 20:14

Meine letzte "Amtshandlung" 2017, aufgrund der aussergewöhnlichen Ausgangssituation bei der nordhemisphärischen Temperaturverteilung etwas ausführlicher als üblich:
http://www.orniwetter.info/monatsprognose-januar-2018/

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pharmazeut
 
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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2017/18

Beitragvon pharmazeut » Mi 3. Jan 2018, 11:32

Willi hat geschrieben:
Tauwetter ohne Ende ab 29.12.17.....?

Noch scheint mir nicht alles verloren, auch wenn die Tendenz zur Wärmewelle immer ausgeprägter wird. Die sich bildende Westströmung scheint mir extrem instabil, d.h. mit einer grossen Kipptendenz zu einem zonalen Muster behaftet. Aber wann und wie? Je nachdem, sind wir im Kaltlufttrog oder in der Hitzeblase (v.a. Berge).

Gruss Willi


Verloren....
Die Westströmung mit "Hitzeblase" hat sich (....wie erwartet...) durch- und gleich längerfristig und lebhaft festgesetzt.
Warum gewinnen immer die "Schlechten"???

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Federwolke
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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2017/18

Beitragvon Federwolke » Fr 5. Jan 2018, 20:57

Der Dezember-Rückblick samt Jahresstatistik war eine Zangengeburt: Bei der Wetterlage die letzten Tage konnte man sich ja nicht auf andere Dinge konzentrieren... die zwei Tage Verspätung nehme ich aber ausnahmsweise gerne in Kauf :unschuldig:
http://www.fotometeo.ch/witterungsanaly ... lanz-2017/

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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2017/18

Beitragvon Tinu (Männedorf) » So 7. Jan 2018, 11:56

Interessante Konstellation um den 10./11. Januar herum. GFS wie EZ zeigen ein ausgeprägtes Hochdruckgebiet über Nord/Nordosteuropa. Bei GFS liegt das Zentrum weiter östlich, also mit dieser Variante keine Chance auf winterliche Verhältnisse. EZ hat das Hoch aber in den letzten beiden Läufen stärker nach Westen verschoben (über Skandinavien), wodurch ein Vorstoss sehr kalter Luftmassen aus Nordosteuropa bis nach Mitteleuropa möglich wäre:
Bild

Der Alpenraum liegt wie so oft im Zwischen(Gammel)-Bereich. Aber: Eine Verschiebung des Hochs um einige hundert Kilometer nach Westen oder Osten kann da viel ausmachen. Bin gespannt, ob da der Winter am Ende plötzlich und unverhofft durch die Hintertüre anschleicht.
Tinu (Männedorf ZH, 422 m ü. M)
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Joachim
 
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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2017/18

Beitragvon Joachim » So 7. Jan 2018, 12:51

Hoi zäme

Ja...11./12. kommen wir mit den Temperaturen von den aktuell sehr hohen Werten wenigstens wieder auf "Normalwerte" zurück:

Bild

richtig hochwinterlich sieht aber anders aus

Grüsslis

Joachim

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Federwolke
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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2017/18

Beitragvon Federwolke » So 7. Jan 2018, 14:18

Das sagt ja bereits alles über das Potenzial dieses "Winters" aus, wenn uns eine Ostlage Mitte Januar gerade mal durchschnittliche Temperaturen bringen soll. Und die Sache hat einen Haken: Diese Ostlage muss erst mal kommen. Das wievielte Rüebli wäre ein Skandihoch in den EZ-Karte eigentlich? Sollte diese Lage nicht bereits an diesem Wochenende eine deutliche Abkühlung bringen? Nein, solange EZ ziemlich das einzige Modell mit dieser Position des Hochs (momentan nur von UKMO unterstützt) bleibt, mag ich noch nicht so recht daran glauben. Aber auch ohne diese Ostlage wäre eine Abkühlung auf normale Werte sehr wahrscheinlich, schlicht weil die Luftmasse über Europa zur Ruhe kommt und von Tag zu Tag auskühlt. Ich halte anschliessend Winkelwest für die wahrscheinlichste Option, und da liegt Westeuropa mitsamt der Schweiz sowieso immer auf der milden Seite. Nein, wie bereits in der Monatsprognose geschrieben: Es würde mich erstaunen, sollte vor dem letzten Januardrittel so etwas wie anständiger Winter aufkreuzen. Und damit ist etwas anderes als Warmfrontschnee gemeint, der nach wenigen Stunden oder spätestens am nächsten Tag wieder weggespült wird.

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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2017/18

Beitragvon Microwave » So 7. Jan 2018, 16:46

Was wäre eher richtiger Winter?
Siberia winter like 2012 years, oder eher Gegenstromlage wie März 2006?

Was bringt am meisten Schnee? Ich denke mal, eine Gegenstromlage bei den entsprechenden Temperaturen?
Kaltfront soll ja ohnehin kaum Schnee bringen, und Warmfronten irgendwie nur kurz, eben bis der Niederschlag in Regen übergeht?

Grüsse - Microwave
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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2017/18

Beitragvon Federwolke » Mi 31. Jan 2018, 19:43

Das ewige Rätseln um den bevorstehenden Kälteeinbruch hat ein Ende. Die spannende Frage ist nun: Wie lange bleibt er und was kommt danach?
http://www.orniwetter.info/monatsprognose-februar-2018/

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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2017/18

Beitragvon Jonas - Brugg » Mi 31. Jan 2018, 22:35

Klar, das höchstwahrscheinlich zu kalte 1. Februardrittel macht den ganzen Februar noch nicht zu kalt.
Aber ich denke nicht, dass der Kältepol über Kanada zwingend die Westdrift wieder aufleben lässt und uns weiterhin durch den Atlantik beeinflusstes Wetter beschert.

Ich habe gesehen, dass GFS im fernen Mittelfrist Anzeichen für ziemlich abrupte Temperaturänderungen in einer Höhe von 10hPa simuliert. Stichwort "Sudden stratospheric warming" (SSW). Die Karte zeigt für Mitte Monat über dem Europäischen Nordmeer ziemlich schnell auftretende positive Temperaturanomalien.
Erfahrungsgemäss sind diese Karten beständiger als auf der Erdoberfläche order Erd-nahen Schichten.

Ob das wirklich so eintreffen wird und ob sich dann eine NO- oder O-Strömung einstellt, ist fraglich. Aber spannend bleibt es alleweil!
Bild
Früher wusste ich nicht wie Ingeniör schreiben, heute bin ich einen. ;-)

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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2017/18

Beitragvon Federwolke » Fr 2. Feb 2018, 15:05

Zugegeben, es ist schwierig über das Ende von etwas zu spekulieren, das noch gar nicht angefangen hat. Jedenfalls schleichen die Temperaturen jetzt im Erdgeschoss umher und suchen offenbar noch immer die Kellertreppe... Anfang nächster Woche erst mal föhnig und die kalte Bisenlage soll nun also zur Wochenmitte kommen. Verschieberitis die x-te läuft wie geschmiert:

Bild

Diese Stratosphärengeschichten im tiefsten Glaskugelbereich sind alle Jahre wieder der letzte Strohhalm der Winterliebhaber in den Wetterforen - so wirklich begriffen wie diese Abläufe funktionieren, haben aber offenbar nur wenige. Von einem Minor Warming (wie es übrigens in fast jedem Winter - vor allem zum Ende hin - mal auftaucht) in 10 hPa bis zu einem Major Warming (Zonalwindumkehr in 100 hPa) und Einfluss auf den troposphärischen Polarwirbel ist es ein sehr, sehr langer Weg. Möglicherweise deutet das Modell bereits ein frühes Final Warming an, wie es für Winter mit gesundem Stratosphärenwirbel und niedriger Ozonkonzentration über der Arktis üblich ist (wie letztmals 2016).

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