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Eurokrise/Wirtschaft/Börse

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Schnittlauch
 

Re: EURO Austritt von Griechenland

Beitragvon Schnittlauch » Di 7. Jul 2015, 15:20

Ich kann nicht genau nachvollziehen was du meinst...? Den Zollinger aus der Handelszeitung?

flowi
 
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Re: EURO Austritt von Griechenland

Beitragvon flowi » Di 7. Jul 2015, 18:33

Alfred hat geschrieben:Hast du auch den Zollinger gelesen?
Gruss, Alfred

https://books.google.de/books?id=0oEk3P ... er&f=false

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Alfred
 
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Re: EURO Austritt von Griechenland

Beitragvon Alfred » Fr 10. Jul 2015, 14:38

Sali @Schittlauch

Auf dein hochinformatives post ;) , meinerseits auch eine kryptische Frage :unschuldig: !
Ich dachte mir, dass das auf deiner Linie liegen würde.
https://www.journal21.ch/volk-dafuer-politik-dagegen

Grüess, Alfred

Schnittlauch
 

Re: EURO Austritt von Griechenland

Beitragvon Schnittlauch » Di 14. Jul 2015, 16:26

@Alfred

Interessant ist doch eher das was nicht gesagt wird.

Ganz einfach: Es braucht ein neues Denken. Ich rede hier von der Basis, d.h. wie wir als Menschen eine Gemeinschaftsbasis erhalten ohne den ca. 6000 jährigen Mist mit Credos wie "ewigem Wachstum".
Klingt nach einem grösseren Projekt, oder?

Ich habe mir das besagte Essay von Christoph Zollinger mal angeschaut. Hier mal meine Eindrücke:

Vor dem Hintergrund, dass der ursprüngliche Generationenvertrag (Arbeitende bezahlen für Pensionierte) schon seit 1963

Schnitt. Tja, das waren halt noch echte Boom-Zeiten damals. Da konnte man noch solche Schönwetterübungen durchziehen.
Jetzt wo es ernst wird schnürt es den "Arbeitenden" die Luft ab. Und die Bezüger haben die Macht noch mehr rauszupressen. Genial, nicht?

um den zusätzlichen Finanzbedarf zum Erhalt des Rentenniveaus zu sichern.

Ach was. Die Politik stellt ihre Wählerschaft ruhig, mehr nicht. Ein Niveau "erhalten" geht nicht, es muss gesteigert werden können.
Die Betriebstkosten steigen auch bei jedem einfachen Gerät mit dem Alter an. Das könnte sich beim Staat auch so verhalten ;)
Rentner haben Kohle und sind wie Politiker am Erhalt des status quo interessiert, mehr nicht. Eine nette Symbiose.
Die <50 jährigen versuchen das ewig sprudelnde Füllhorn zu erhalten was nicht gelingen wird. Wenn der <50 jährige nicht spurt, erscheinen wieder die wohlbekannten Schlagzeilen wie "AHV bald tot" usw.

Auf die politischen SP / SVP Argumente bzw. Positionen gehe ich nicht ein, da vollkommen irrelevant. Das sind Organismen die vornehmlich am Eigenerhalt interessiert sind und ihre Klientel bedienen.

Aber interessant wird es hier im Zitat:
Michael Hermann hat längst diagnostiziert, dass der unsägliche Links-Rechts-Gegensatz im Volk weit schwächer verbreitet ist als im Bundeshaus (NZZ 10.3.2015):
„Die verhärteten Fronten bei den Parteieliten entsprechen nicht den gesellschaftlichen Realitäten“.
Er plädiert deshalb für die Einführung von Fiskalregeln, also generalisierte Automatismen zum Ausgleich Haushalts.
Seiner Meinung nach hat sich die direkte Demokratie in letzter Zeit schleichend zur Reformbremse entwickelt – wenn eine ausgewachsene Reformkrise vermieden werden soll, müssten neue Wege gefunden werden.


Das ist Show. Die Fronten sind nicht verhärtet. Die Pfründe sind gesichert, der Kuchen ist aufgeteilt, die Kaste hat ihre Sicherheit. Wer keine Lobby hat guckt halt eben in die Röhre.
Wieder die Einführung der Planwirtschaft, Ausgleich, wohl Subventionen für die eigene Lobby, blablablabla...
Dann, zum Schluss wieder der Ruf nach Diktatur...wohlbekannt. Die direkte Demokratie ist solange interessant wie es etwas zu verteilen gibt.
Indirekt handelt es sich um einen Aufruf zur klassischen Segregation: Sklave / Herrscher. Aufteilen tut der Herrscher was der Sklave erarbeitet, siehe oben.
Das Rad dreht ewig weiter...ein Heil wird es für die Menschen in diesem idiotischen Spiel nie geben.
Heute leisten für jeden AHV-Bezüger drei aktive Arbeitnehmer Beiträge, im Jahr 2030 werden es jedoch nur noch zwei Zahlende pro Beziehenden sein.
Zudem steigt die Lebenserwartung der Menschen vorläufig kontinuierlich, die längere Bezugsdauer verschärft das Problem.


Mal ehrlich: Wer weiss schon was 2030 sein wird. Ein Spiel mit der Angst, eine Drohung.

Ich weiss nicht was ich von diesem Essay halten soll. Was ist die Nachricht? Ist das alles alternativlos? Wer alternativlos denkt hat schon verloren bzw. einen sehr klaren Auftrag erhalten.

Meine Meinung: Es muss eine Form des Zusammenlebens ohne Drohungen geben.

Aber wenn ich mir die vielen "Privat" (privare lat. entziehen, berauben, vorenthalten) Schilder anschaue...dann braucht es ein extremes Umdenken.
Jetzt die grosse Quizfrage: Wenn du vor einem PRIVAT-Schild stehst...wessen Gut wird hier geraubt bzw. vorenthalten?

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Alfred
 
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Re: EURO Austritt von Griechenland

Beitragvon Alfred » Di 14. Jul 2015, 18:50

Schnittlauch hat geschrieben:Es braucht ein neues Denken. Ich rede hier von der Basis, d.h. wie wir als Menschen eine Gemeinschafts-
basis erhalten ohne den ca. 6000 jährigen Mist mit Credos wie "ewigem Wachstum".

Jetzt die grosse Quizfrage: Wenn du vor einem PRIVAT-Schild stehst...wessen Gut wird hier geraubt bzw.
vorenthalten?
Sali

Aber immerhin 6000 Jahre! Was wäre dann besser gewesen, oder hätten wir auf den Bäumen bleiben sollen?

Es kommt doch einwenig darauf an, wo das PRIVAT-Schild angebracht ist (auch stellvertretend gemeint)!

Gruss, Alfred

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Re: EURO Austritt von Griechenland

Beitragvon Schnittlauch » Di 14. Jul 2015, 23:18

Aber immerhin 6000 Jahre! Was wäre dann besser gewesen, oder hätten wir auf den Bäumen bleiben sollen?

Keine Ahnung. Eventuell brauchte es diese Entwicklung einfach, bzw. sie gehört zum "Spiel".
Es kommt doch einwenig darauf an, wo das PRIVAT-Schild angebracht ist (auch stellvertretend gemeint)!

:mrgreen: Sobald es ein sog. "Richterliches Verbot" ist gehört es zur Gruppe der "Wegnahme mit Drohung".
"Ich hab es dir weggenommen. Und ich hab den Staat, der mir garantiert dass das so bleibt. Wenn du meiner Drohung nicht Folge leistest hole ich den Staat und der verkloppt dich dann". Eigentlich niedlich, das Konstrukt.

Aber das sind Details.

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Re: EURO Austritt von Griechenland

Beitragvon Uwe/Eschlikon » Mi 15. Jul 2015, 07:54

Hallo

Heute leisten für jeden AHV-Bezüger drei aktive Arbeitnehmer Beiträge, im Jahr 2030 werden es jedoch nur noch zwei Zahlende pro Beziehenden sein. Zudem steigt die Lebenserwartung der Menschen vorläufig kontinuierlich, die längere Bezugsdauer verschärft das Problem.


Jemand der im 21 Jh. 40-45 Jahre lang arbeitet, braucht zukünftig gar keine AHV mehr ;)
Erb-, Privat- und Pensionskassenvermögen reichen für 97% der Leute, so dass sie glatt auf die AHV verzichten könnten. Jeder der 45 Jahre in die 2.Säule einbezahlt hat und nebenbei noch eine 3.Säula hat, ist bei Erreichen des Pensionsalters (fast) Millionär. Für was noch AHV-Bezug?

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Re: EURO Austritt von Griechenland

Beitragvon Rontaler » Mi 15. Jul 2015, 13:52

@ Uwe: Das funktioniert aber auch nur, wenn der Lohn genug hoch ist, dass man es sich leisten kann neben den obligatorischen Abzügen noch mehr Geld abzuzweigen... :!:
Wetterfanatisch mit Leib und Seele. :) Aktuelle Wetterdaten aus Buchrain auf RontalWetter.ch:

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Re: EURO Austritt von Griechenland

Beitragvon Andreas (Langnau) » Mi 15. Jul 2015, 19:01

@Uwe: Das funktioniert auch nur, wenn der Arbeitnehmer tatsächlich so lange arbeiten kann und nicht vorzeitig unfreiwillig aus dem Erwerbsleben ausscheidet. Heute ist der Zuwanderungsdruck so gross, dass man selbst als gut qualifizierter Arbeitnehmer unter Druck kommt, von einer billigeren Arbeitskraft aus dem EU-Raum verdrängt zu werden. Ferner kann dir niemand garantieren, dass Sparguthaben ewig erhalten bleiben und dann auch noch wenigstens nichts an Wert einbüssen. Bei allfällig drohenden Schulden-Schnitten werden gerne leicht verfügbare Guthaben eingezogen. Auch Immobilien sind nicht gefeit von einer Zwangsabgabe.
Andreas Strahm, Langnau i.E., 670 m.ü.M.

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Re: EURO Austritt von Griechenland

Beitragvon Schnittlauch » Do 16. Jul 2015, 09:23

Jetzt geht es zum ersten Mal so richtig an den Geldbeutel.

http://www.wallstreet-online.de/nachric ... iechenland

Eine Sondersteuer für Griechenland.

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