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Eurokrise/Wirtschaft/Börse

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Bernhard Oker
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Eurokrise/Wirtschaft/Börse

Beitragvon Bernhard Oker » Fr 6. Mai 2011, 19:58

Könnte ein turbulenter Sommer werden an den Finanzmärkten. Hoffe nicht zu sehr für die Schweiz...

Was würde mit den Euro passieren? Würde er dadurch gestärkt oder geschwächt?
Die SNB hat ja leider ein paar Mrd. davon in ihren Büchern...

http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_e ... ?id=216488

Gruss
Bernhard
Zuletzt geändert von Bernhard Oker am Fr 25. Nov 2016, 21:24, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Anpassung des Threadtitels
Bernhard Oker - Urdorf (ZH/CH) - Meine Webseiten "Never Stop Chasing!"

Urbi
 

Re: EURO Austritt von Grichenland

Beitragvon Urbi » Fr 6. Mai 2011, 22:36

Teilzitat

Austritt wäre riskant

Unter Finanzexperten ist umstritten, ob ein Austritt im Alleingang überhaupt möglich wäre. Selbst wenn dies rechtlich und technisch durchführbar ist, gilt die Euro-Abschaffung als hochriskant - riskanter noch als eine Umschuldung, die ebenfalls unüberschaubare Folgen etwa für Banken haben könnte.

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaf ... 97842.html

Griechenland erwägt Austritt aus der Euro-Zone

_______________________________

Krisentreffen zu Griechenland erschüttert Euro-Zone

Sorge um den Euro: Bei einem Geheimtreffen in Luxemburg wird nach Informationen von SPIEGEL ONLINE über die Zukunft Griechenlands in der Gemeinschaftswährung beraten. Die Finanzmärkte reagierten nervös. Verabschiedet sich Athen aus der Euro-Zone?

Diesmal mit Fragezeichen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 20,00.html

_______________________________

Solange man an der Börse auf den Niedergang von Gesellschaften wetten kann......


.
Zuletzt geändert von Urbi am Fr 6. Mai 2011, 23:56, insgesamt 1-mal geändert.

Schnittlauch
 

Re: EURO Austritt von Grichenland

Beitragvon Schnittlauch » Fr 6. Mai 2011, 22:44

Goodbye Pensionskassengelder an alle "Schwiizer Bünzlis", würde ich sagen.
Die Show geniessen und das Popcorn bereithalten.

@urbi: Wird wohl nichts mit dem gut bezahlten Pöstchen in Brüssel. Vielleicht ein anderes Mal.

Urbi
 

Re: EURO Austritt von Grichenland

Beitragvon Urbi » Fr 6. Mai 2011, 22:52

@schnittlauch

Ich hätte es Dir gegönnt. :)

Schnittlauch
 

Re: EURO Austritt von Grichenland

Beitragvon Schnittlauch » Fr 6. Mai 2011, 23:25

@urbi: Eben. Ich hatte mich echt drauf gefreut.

Ohne Sarkasmus, Ironie usw. sehe ich diese 3 Möglichkeiten:

a) Es ist ein Erpressungsversuch der Griechen
b) Die Griechen haben den Ernst der Lage wirklich erkannt
c) Es ist eine Show (hatten wir einige in der letzten Zeit)

Etwas verdächtig ist der Zeitpunkt als diese Info rauskam: Freitagabend, kurz nach Bankenschliessung. Vielleicht erwarten uns am Montag interessante Nachrichten.
Vielleicht geht es aber auch weiter wie die letzten drei Jahre. 2-3 Jahre könnte es nochmals so weitergehen.

Zu 90% sicher:
EU und Euro wird es in 10 Jahren nicht mehr in dieser heutigen Form geben. Zum Glück.
Zuletzt geändert von Schnittlauch am Fr 6. Mai 2011, 23:26, insgesamt 1-mal geändert.

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Federwolke
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Re: EURO Austritt von Grichenland

Beitragvon Federwolke » Sa 7. Mai 2011, 01:40

Wer hätte das gedacht, als ich mich vor 5 Jahren entschied, bei einem Eurokurs von 1.65 meine Brötchen im Euroraum zu verdienen? Über ein Drittel Reallohnverlust einfach so hinnehmen zu müssen, ist schon hart. Hätte ich mein Geld im Casino verspielt, könnte ich zumindest sagen: "Selber schuld!" Aber so? Ein Desaster... Nichts wie weg hier!

Allen Schweizern, die immer noch unbedingt der EU beitreten wollen, kann ich nur raten hierher zu kommen, zu arbeiten und sich hier einzubürgern. Wien ist schliesslich die Stadt mit der höchsten Lebensqualität der Welt. Dafür lohnt es sich schon, nur halb so viel zu verdienen und das Dreifache an Steuern zu bezahlen. Wenn man dann mal was in Anspruch nehmen will, wird man auch sofort bevorzugt behandelt und zum nächsten Beamten geschickt. Man lernt so in kurzer Zeit eine Unmenge hilfsbereiter und motivierter Leute kennen, weil sie wissen, von wem sie ihren Lohn bekommen. Ganz ehrlich! :roll:

Schnittlauch
 

Re: EURO Austritt von Grichenland

Beitragvon Schnittlauch » Sa 7. Mai 2011, 11:09

@federwolke

In diesem Falle wurdest du um ein Drittel "enteignet". Nicht schlecht. Rechnet man die momentan grassierende Inflation dazu, wirds erst wirklich übel (so um die 8% real, nicht das was in den Medien erzählt wird).

Ja, so bald es ans Portemonnaie geht merkt auch der Normalbürger die Auswirkungen der Politik ;) dann ist plötzlich fertig mit "lieb und nett" sein für alle.

Quizfragen @ all:
Wie lange haben Papiergeldsysteme im Schnitt überlebt?
Welchen "Wert" hat dieses Geld, ausser "Vertrauen"?
(Neutral gesehen ist es ja bedrucktes Papier mit einem Versprechen, bzw. ein Schuldschein und hat keinen inneren Wert)

Noch spannender wird es, wenn die Währungsreformen kommen.
Oder wahlweise eine Anpassung aller Lohnniveaus in der gesamten EU, was eine Zielsetzung dieser etwas seltsamen Konstruktion sein dürfte.
Portugal müsste real bewertet einen Durchschnittslohn von etwa CHF150 haben. Kork alleine bringts halt nicht wirklich.

Zurücklehnen und geniessen. Doch keine falsche Sicherheit: Die Schweiz wird nicht davonkommen.
Bin schon gespannt, wann Zwangsanleihen kommen und die Pensionskassengelder konfisziert werden.

Zwangsanleihen: http://www.wiwo.de/finanzen/endstation- ... en-457479/
Konfiszierung von Renten, Pensionskassen, 3. Säule: http://klarblick.blogspot.com/2010/12/p ... ungen.html
Zusammenbruch der Spar und Leihkasse Thun: http://sc.tagesanzeiger.ch/dyn/news/wir ... 54445.html

Zur Erklärung: <<<<Die Gläubiger erhalten 60,7 Prozent des ursprünglichen Guthabens.>>>> Das heisst, die Sparer haben 60% des Geldes von 1991 zurückerhalten. Dumm nur, dass es jedes Jahr noch eine Teuerung bzw. Inflation gibt. Real ist der Verlust massiver. Nach 14 Jahren...

Interessant: Als Sparer bin ich Gläubiger 5.Klasse. Wie nett. Ich möchte keine 5. Klass-Wagen im Zug fahren...

Momentan werden ja viele Häuser und Geschäftsräume gebaut. Zu niedrigen Zinsen...das könnte sehr spannend werden. Unsere Banken werden sicher wieder für spassige Überraschungen sorgen.
Zuletzt geändert von Schnittlauch am Sa 7. Mai 2011, 11:24, insgesamt 8-mal geändert.

Andreas (Langnau)
 
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Re: EURO Austritt von Grichenland

Beitragvon Andreas (Langnau) » Sa 7. Mai 2011, 14:10

Das wird noch ganz unschön enden. Auf dem Immobilienmarkt besteht meiner Meinung nach sehr wohl die Gefahr einer Blasenbildung. An gewissen Orten der Schweiz würde die Gefahr sogar als akut einschätzen. Sobald die Zinsen steigen werden, was garantiert der Fall sein wird, werden die Blasen beginnen zu platzen. Wenn die Blasen gross genug geworden sind, dann wird es eine Kettenreaktion wie in den USA geben.

Ich empfehle Vermögen verteilt anzulegen und sich trotz attraktiven Konditionen nicht mehr als nötig zu verschulden. Sonst ist der Traum vom Eigenheim bald ausgeträumt.

Bei der 2. Säule kann man nichts machen, ausser das Geld abzuschreiben. Also besser nebenbei noch etwas sparen. Aber auch nicht zu viel. Dann besser mit hoher Eigenkapitalquote in nicht überteuerte (!) Immobilien investieren. Wenn das Eigenheim einmal abbezahlt ist, ist es relativ sicher.
Andreas Strahm, Langnau i.E., 670 m.ü.M.

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Dani (Uster)
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Re: EURO Austritt von Grichenland

Beitragvon Dani (Uster) » Sa 7. Mai 2011, 15:54

Es sei schon mal die Frage in den Raum gestellt woher das Gerücht urprünglich kam. Durchaus möglich das da auch andere Interessen zu dieser Situation geführt haben. Das eine massive Korrektur nach unten folgen würde war klar und das Gerücht ist nicht unbedingt abwegig. Es wäre nicht verwunderlich wenn der Euro am Montag wieder nach oben korrigieren würde, damit wäre die Rechnung dann aufgegangen und einige hätten sich einen schönen Batzen auf Kosten anderer dazuverdient.

Gruss
Dani
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Re: EURO Austritt von Grichenland

Beitragvon mr_bike » Sa 7. Mai 2011, 20:23

Zum Thema 2. Säule:
Anlagen in Immobilien erwirtschaften eine konstante Rendite. Diese bewegt sich stets bei 2-4 %. Auch im Jahr 2008 als sämtliche Anlagen in Aktien und Obligation extrem im "roten" standen, waren die Immobilien eine sichere Anlage. Bei den Immobilien der Pensionskassen handelt es sich nicht um "überteuerte" kleine Liegenschaften. Anders sieht es bei Direktanlagen aus. Diese brachten in den letzten Jahren nie die versprochene Performance von bis zu 10%, sondern erwirtschafteten meist nur Verlust, insbesondere Direktanlagen aus dem Ausland = Katastrophe.

Gruss
Chrigu aus Langendorf/SO 500 M.ü.M

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