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Nichts grosses, aber Basel ist unruhig!

Erdbeben, Kameras, Forumkritik usw.
cyba
 
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Nichts grosses, aber Basel ist unruhig!

Beitragvon cyba » So 10. Dez 2006, 20:45

Hoi zämma

@Trikermaus

Du hast von einem "Wagen der Nagra" erzählt. Höchstwahrscheinlich fanden damals in der Nähe Deines Wohnortes Sondierungen bezüglich der lokalen Geologie statt (Lagerungsstätte für radioaktive Stoffe). Hierbei wird ein Bodenprofil mit Hilfe seismischer Verfahren erstellt. Es werden künstlich seismische Wellen erzeugt (durch Sprengungen oder auch durch "Vibraseis-Fahrzeuge"), die dann durch den Untergrund laufen und von nahe gelegenen Geophonen registriert werden. Die Laufzeiten der Wellen geben dann Aufschluss über die Bodenbeschaffenheit.

Abschätzung der Magnitude induzierter Beben

Man kann durchaus abschätzen, wie gross die Magnitude induzierter Beben sein kann. Wenn man beispielsweise von Verschiebungen im Millimeterbereich ausgeht (konkret z.B. 4mm), dann entspricht dies einer Bruchfläche von 0.008qKm bzw. einem Bruchflächendurchmesser von 100m und schliesslich einer Magnutude von 2. Findet die Bewegung im Zentimeterbereich (z.B. 1cm) statt, so ist die Bruchflächengrösse 0.07 qKm gross, der Durchmesser der Bruchfläche 300m und die Magnitude 3. Dieser Zusammenhang zwischen Magnitude, Bruchflächengrösse und Bewegungsbetrag basiert auf Modellrechnungen und weltweiten Beobachtungen. Die Modelle beinhalten aber auch gewisse Unsicherheiten.

Unterscheidung künstlicher von natürlichen Beben

Natürliche Beben kann man durchaus von künstlichen (z.B. Sprengunge, Atombombentests etc) unterschieden. Das Problem ist einfach, dass ein induziertes Beben ein "provoziertes" natürliches Beben ist. Federwolke hat es schon angedeutet. Mit Hilfe des Wasserdruckes können natürliche Vorgänge im Erdinneren beschleunigt werden. Durch die Bewegungen entstehen neue Spannungen. Man erhöht möglicherweise einfach die "Reaktionszeit".

Warum gerade der gewählte Standort?

Es müssen verschiedenste Kriterien erfüllt sein (welche auch immer...). Das Hauptkriterium ist jedoch sicherlich die geothermische Wärmestromdichte. In der Region Basel haben wir eine Wärmestromdichte von bis zu 120 mW/qm. In der Region Windisch - Zurzach (Thermalbad) haben wir zwar eine Wärmestromdichte von bis zu 140 mW/qm, die vorliegende Geologie ist jedoch nicht so geeignet wie in Basel (Dicke und Beschaffenheit des Untergrundes).

Grüsse

cyba
 
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Beitragvon cyba » Sa 6. Jan 2007, 12:38

Hallo

Am 06.01.2007 um 08:19 (Ortszeit) registrierte der Schweizerische Erdbebendienst ein Erdbeben in Basel mit der Stärke Ml=3.1 (lokale Richter Magnitude). Das Beben dürfte deutlich an der Erdoberfläche verspürt worden sein. Schäden sind nicht zu erwarten. Das Epizentrum befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Bohrloch des "Deep Heat Mining" Projektes in Basel. Das Beben ist also nach jetzigem Wissenstand eine Folge der im Dezember durchgeführten Injektion.


Quelle: Schweizerischer Erdbebendienst bzw. Quelle

Grüsse

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Dwalin (Muttenz)
 
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Beitragvon Dwalin (Muttenz) » Sa 6. Jan 2007, 16:40

Hier noch Bluewin:

09:06 06.01.2007, aktualisiert um 15:18
Erneut hat in Basel die Erde gebebt


In Basel hat die Erde am Morgen erneut gegebt: Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) registrierte um 8.19 Uhr einen Stoss der Stärke 3,1 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag just neben dem Bohrloch des Geothermie-Projektes. Anzeige
Anzeige[sda] - Gemäss einer SED-Mitteilung handle es sich nach jetzigem Wissensstand um eine Folge einer dort im Dezember durchgeführten Hochdruck-Wasser-Einpressung. Diese sollte Granitgestein in 5000 Metern Tiefe "zerklüften", also durchgängig machen - Wasser soll später zur Wärme- und Energiegewinnung hindurch geleitet werden.

Das Beben dürfte laut SED in der Nähe des Epizentrums deutlich verspürt worden sein. Gemäss einer Mitteilung der projektverantwortlichen Geopower Basel AG wurde das Beben teils auch als "Knallgeräusch" wahrgenommen.

Polizei und Feuerwehr zählten in Basel rund 40 Anrufe; verletzt wurde niemand. Auch in Lörrach und Weil (D) erhielt die Polizei Anrufe. Der SED erwartet bei dieser Bebenstärke keine Schäden. Nach einem deutlichen Stoss vom 8. Dezember waren rund 450 Schadenmeldungen eingegangen.

Damals erschreckte ein vom Geothermie-Projekt ausgelöstes Beben der Stärke 3,4 viele Menschen in Basel und Umgebung. Nach Dutzenden schwächeren war jenes das erste klar spürbare Beben gewesen. Projektleitung und Behörden wurden in der Folge breit kritisiert; das Erdwärme-Projekt wurde vorläufig gestoppt.

Für Projektleiter Markus Häring kam der neue spürbare Erdstoss überraschend, wie er auf Anfrage sagte. Der Wasserdruck war nach dem Projektstopp auf natürliches Niveau reduziert worden. Man habe mit dem Abklingen der Bewegungen gerechnet, weitere Stösse aber nie ausgeschlossen.

Die baselstädtische Regierungspräsidentin Barbara Schneider und Sicherheitsdepartementschef Hanspeter Gass trafen sich mit Projektverantwortlichen zu einer Lageanalyse. Neue Massnahmen wurden keine beschlossen. Die Basler Regierung wird voraussichtlich Ende Januar über die Zukunft des Pionier-Projekts entscheiden.
Allradantrieb bedeutet, daß Dein Auto dort stecken bleibt,
wo der Abschleppwagen nicht hinkommt.


Die Windstärke steigt direkt proportional zu den Kosten Deiner neuen Frisur

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Beitragvon warumnicht » Mi 10. Jan 2007, 11:29

[size=10px]Die Erde warnt uns - Erdbeben, Infraschalllärm und gesundheitliche Belastungen

Das Baseler Geothermie-Projekt hat durch Auslösung von künstlichen Erdbeben seit Dezember 2006 für große Aufregung gesorgt. Die Auswirkungen sind leider nicht nur umfassender, wie bisher angenommen, sondern werden auch in einiger Hinsicht noch nicht ausreichend untersucht. Da Geothermieprojekte im allgemeinen aufgrund ökologischer Emissions- und finanzieller Aspekte gerne nach vorne gepuscht werden, kann es den-noch nicht angehen, dass Risiken und Nebenwirkungen zu wenig beachtet bzw. im Nachhinein noch verharm-lost werden. Durch invasive Methoden der Geopower AG wurden bewusst Erdbeben provoziert, um Granitge-stein in 5km Tiefe großräumig zum Bersten zu bringen. Seitdem hat es in diesem erdbebensensiblen Gebiet auch nach der Einstellung weiterer Aktivitäten nicht aufgehört zu beben. Eine öffentliche Aufklärung wurde im Vorfeld unterlassen. Weiterhin besteht der Verdacht einer bewussten Manipulation aus Profitgründen z.B. von seismographischen Werten. Wer hat im Zusammenhang mit der Geothermiebohrung in Kleinhünigen bewusst Daten zurückbehalten, nicht richtig weitergegeben bzw. offensichtliche Zusammenhänge falsch abgebildet (http://radiob.wordpress.com/2006/12/21/ ... /#comments)? Da will sich die Firma doch tatsächlich noch als Wohltäter darstellen, ... sie hätte Schlimmeres verhindert.

Es bestehen erhebliche Katastrophenrisiken in einem erdbebengefährdeten Gebiet. Außer den ständigen Mikrobeben kam es seit dem Beben vom 8.12.06 (Stärke 3,8 laut EU-Messung) am 6.1.07 nach leichter Beruhigung wieder zu einem Beben der Stärke 3,4(EU). Falls ein Erdbeben eine Stärke erreicht, wie das von 1356 bei Basel, so besteht die Gefahr, dass nicht nur einzelne Gebäude, sondern auch wichtige Teile der Infrastruktur sowie die chemischen Industrieanlagen in Basel und im französischen Chalampe und das Atomkraftwerk Fessenheim diesen Erdstößen nicht standhalten würden. Laut einer veröffentlichten Studie der Zeitschrift Science (Nr. 239/Sept. 2001) wird genannt: In Anbetracht der Tatsache, dass die Region hochindustrialisiert sei und sowohl Chemieanlagen als auch Atomindustrie beheimate, bedeute jede verstärkte seismische Aktivität eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. An der Studie beteiligte Wissenschaftler zogen die Bilanz, es sei jetzt Zeit, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen.

Zum anderen besteht mit den durch die Geopower AG ausgelösten Erdaktivitäten seit einiger Zeit ein erhebli-cher Stressfaktor durch tieffrequente Schallschwingungen. Es sind anhaltende, teils sehr starke Lärmbelastun-gen mit Infraschall(unterhalb 20 Hertz, nicht hörbar) und tieffrequentem Schall in einem Umkreis von über 100km um Basel herum wahrnehmbar. Die Erscheinungen sind zeitgleich mit Beginn der künstlich provozierten Erdbeben aufgetreten und werden von verschiedenen Personen unangenehm wahrgenommen. Der tieffre-quente Dauerschall wird je nach Intensität und Sensibilität her von einigen Personen als sehr nervend und durchdringend beschrieben, ein Phänomen, das z.B. den Schlaf raubt und auch Beschwerden, wie starke Unruhe bis Übelkeit, Druckgefühl auf den Ohren, Ohrensausen, Kopfschmerzen, Depression und viele anderen Beschwerden verursachen kann. Das Herzinfarktrisiko ist laut Untersuchungen (Universität Charité Berlin) durch Schallbelastungen erhöht. Epilepsien können ausgelöst werden. Oft werden die Erscheinungen des körperdurchdringenden Schalls nicht bzw. zunächst nicht unbedingt einem äußeren Auslöser zugeordnet. Mensch und Tierwelt sind betroffen. Weitreichende Folgeschäden sind hierdurch nicht auszuschließen.
Das an Basel angrenzende Baden-Württemberg und die Frankreich-Vogesen sind ebenfalls betroffen.
Stille Rückzugsorte gibt es hier derzeit nicht.

Die mögliche Schließung des Baseler Projekts scheint, wie in einem Medienbericht zu lesen war, keine Auswir-kungen auf das deutsche Tagesgeschäft zu haben. Jedenfalls verkündete eine deutsche Firma wenige Tage nach dem 8.12.2006, bald ein neues Projekt bei Neuenburg – etwa 20km nördlich von Basel – starten zu wollen. Der Oberrheingraben ist begehrt für Projekte nach dem Baseler Prinzip. Auch in Riedstadt und an mindestens zwei Standorten in Hessen sind 2007 Bohrungen geplant. Weiterhin wurden in Langen, Walldorf und Rüsselsheim Genehmigungen für die Suche nach geeigneten Standorten für ein Erdwärmekraftwerk erteilt.

Ich erhoffe mir, dass mit den bedenklichen Ereignissen etwas zum besseren geschieht, anstatt dass durch Profitgier rücksichtslos alle Mittel einsetzt werden, um Mensch und Natur auszubeuten. Ich bin durch die Auswirkungen des genannten Geschehens selbst gesundheitlich betroffen und ergreife auch deshalb Initiative.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit![/size]
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Beitragvon Severestorms » Mi 10. Jan 2007, 14:16

Hallo Anonymer

Das Baseler Geothermie-Projekt ist natürlich umstritten. Pro und Contras könnte man in diesem Thread diskutieren.

Von meiner Seite her aber folgende Aspekte in Bezug auf dein Post:

1. Du erhebst den Verdacht einer bewussten Manipulation aus Profitgründen z.B. von seismographischen Werten. Bitte deklariere etwas klarer, dass dies deine persönliche Meinung ist. Die Magnitudenangaben unterschiedlicher Erdbebendienste variieren natürlich. Gründe dafür findest du z.B. hier: http://www.seismo.ethz.ch/basel/index.p ... abweichung

2. Du schreibst, das Geothermie-Projekt setze aus Profitgier rücksichtslos alle Mittel ein, um Mensch und Natur auszubeuten. Darf ich dich etwas über Geothermie aufklären? Die Erdwärme (Geothermie) ist eine bedeutende erneuerbare Energie. Sie ist immer verfügbar und weder vom Klima noch von der Saison abhängig. Zudem ist die Erdwärme praktisch überall verfügbar und muss nicht gespeichert werden: die Erde selber dient als Speicher. Die Gewinnung ist (rein theoretisch) emissionsfrei, muss aber noch genauer erforscht und optimiert werden (wie eben unter anderem das Baseler Geothermieprojekt gezeigt hat). Angesichts der Klimaerwärmung durch die künstliche Erhöhung der Treibhausgase finde ich persönlich die Geothermie grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung bzw. eine Möglichkeit. Weitere Informationen zur Geothermie findest du bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Geothermie (den Wikipedia-Autoren unterstellst du hoffentlich keinen Interessenskonflikt)

3. Weiter beziehst du dich auf das Beben von 1356 in Zusammenhang mit der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. Das Beben von damals hatte eine geschätzte Stärke von 6,5 auf der Richter-Skala. Du weisst hoffentlich, dass diese Skala logarithmisch aufgebaut ist. D.h. eine Magnitudeneinheit entspricht der 10fachen Verstärkung der Amplitude und eine Verdreissigfachung der freigesetzten Energie (siehe auch hier: http://www.parautochthon.com/100584/145910.html).

4. In dem von dir angegebenen Link schreibt der Autor: "die beben haben die tiefe von 5km verlassen. wir sind bei 10km tiefe. je tiefer das beben, desto stärker die potenzielle schadenswirkung". Das ist ja mal was ganz Neues. ;-)

5. Ich wünsche dir gute Besserung, was auch immer du hast.


Folgende Lektüre für Interessierte:
Möglichkeiten geothermischer Stromerzeugung in Deutschland

In diesen Tagen wird übrigens am GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam eine europäische Konferenz zur Nutzung der Erdwärme gehalten:
Geothermie als Zukunftsoption für eine nachhaltige Energieversorgung

Gruss Chrigi
- Editiert von Christian Matthys am 10.01.2007, 14:35 -
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Beitragvon Badnerland » Mi 10. Jan 2007, 14:49

neues Projekt bei Neuenburg


Das wäre ja bei mir ums Eck, direkt am Rhein und in unmittelbarer Nähe zum AKW Fessenheim [:]
Gibt es da nähere Infos zu? So wie ich den Text verstanden hab startet das Projekt ja "auch" 2007...interessant fände ich es allemal.

edit: hab noch einen artikel gefunden dazu:
Geothermie-Projekt in Neuenburg: keine Erdbebengefahr
http://www.solarserver.de/news/news-6312.html

Google spuckt doch einiges aus :)

Gruss Benni
- Editiert von Badnerland am 10.01.2007, 14:59 -
meist zwischen Freiburg und Lörrach oder der Umgebung (Schwarzwald, Dreiländereck) unterwegs ;-)

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Beitragvon warumnicht » Fr 12. Jan 2007, 16:44

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javascript:setfsmile(' (!) ')Ergänzung:[/size]
[size=10px]Ausschnitte Tages-Anzeiger vom 11.12.2006 Die Präsidentin der Geothermievereinigung, Kathy Riklin, übt scharfe Kritik am Leiter des Basler Projekts:
... Basel war nicht der ideale Standort. Es ist ein politischer Standort. Es war der einzige Ort, der Geld aufwarf für das Projekt. Wir waren gezwungen, dort hinzugehen. Jetzt werden wir nach Orten im Mittelland suchen – möglichst bevölkerungsarme.

Warum haben Sie als Präsidentin der Geothermievereinigung nicht von Anfang an nach solchen Standorten gesucht?

Die Frage ist berechtigt. Wir waren aber froh, überhaupt irgendwo beginnen zu können. Und ich gebe zu: Niemand rechnete mit so starken Beben. Wir haben uns vom finanziell Möglichen leiten lassen.
...
Im aktuellen Bulletin ihrer Vereinigung erwähnt Projektleiter Markus Häring dieses Risiko mit keinem Wort. Er spricht stattdessen vom Lärm. Weshalb?

Ich kann nicht alles kontrollieren. Aber man darf solche Gefahren nicht unter den Tisch wischen. Wir haben die Lektion nun gelernt. Es ist zudem so: Die Firma, welche unter der Leitung von Markus Häring das Projekt durchführt, hat kaum mit uns geredet. Wir haben ihm vor Projektstart einen Brief geschrieben, wie er technisch und kommunikativ vorgehen solle. Meine Fachleute sagen alle, er habe diese Empfehlungen in den Wind geschlagen. Er hat ignoriert, welches Wissen man andernorts – etwa im französischen Soultz-sous-Forêts – schon gewonnen hat. Das darf nicht sein.
Kontrollieren Sie die Projekte gut genug?

Was die Sache in Basel angeht, muss ich eingestehen: Dieses Projekt wurde viel zu autonom durchgeführt. Man ging viel zu schnell und zu rücksichtslos ans Werk. Das Wasser wurde zu rasch und unter zu hohem Druck in den Boden gepumpt.
Zweifeln Sie an Herrn Härings Kompetenz?

Er ist ein guter Projektverkäufer. Aber: Er ist ein forscher Haudegen. Ich frage mich, ob er als ehemaliger Erdölgeologe das nötige Know-how hat.

[size=12px]Und noch ein interessanter Artikel unter weiteren von www.frsw.de/akw1.html zum AKW Fessenheim (Warum findet man aktuell keine Erwähnungen zum AKW Fessenheim in den Medien?):[/size]
[size=10px]Das AKW steht auf mindestens 100 Meter Anschwemmungen - Weicher Untergrund verstärkt Beben
...
Deutlich wurde, dass das Atomkraftwerk auf weichem Untergrund steht, wie überall im Oberrheinraum in der Nähe des Rheins. Granet schätzt, dass sich im Untergrund bis in eine Tiefe von mindestens 100 Meter
Anschwemmungen befinden, danach kommt Split und Kies. Messungen, so genannte Mikrozonierungen, an drei Stellen jeweils 200 bis 300 Meter vom AKW entfernt haben ergeben, dass ein Erdbeben an dieser Stelle bis zum Acht- und Neunfachen verstärkt würde.[/size] :) :) :)

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Beitragvon warumnicht » Fr 12. Jan 2007, 16:51

Tja mit den Smilies hat es nicht geklappt.
Ich bin ab heute übrigens 1 1/2 Wochen weg, kann also dann bei Fragen nicht antworten.
Ich wünsche ein gutes Reflektieren und eine gute Zeit.
Gruß, bis ander Mal!

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Beitragvon Badnerland » Fr 12. Jan 2007, 17:06

Och, mich schockt nichts mehr zum Thema Fessenheim...zumindest nachdem 2003 mit Wasser von aussen gekühlt werden musste, weil sich Risse an den Kühltürmen gebildet hatten. Was dann ein Beben der Stärke 5-6 neunfach verstärkt anrichten könnte male ich mir besser garnicht aus :( :-D

Gruss
meist zwischen Freiburg und Lörrach oder der Umgebung (Schwarzwald, Dreiländereck) unterwegs ;-)

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Geothermie-Projekt in Basel bleibt sistiert

Beitragvon Reto. » Di 23. Jan 2007, 14:03

23. Januar 2007, 13:40
Geothermie-Projekt in Basel bleibt sistiert
Risikoanalyse soll Klarheit schaffen
Das nach einem Erdbeben gestoppte Geothermie-Projekt in Basel bleibt auf unbestimmte Zeit sistiert. Die Basler Regierung will für die Neubeurteilung des Projekts nun eine Risikoanalyse in Auftrag geben. Definitiv entschieden werden soll erst später.
Er schloss sich damit der übereinstimmenden Expertenmeinung an, dass noch kein definitiver Entscheid für oder gegen die Geothermie gefällt werden sollte. Der Regierungsrat hält zudem fest, dass Geopower sowohl Bohrturm als auch Bohrmannschaft zurückgegeben hat.

Mitfinanzierung durch den Grossen Rat

Für die Risikoanalyse will die Regierung Offerten einholen lassen. Zur Finanzierung soll sich auch der Grosse Rat äussern können.

Die Gutachten, Expertisen und Stellungnahmen zum Geothermie-Projekt werden der Öffentlichkeit ab kommendem Donnerstag zugänglich gemacht.

Beim so genannten Deep-Heat-Mining-Projekt wurde ab Anfang Dezember Wasser durch eine fünf Kilometer tiefe Bohrung in Kleinhüningen in das Gestein gepumpt, um die Durchlässigkeit des Gesteins zu erhöhen. In der Folge kam es zu mehreren Erdbeben.



Quelle: SF Tagesschau
http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/archiv/2007/01/23/schweiz/73138

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