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Radiosondenaufstiege Interpretation Gewitter

Grundlagen und Expertenwissen.
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Willi
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Radiosondenaufstiege Interpretation Gewitter

Beitragvon Willi » So 16. Jun 2013, 22:45

Hallo

Habe mal diesen Thread eröffnet, um Links zu Webseiten mit guten Erklärungen von Radiosondierungen zu sammeln.
Anbei einer, es gibt bestimmt noch andere, vielleicht sogar in diesem Unterforum. Eine Auffrischung dürfte nicht schaden.

Gruss Willi

http://www.wetterfotografie.de/Soundings1.htm

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pterozaurus
 
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Re: Schauer/Gewitter 16.06.2013

Beitragvon pterozaurus » So 16. Jun 2013, 22:47

nordspot hat geschrieben:o.t.@ Chicken: Jo, hab das vor jahren mal durchgelesen, abgesehen von der besc.......n Grafikauflösung ist das eher was für die Segler um Thermik auszumachen. Wir brauchen mal ne Anleitung um Gewitterluft zu finden. Und auch wie Man die verschiedenen Grafikdarstellungen richtig deutet (Emagramm, skew-t) man könnteden thread ja immer erweitern mit Einzelheiten. Wäre super wenn mal sowas zustande käme.

Abendliche Grüße

Ralph


Versuchs mal hier:
http://www.wetteran.de/grundlagen/radiosondenaufstiege
und dort das:
http://www.wetteran.de/images/content/b ... e_2011.pdf
das geht schon mal tiefer.
auch hier könntest du fündig werden:
http://wolkenschnueffler.de/40464.html

Grüße
Stephan

Bulilu
 
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Re: Radiosondenaufstiege Interpretation Gewitter

Beitragvon Bulilu » Mo 17. Jun 2013, 15:31

Auf Aufforderung von Microwave...

Sollte man diese (nun doch sehr ausführliche) Diskussion über Gewitterparameter nicht lieber in "Wissenswertes" verschieben?

...bin ich nun hier gelandet und hoffe mit meiner Frage nun am richtigen Ort zu sein. Habe die Diskussion im Thread Gewitter vom 17.6.13 mitverfolgt.
Habe ich es richtig verstanden, dass geringe/wenig Feuchte in der Atmosphäre zu einem tiefen CINH-Wert führt und eine grosse/viel Feuchte in der Atmosphäre zu einem hohe CINH-Werte führt?

Ich habe gesehen, dass der Stephan ein interessantes Dokument verlinkt hat und wahrscheinlich zur Aufklärung meiner Frage führen würde. Leider habe ich gerade keine Zeit mir all das zu Gemüte zu führen und letzten Endes würde ich es vielleicht doch nicht begreifen, denn ich habe mit Meteorologie nicht viel am Hut. :oops:

Deshalb freue ich mich bereits sehr auf eine Beantwortung meiner Frage. Damit ich doch wieder etwas zum Meteorologie Grundwissen dazulernen kann. :-D

Grüsse Bulilu
Zuletzt geändert von Bulilu am Mo 17. Jun 2013, 15:31, insgesamt 1-mal geändert.

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Willi
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Re: Radiosondenaufstiege Interpretation Gewitter

Beitragvon Willi » Mo 17. Jun 2013, 16:04

Habe ich es richtig verstanden, dass geringe/wenig Feuchte in der Atmosphäre zu einem tiefen CINH-Wert führt und eine grosse/viel Feuchte in der Atmosphäre zu einem hohe CINH-Werte führt?

Hallo Bulilu

Die Beispiele im Thread vom 17.6. zeigen genau das Gegenteil...
Ich tippe mal darauf, dass, die Temperaturabnahme mit der Höhe entscheidend ist. Ist diese z.B. 1 Grad/100m, also sozusagen trockenadiabatisch, dann können die Luftpakete hemmungslos in die Höhe steigen. Ist der Gradient z.B. 0.5 Grad/100m, dann wird der Aufstieg der Luftpakete eben durch die hohe "CINH" blockiert. An einem heissen Sommertag wie heute ist die CINH am Morgen gross, weil die Luft in Bodennähe abgekühlt ist. Im Tagesverlauf heizt es auf, die Bodentemperatur steigt, damit steigt auch die vertikale Temperaturabnahme, und die CINH tendiert gegen Null.

Bei hoher Luftfeuchtigkeit (z.B. Sättigung) reicht eine geringere Temperaturabnahme mit der Höhe für eine CINH nahe Null.

Und bei Föhn wie heute in den Föhntälern ist CINH auch nahe Null und es passiert trotzdem nichts, weil der Föhn die Aufwärtsbewegung blockiert.

Alles sehr vereinfacht ausgedrückt.

Gruss Willi

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Re: Radiosondenaufstiege Interpretation Gewitter

Beitragvon Bulilu » Mo 17. Jun 2013, 17:35

In dem Fall stehen die CINH-Werte nicht direkt in Zusammenhang mit der Luftfeuchtigkeit... Kannst du mir sagen Willi, was der CINH-Wert dann genau aussagt?

Hohe CINH-Werte =
Tiefe CINH-Werte =

Vermutlich ist die Antwort nicht so einfach... Weil der CINH-Wert sich aus mehreren Variablen Grössen zusammensetzt, oder?

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Bernhard Oker
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Re: Radiosondenaufstiege Interpretation Gewitter

Beitragvon Bernhard Oker » Mo 17. Jun 2013, 17:57

Hallo

Meine Sounding-Beschreibung: http://62.202.7.134/skywarn/edu_sounding.aspx
- CINH (Convective Inhibition) ist die Energie, die gebraucht wird um ein Luftpaket über das "Level of Free Convection" (LFC) zu bringen. Das kann durch bodennahe Erwärmung geschehen oder auch durch Hebung an Fronten.
- LFC = Die Höhe wo das aufsteigende Luftpacket wärmer wird als die Umgebungsluft, und daher ab da von alleine weiter aufsteigt.
- CINH ist eine Fläche (2-Dimensional) und kein einfacher Messwert wie die Luftfeuchtigkeit!

Hohe CINH-Werte =
- Es braucht viel Sonne oder Hebung damit es zur Auslösung von Gewittern kommt.
- Es werden sich wahrscheinlich nur wenige Gewitterzellen bilden.

Tiefe CINH-Werte =
- Es braucht wenig Sonne oder Hebung damit es zur Auslösung von Gewittern kommt.
- Es werden sich wahrscheinlich viele Gewitterzellen bilden.

Infos über CINH:
http://www.synoptische-meteorologie.de/ ... ition-cin/
http://www.theweatherprediction.com/habyhints/306/


Bulilu hat geschrieben:In dem Fall stehen die CINH-Werte nicht direkt in Zusammenhang mit der Luftfeuchtigkeit... Kannst du mir sagen Willi, was der CINH-Wert dann genau aussagt?

Hohe CINH-Werte =
Tiefe CINH-Werte =

Vermutlich ist die Antwort nicht so einfach... Weil der CINH-Wert sich aus mehreren Variablen Grössen zusammensetzt, oder?
Zuletzt geändert von Bernhard Oker am Mo 17. Jun 2013, 18:25, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Radiosondenaufstiege Interpretation Gewitter

Beitragvon Bulilu » Mo 17. Jun 2013, 19:42

Danke Bernhard für deine vertieften Ausführungen und die weiteren Links. :)


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