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Föhndurchbruch bis an den Zürichsee: Analyse

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Federwolke
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Re: Föhndurchbruch bis an den Zürichsee: Analyse

Beitragvon Federwolke » Sa 8. Nov 2014, 17:25

Tinu (Männedorf) hat geschrieben:Auffallend ist, dass der Kaltlluftsee über dem Mittelland in der Nacht von Montag auf Dienstag doch verhältnismässig schwach ausgeprägt war. Sieht man sich das Temperaturprofil von Zürich an, dann kann man daraus schliessen, dass die Grenze des Kaltluftreservoirs in dieser Region bis etwa in eine Höhe um 500 bis 550 m.ü.M. reichte. Das zeigt der Temperatursprung zwischen den beiden Messstationen ETHZ und Meteoschweiz:
Bild


Hoi Tinu

Wenn du der Grafik jetzt noch gedanklich als unterste Schicht die Wassertemperatur von knapp 15 Grad des Zürichsees hinzufügst (http://www.hw.zh.ch/hochwasser/mac/at/0 ... t=26932075), dann wird dir ein Licht aufgehen, weshalb der Föhn gerade in der Nacht so leicht durchbrechen konnte. In der Nacht wirkt der See im Herbst labilisierend auf die unterste Luftschicht, tagsüber stabilisierend. Meine These daher: Im Herbst sind Föhndurchbrüche bis auf den See in der Nacht zumindest wahrscheinlicher als am Tag, im Frühling bei Wassertemperaturen von 10 Grad oder tiefer wird es generell schwieriger.

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Tinu (Männedorf)
 
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Re: Föhndurchbruch bis an den Zürichsee: Analyse

Beitragvon Tinu (Männedorf) » Mo 10. Nov 2014, 11:53

@Fabienne

Klingt jedenfalls durchaus plausibel. Merci!
Tinu (Männedorf ZH, 422 m ü. M)
Gewitter und Sturm = erhöhter Pulsschlag
Föhn-fasziniert

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