Werbung

(Alp)Träume 2019

Alles zu (Un)wetter und Klima relevant für die Schweiz
Benutzeravatar
Federwolke
Moderator
Beiträge: 6994
Registriert: Mo 20. Aug 2001, 23:47
Geschlecht: weiblich
Wohnort: 3074 Muri bei Bern
Hat sich bedankt: 904 Mal
Danksagung erhalten: 4170 Mal
Kontaktdaten:

Re: (Alp)Träume 2019

Beitrag von Federwolke » Mi 23. Okt 2019, 09:33

Die Winterrüebli-Erntezeit beginnt heuer aber früh :roll:

Bild
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Federwolke für den Beitrag (Insgesamt 2):
Mathias Uster (Mi 23. Okt 2019, 11:44) • Necronom (Do 24. Okt 2019, 11:50)

Benutzeravatar
Tinu (Männedorf)
Beiträge: 3412
Registriert: Fr 29. Jul 2005, 16:35
Geschlecht: männlich
Wohnort: 8708 Männedorf
Hat sich bedankt: 299 Mal
Danksagung erhalten: 846 Mal

Re: (Alp)Träume 2019

Beitrag von Tinu (Männedorf) » Do 24. Okt 2019, 09:14

Interessant ist, wie stark sich der Suptropenkeil wieder im Alpenraum bemerkbar macht und zwar schon seit längerem in diesem Herbst. Auch bis und mit Ende Oktober verhindert der Keil das "richtige" Durchgreifen von Kaltfronten, es gibt nur Gebrösel.

Die Situation am kommenden Wochenende ist dafür symptomatisch. Noch vor einigen Tagen gabs da den ersten Wintereinbruch in den Modellen. Nun zerfleddert der dominante Subtropenkeil das Setup völlig. Anschaulicher gehts fast nicht mehr:

Bild
Zuletzt geändert von Tinu (Männedorf) am Do 24. Okt 2019, 09:15, insgesamt 1-mal geändert.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Tinu (Männedorf) für den Beitrag (Insgesamt 6):
Necronom (Do 24. Okt 2019, 11:50) • Mathias Uster (Do 24. Okt 2019, 13:57) • Zumi (AR) (Do 24. Okt 2019, 15:16) • Matthias_BL (Do 24. Okt 2019, 17:22) • Torro (Fr 25. Okt 2019, 12:48) • Markus Pfister (So 27. Okt 2019, 12:00)
Tinu (Männedorf ZH, 422 m ü. M)
Gewitter und Sturm = erhöhter Pulsschlag
Föhn-fasziniert

Zumi (AR)
Beiträge: 387
Registriert: Fr 5. Feb 2010, 16:13
Geschlecht: männlich
Wohnort: Schwellbrunn (AR)
Hat sich bedankt: 11 Mal
Danksagung erhalten: 37 Mal

Re: (Alp)Träume 2019

Beitrag von Zumi (AR) » Do 24. Okt 2019, 15:16

Auf einigen Meteo Apps werden aber für meinen Standort weiterhin kräftige Minustemperaturen anfang November prognostiziert (-10 Grad am 3.11 morgens :frost:)....

Matthias_BL
Beiträge: 745
Registriert: Do 20. Jun 2002, 09:47
Wohnort: 4434 Hölstein
Hat sich bedankt: 895 Mal
Danksagung erhalten: 122 Mal
Kontaktdaten:

Re: (Alp)Träume 2019

Beitrag von Matthias_BL » Do 24. Okt 2019, 17:36


Bild


Ich denke in Deiner App ist der 3.11. die von Fabienne oben erwähnte frühe Winterrüebli-Erntezeit .

Ich tendiere für den weitern Verlauf eher in die Richtung des von Tinu erwähnten Einfluss des Suptropenkeil im Alpenraum. Aber wenn man das ENS anschaut ist von :frost: bis :warm: & :schirm: wohl alles möglich. Arme Fabienne :help:: Ich bin ja jetzt schon gespannt auf Ihren November Forecast :-D.

Grüsse
Matthias

Benutzeravatar
Federwolke
Moderator
Beiträge: 6994
Registriert: Mo 20. Aug 2001, 23:47
Geschlecht: weiblich
Wohnort: 3074 Muri bei Bern
Hat sich bedankt: 904 Mal
Danksagung erhalten: 4170 Mal
Kontaktdaten:

Re: (Alp)Träume 2019

Beitrag von Federwolke » Do 24. Okt 2019, 17:44

In einer Woche sind wir gaaaaaanz bestimmt schlauer! :mrgreen:

Nein, echt... ich bin froh, wenn dieser "Herbst" der Alpträume, bzw. gleich das ganze Jahr vorüber ist. Schlimmer geht nimmer.

Markus Pfister
Beiträge: 1888
Registriert: So 19. Aug 2001, 20:08
Geschlecht: männlich
Wohnort: 9056 Gais
Hat sich bedankt: 148 Mal
Danksagung erhalten: 810 Mal

Re: (Alp)Träume 2019

Beitrag von Markus Pfister » Fr 25. Okt 2019, 13:45

@Fabienne, worauf bezieht sich Dein "schlimmer geht nimmer"? Schwierige Prognosen? Zu wenig Sonne/Wärme? Zu viel Föhn? Zu wenig Gewitter? Ich frage deshalb, weil ich persönlich nichts ausserordentlich Schlimmes ausmachen kann. Sehr oft genau aufs Wochenende war es sonnig und mild für Ausflüge aller Art, sogar Sommerfeeling mit Tropennacht wurde hier im Osten geliefert. Das für mich mit Abstand längste, intensivste und lauteste Gewitter der Saison kam vergangenen Montag auch noch, dies allerdings 5 Stunden südlich von hier in Novi Ligure/Piemont, lagomia, ich werde bei Zeiten noch einen Bericht mit Videos nachliefern.

Gruss

Markus
Zuletzt geändert von Markus Pfister am Fr 25. Okt 2019, 14:00, insgesamt 2-mal geändert.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Markus Pfister für den Beitrag:
Necronom (Sa 26. Okt 2019, 16:51)
Schwäbrig, Gais/AR, 1160m

Benutzeravatar
Federwolke
Moderator
Beiträge: 6994
Registriert: Mo 20. Aug 2001, 23:47
Geschlecht: weiblich
Wohnort: 3074 Muri bei Bern
Hat sich bedankt: 904 Mal
Danksagung erhalten: 4170 Mal
Kontaktdaten:

Re: (Alp)Träume 2019

Beitrag von Federwolke » Fr 25. Okt 2019, 19:12

Hoi Markus

- Schwierige Prognosen? Ja. Vor allem in der Mittel- und Langfrist. Trefferquote der Monatsprognosen dieses Jahr durchzogen wie noch selten und selbst auf Wochenfrist gab es häufig überraschende Wendungen. So habe ich den idealen Zeitpunkt für meine Ferien schlicht verpasst: Im Südosten Österreichs z.B. wäre es jetzt eine ganze Woche perfekt gewesen. Da ärgere ich mich am meisten über mich selbst, weil ich offenbar doch nicht ganz so spontan sein kann, wie ich das gerne hätte. Aber ich habe daraus etwas gelernt und das Geld, das ich in den Ferien ausgeben wollte, soeben investiert, damit ich in Zukunft auch mobil (also zur Not auch in den Ferien) arbeiten kann.

- Zu wenig Sonne/Wärme? Ja/nein (auf den Herbst bezogen). Vor allem klare, kühle Nächte hätten der Laubverfärbung gut getan. Warm-feucht fördert die Verfaulung statt Vergilbung. Doch wie bereits im Vorjahr sind viele Blätter bereits vor dem Herbst verwelkt, also grün vom Baum gefallen. Womit wir bei den Hochdrucklagen im Sommer wären, die mir zwar Freizeit verschafft hatten, die aber aufgrund der extremen Hitze auch nicht optimal genutzt werden konnte.

- Zu viel Föhn? Ich hab ihn Unterkante Oberlippe. Auch ein spannendes Wetterphänomen wird mit der Zeit langweilig, wenn es Überhand nimmt.

- Zu wenig Gewitter? Ich verdiene mit Gewittern den grössten Teil meines Lebensunterhaltes, allerdings nur von Mai bis September. Mai und September waren Totalausfälle, Juni bis August gerade mal durchschnittlich. Im Oktober nützen sie mir nichts mehr, und im Herbst freue ich mich auf andere Dinge wie goldene Wälder, angezuckerte Bergpitzen, Nebelmeer, Bodennebelfelder - also ruhiges Hochdruckwetter. Darauf hofft übrigens auch ein weiteres für mich wichtiges Kundensegment, womit ich nebst der durchzogenen Sommersaison jetzt auch noch in der Herbstsaison schlecht verdiene.

- Sehr oft genau aufs Wochenende war es sonnig und mild für Ausflüge aller Art... Eben! Sehr oft genau dann und nur dann! Was soll ich mit schönen Wochenenden? An diesen arbeite ich meistens, und wenn nicht, dann werde ich mich hüten mit denen die nicht anders können als genau dann sich gegenseitig in Zügen, in Bergbahnen und auf den Bergen auf den Füssen rumzustehen. Also werde ich wahrscheinlich auch diesmal wieder eine kurze Velotour in meiner Gegend machen, es sind 2019 so viele übrigens wie noch nie in einem Jahr. Ich war jetzt wirklich auf jedem Hoger, und es gibt deren viele. Das ist zwar auch schön, aber eben: Ich hätte eigentlich ganz andere Pläne (gehabt)...
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Federwolke für den Beitrag (Insgesamt 3):
Microwave (Fr 25. Okt 2019, 20:25) • Matthias_BL (Sa 26. Okt 2019, 12:19) • Necronom (Sa 26. Okt 2019, 16:51)

Benutzeravatar
Federwolke
Moderator
Beiträge: 6994
Registriert: Mo 20. Aug 2001, 23:47
Geschlecht: weiblich
Wohnort: 3074 Muri bei Bern
Hat sich bedankt: 904 Mal
Danksagung erhalten: 4170 Mal
Kontaktdaten:

Re: (Alp)Träume 2019

Beitrag von Federwolke » Sa 26. Okt 2019, 20:31

Federwolke hat geschrieben:
Fr 25. Okt 2019, 19:12
Also werde ich wahrscheinlich auch diesmal wieder eine kurze Velotour in meiner Gegend machen... auch schön.
Jepp:

Bild

Aufstieg zur Mänziwilegg. Wetterstationen nur aus der Ferne: Links der Bantiger, ganz hinten der Chasseral.


Bild

Wägesse (920 m). Resultat dieses kuriosen Herbstes: Von sattgrün mit voller Belaubung über bunt bis vollständig kahl ist alles vorhanden. Man könnte dieses Jahr eine Studie erstellen, welche Baumart mit der Verfärbung auf zurückgehendes Licht reagiert (z.B. Ahorn) und welche dazu Kälte benötigt (z.B. Birke).


Bild

Wozu sich ins Gedränge stürzen, wenn man sie von hier aus in aller Ruhe bestaunen kann?
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Federwolke für den Beitrag (Insgesamt 5):
Willi (Sa 26. Okt 2019, 21:38) • Necronom (Sa 26. Okt 2019, 22:05) • Michael (Dietikon) (So 27. Okt 2019, 08:39) • Microwave (So 27. Okt 2019, 11:56) • Markus Pfister (So 27. Okt 2019, 11:57)

pöstligeo
Beiträge: 144
Registriert: Do 19. Mär 2009, 00:32
Wohnort: Bern
Hat sich bedankt: 16 Mal
Danksagung erhalten: 61 Mal

Re: (Alp)Träume 2019

Beitrag von pöstligeo » Sa 26. Okt 2019, 22:21

Schon, aber auch innerhalb der Arten nebeneinander teils massivste Unterschiede 2019, heute z.B. im Jura oder bei Ahornen im Oberland vor einer Woche. Leider 2019 vergleichsweise lausig mit vielen Herbstfarben :-? . Hoffe noch auf die Lärchen, aber im Lötschental teils rel. grün und doch schon starker Nadelverlust...
Übrigens Regionalpark Thal Supergegend und (noch) nicht überlaufen.... vielleicht eher Elektrovelo als Muskelkraft bei den vielen Höhenmetern ;)
Grüsse Christoph
Zuletzt geändert von pöstligeo am Sa 26. Okt 2019, 22:22, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Federwolke
Moderator
Beiträge: 6994
Registriert: Mo 20. Aug 2001, 23:47
Geschlecht: weiblich
Wohnort: 3074 Muri bei Bern
Hat sich bedankt: 904 Mal
Danksagung erhalten: 4170 Mal
Kontaktdaten:

Re: (Alp)Träume 2019

Beitrag von Federwolke » Sa 26. Okt 2019, 22:47

pöstligeo hat geschrieben:
Sa 26. Okt 2019, 22:21
Schon, aber auch innerhalb der Arten nebeneinander teils massivste Unterschiede 2019, heute z.B. im Jura oder bei Ahornen im Oberland vor einer Woche.
Ich habe zwar wenig Ahnung von Botanik, aber aufgrund jahrelanger Beobachtung nehme ich an, dass auch das Alter der Bäume sowie der Boden viel ausmachen. Und natürlich Schwächung durch Trockenheit, Krankheiten, Parasiten. Im Grossen und Ganzen kann man sich aber in einem normalen Herbst ungefähr darauf verlassen, wo es sich wann lohnt hinzugehen, weil gewisse Bäume dominant sind. Dieses Jahr wie schon 2018 herrscht hingegen Chaos.
Hoffe noch auf die Lärchen, aber im Lötschental teils rel. grün und doch schon starker Nadelverlust...
Hatte ich vermutet, daher habe ich unter der Woche verzichtet, ins Wallis zu fahren. Mit Schleierwolken wirken die Farben sowieso nicht richtig.
Übrigens Regionalpark Thal Supergegend und (noch) nicht überlaufen.... vielleicht eher Elektrovelo als Muskelkraft bei den vielen Höhenmetern ;)
Diese grandiose Baumlandschaft habe ich vor 7 Jahren erwandert (Bremgarten/Oberberg Balsthal). Einige Bilder davon sind hier im untersten Album zu sehen: https://www.fotometeo.ch/bildergalerien/
Der Oktober 2012 war übrigens ganz nach meinem Gusto. Da konnte man fast jeden Tag unterwegs sein und hatte jedes Mal anderes, spektakuläres Wetter.

Antworten