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Kaltluftseen in der Schweiz - wer macht mit?

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Stephan
 
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Kaltluftseen in der Schweiz - wer macht mit?

Beitragvon Stephan » Sa 23. Dez 2017, 01:06

Liebes Forum

Seit bald zwei Jahren habe ich das private Projekt kaltluftseen.ch am Laufen. In dieser Zeit wurden zwei Messstationen am Sämtisersee (AI) und auf der Alp Hintergräppelen (SG) realisiert. Letztere liefert seit Ende September 2017 für eine Versuchsphase bis Ende Februar 2018 (abhängig von der Finanzierung auch darüber hinaus) Daten in Echtzeit.

Die gemessenen Daten werden in aggregierter Form zusammen mit Berichten von Feldtouren und Analysen auf der Webseitehttps://kaltluftseen.ch publiziert. Daneben gibt es auch eine langsam wachsende Anzahl von Gebietsbeschreibungen von verschiedenen Kaltluftseen in der Schweiz.

Das Highlight war das Jahresminimum von -38.2 °C in Hintergräppelen, welches am 6. Januar dieses Jahres gemessen wurde und welches meines Wissens von keiner anderen Station in der Schweiz unterboten wurde.

Die Messdaten stossen auf ein erfreuliches Interesse: so werden die Echtzeit-Daten von Hintergräppelen während der bis Ende Februar laufenden Testphase auf http://www.kachelmannwetter.ch publiziert. Eine ausländische Uni plant, die Daten in der Lehre einzusetzen und in einigen Situationen finden die Messwerte auch den Weg in die Medien.

Insgesamt hat das Projekt erfolgreich begonnen. Nun gibt es in der Schweiz noch vieles in Sachen Kaltluftseen zu entdecken: Für eine weitere Station laufen erste Abklärungen und dann habe ich einen Kandidaten im Auge, der meines Erachtens ein grosses Potential hat, extrem tiefe Minima von unter -50 °C zu produzieren.

Im Moment ist das Projekt eine Ein-Mann-Veranstaltung mit den entsprechenden finanziellen und zeitlichen Grenzen. Daher stellt sich für mich die Frage, wie das Projekt langfristig besser und breiter abgestützt werden kann.

Ich möchte daher ausloten, wie gross das Interesse ist, aktiv am Projekt mitzuwirken. Möglichkeiten zur Betätigung und Beteiligung gibt es einige (die Aufzählung ist nicht abschliessend):
    • Unterstützung bei oder Übernahme von Datenauslesetouren.
    • Grundlagenanalysen (Standortabklärungen)
    • Mithilfe beim Unterhalt und gegebenenfalls Auf- und Ausbau von Stationen.
    • Unterstützung bei informatischen Aspekten (Pflege und Ausbau Homepage, Datenmanagement inkl. DB).
    • automatisierte Aufbereitung der Messdaten (z.B. mit R)
    • Pflege der Metadaten
    • Analyse der Messdaten und redaktionelle Aufbereitung für die Homepage, eventuell auch in Form von Publikationen

Nicht zuletzt ist auch die Finanzierung dieser Aktivitäten ein Thema – wobei ich klarstellen möchte, dass das Projekt nicht profitorientiert ist.

In welche Richtung sich das Projekt entwickeln wird, hängt ganz von der Resonanz ab. Wie viele Leute melden sich? Was bringen diese Personen für einen Rucksack an Know-How mit? Vielleicht bleibt es bei einer Ein-Mann-Veranstaltung und bei einem schönen Hobby für mich. Vielleicht entsteht eine lose Interessengemeinschaft, unter Umständen macht aber auch ein höherer Organisationsgrad (Verein?) Sinn.

Wichtig sind mir dabei folgende Eckpunkte:
    • Das Projekt soll, unabhängig von seiner Organisationsform, eine grösstmögliche Unabhängigkeit bewahren.
    • Angestrebt wird eine möglichst offene Datenpolitik: mindestens aggregierte Daten sollen für nicht-kommerzielle Zwecke frei verfügbar sein (https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/).

Kurz zusammengefasst: wer hätte Interesse daran, beim Projekt „Kaltluftseen in der Schweiz“ mitzumachen? Antworten gerne hier im Forum oder unter info@kaltluftseen.ch. Ich bin gespannt und freue mich über Feedback!

Beste Grüsse, Stephan

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